pyupdatesd: Updatebenachrichtungen für XFCE

Noah Petherbridge hat auf der Fedora Xfce-Liste ein Skript vorgestellt, welches die Updatebenachrichtigungen von PackageKit unter Gnome nachbildet, da es seit dem Umstieg auf Gnome 3 kein PackageKit Applet mehr für GTK2 basierte Desktops wie Xfce oder LXDE gibt.

Petherbridge stellt das Skript sowohl in einer Python- als auch in einer Perl-Variante auf seiner Homepage zu Download bereit. Weiterhin regt er an, das Skript auch in zukünftige Versionen des Xfce-Spins von Fedora zu integrieren.

Eine erweiterte Version der Python-Variante, welche bereits beim Aufruf nach Updates sucht, gibt es bei uns.

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Mit rpm schnell nach einem Paket suchen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wenn es darum geht, beispielsweise alle installierten Kernel-Pakete aufgelistet zu bekommen, verwenden viele entweder

rpm -qa | gerp kernel

oder

yum list installed | grep kernel

Beide Möglichkeiten sind jedoch nicht unbedingt performant, da man eine große Menge an Daten abruft und diese dann gefiltert ausgibt.

Schneller geht es mit folgendem Befehl

rpm -qa kernel\*

An sich kann rpm zwar nicht mit dem * als Wildcard umgehen, da es als normales Zeichen interpretiert wird. Stellt man dem Sternchen jedoch einen Backslash voran, sagt man der Shell damit, das sie das Sternchen nicht (selber) interpretieren sondern an rpm weiterreichen soll.

Der Vorteil dieser Methode ist, das man sich nicht erst die komplette Liste der installierten Pakete ausgeben lässt, sondern das rpm nur die Pakete ausgibt, deren Name mit dem übergebenen Namen übereinstimmt.

Edit: Eine weitere recht performante Möglichkeit ist, yums Cache abzufragen. Das lässt sich über folgendes Kommando bewerkstelligen:

su -c'yum -C list installed kernel\*'

Danke an Kai für den Hinweis!

GPG-Paketschlüssel aufräumen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Mit jedem Fedora Upgrade werden neue GPG-Schlüssel mit installiert und auch viele Zusatzrepositories signieren ihre Pakete mit GPG und installieren entsprechende Schlüssel. Da diese Schlüssel nicht immer mit einem Ablaufdatum versehen sind, schadet es nicht, die angesammelten GPG-Paketschlüssel von Zeit zu Zeit zu entrümpeln.

Dazu muss zuerst das yum-keys Plugin installiert werden.

su -c'yum install yum-plugin-keys'

Nach der Installation gibt es 4 zusätzliche Kommandos für yum:

  • keys: listet alle vorhandenen Paketschlüssel auf
  • keys-data: zeigt den Public-Key-Block eines bestimmten Paketschlüssel an
  • keys-info: zeigt die allgemeinen Informationen (ID, Ausstellungsdatum etc) eines bestimmten Paketschlüssels an
  • keys-remove: entfernt einen Paketschlüssel aus dem System

Um die vorhandenen Paketschlüssel zu entrümpeln, sollte man sich zuerst mittels

yum keys

die vorhandenen Schlüssel auflisten lassen und anschließend die nicht mehr benötigten Schlüssel mittels

su -c'yum keys-remove Key-ID'

entfernen. Wobei Key-ID durch die ID des zu entfernenden Schlüssel ersetzt werden muss.

Bitte entfernen Sie nur Paketschlüssel, bei denen Sie sich absolut sicher sind, das sie nicht mehr benötigt werden!

Grub2: Menü nach jedem Kernel-Update automatisch neu erzeugen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

So mancher kennt wahrscheinlich das Problem: während

su -c'grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg'

die installierten Kernel in einer sehr übersichtlichen Art und Weise mit Hilfe eines Untermenüs darstellt, schreibt grubby nach jedem Kernel-Update stumpf den Eintrag für den neu installierten Kernel an die erste Stelle im Grub2-Menü.

Wer jedoch die Darstellung mit den Untermenüs bevorzugt, kann sich eines relativ simplen Tricks bedienen, um auch nach Kernel-Updates diese Untermenüs zu behalten, ohne die grub.cfg jedesmal von Hand neu zu erstellen.

Dazu benötigen wir zuerst das Paket yum-plugin-post-transaction-actions, welches über

su -c'yum install yum-plugin-post-transaction-actions'

installiert wird. Anschließend kopieren wir die Sample-Action mittels in das Verzeichnis für die Actions und bearbeiten diese anschließend

su -
cp /usr/share/doc/yum-plugin-post-transaction-actions-1.1.31/sample.action /etc/yum/post-actions/
nano /etc/yum/post-actions/sample.action

Im ersten Schritt entfernen wir nun alle Zeilen, die nicht mit einem Raute-Symbol beginnen und fügen anschließend folgende Zeile ein:

kernel:install:grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg

Diese Zeile bewirkt, das nach jedem Update des Kernels automatisch eine neue grub.cfg erzeugt wird. Auf eine entsprechende Zeile für die Deinstallation eines Kernels können wir verzichten, da Kernel üblicherweise nur während eines Kernel-Updates entfernt werden und ansonsten die grub.conf mehrmals nacheinander erzeugt werden würde, was darüber hinaus den Update-Vorgang unnötig in die Länge ziehen würde.

Für den Fall, das man einen Kernel manuell deinstalliert, empfiehlt es sich, auch die grub.conf manuell neu zu erstellen.

yum distro-sync

Wer das updates-testing Repository aktiviert hat, weil er z.B. eine Alpha- oder Beta-Version von Fedora installiert hat, sollte zumindest in gewissen Abständen

su -c'yum distro-sync'

ausführen, da es durchaus vorkommen kann, das (fehlerhafte) Pakete aus updates-testing zurückgezogen werden. Es ist besonders dann sinnvoll, wenn man eine Fehler an das Fedora-Projekt melden möchte, mittels yum distro-sync zu prüfen, ob das entsprechende Paket auf dem aktuellsten Stand ist.

Das distro-sync Kommando von yum führt im Prinzip ein Update des Systems durch. Im Gegensatz zum normalen Update-Kommando führt distro-sync jedoch auch Downgrades von Paketen durch, wenn die installierte Version des Paketes beispielsweise zurückgezogen wurde und in den Repositories nur noch eine ältere Version des Paketes existiert. Man könnte auch vereinfacht sagen. das distro-sync die installierten Pakete mit den Fedora-Repositories synchronisiert.

Fedora 18: falsche Keymap korrigieren

Wer sein System via yum auf Fedora 18 aktualisiert hat und anschließend ein englisches Tastaturlayout hat, der sollte folgende Befehle ausführen, um wieder ein deutsches Tastaturlayout zu bekommen:

su -c'localectl set-x11-keymap de'
su -c'localectl set-keymap de'

Nach einem anschließenden Neustart des Systems sollte die Tastatur wieder das deutsche Layout nutzen.

Fedora Upgrade per yum

Achtung: Das Upgrade via yum ist zwar in zwischen relativ ausgiebig getestet, aber nach wie vor nicht offiziell unterstützt und definitiv nur für erfahrene Anwender geeignet, die wissen, wie sie etwaige Probleme beheben können!

Neben dem Upgrade per PreUpgrade (bis Fedora 16) bzw. fedup (ab Fedora 17) gibt es auch noch die Möglichkeit, sein System mit Hilfe von yum zu upgraden. Wer sich dazu entschließt, diesen nicht ganz ungefährlichen Weg zu gehen, sollte vorher zumindest schauen, ob

package-cleanup --problems

Ergebnisse liefert und die aufgelisteten Probleme aus der Welt schaffen, bevor er das eigentliche Upgrade in Angriff nimmt. Idealerweise sollte man aber auch

package-cleanup --leaves
package-cleanup --orphans

vor dem Upgrade ausgeführt und abgearbeitet haben.

Für das eigentliche Upgrade hat Miroslav Suchý ein Shell-Skript geschrieben, das die notwendigen Schritte soweit wie möglich automatisiert. Das Skript bekommt man hier. Es empfiehlt sich, vor dem Upgrade die Desktopumgebung zu beenden und per STRG+ALT+F2 in eine Shell zu wechseln und das Skript dort ausführbar zu machen und anschließend zu starten.

Nach dem das Skript seine Arbeit erfolgreich beendet hat, ist ein abschließender Reboot des Systems notwendig. Nach dem Reboot sowie einem weiteren Update des Systems sollte man nochmals die Kommandos

package-cleanup --leaves
package-cleanup --orphans

ausführen und verwaiste und nicht mehr benötigte Pakete aus dem System entfernen, um zukünftige Probleme zu vermeiden.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!