Fedora 18: Installation von Dritthersteller-RPMs schlägt fehl

Wer unter Fedora 18 versucht, das VirtualBox RPM von Oracle oder den MusicManager von Google zu installieren, wird feststellen, das die Installation mit einer Fehlermeldung abbricht.

Dies ist jedoch kein Fehler von Fedora sondern der Paketersteller. Die in Fedora 18 verwendete RPM-Version ist  4.10 bricht die Installation ab, da die genannten RPMs mit dem filesystem Paket kollidieren. Ältere RPM Versionen waren in diesem Punkt anscheinend ein wenig toleranter. Wer von diesem Problem betroffen ist und VirtualBox (gibt es übrigens auch bei rpmFusion) oder den MusicManager unbedingt benötigt, sollte sich daher an Oracle oder Google wenden, damit diese ihre RPM Pakete korrigieren und funktionierende Pakete bereitstellen.

PS: Falls es noch weitere Pakete gibt, die sich nicht unter Fedora 18 installieren lassen, bitte in den Kommentaren posten. Wir werden den Artikel dann entsprechend ergänzen.

VirtualBox: dkms.conf wird nicht gefunden

Wer die proprietäre Version von VirtualBox nutzen möchte und bei der Installation die Fehlermeldung

Error! Could not locate dkms.conf file.
File:  does not exist.

bekommt, sollte einfach mal folgendes probieren:

Mittels cd /var/lib/dkms/vboxhost in der dkms-Verzeichnis für die VirtualBox-Kernelmodule wechseln und folgendes Kommando ausführen:

su -c'rm -r 4.1*'

Durch diesen Befehl werden alle dkms-Einstellungen für VirtualBox gelöscht und die Kernelmodule sollten sich anschließend mittels

su -c'/etc/init.d/vboxdrv setup'

ohne Probleme compilieren lassen.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Fedora 17: dkms reparieren

Durch einen Bug im dkms Paket ist selbiges momentan zumindest in Fedora 17 als unbrauchbar zu bezeichnen.

Insbesondere Nutzer der proprietären Version von VirtualBox dürften unter diesem Bug leiden, da diese VirtualBox Variante dkms nutzt, um die benötigten Kernelmodule automatisch zu aktualisieren.

Als Workaround sollte es reichen, das dkms Binary via

su -c'mv /usr/sbin/dkms.old /usr/sbin/dkms'

umzubenennen.

Nutzer der proprietären Version von VirtualBox müssen anschließend noch die Kernelmodule via

su -c'/etc/init.d/vboxdrv setup'

neu zu compilieren und im dkms zu registrieren.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

VirtualBox unter Fedora installieren

Um VirtualBox installieren zu können, muss man sich zuerst einmal entscheiden, ob man die OpenSource Edition („OSE“) oder die proprietäre Variante nutzen möchte.

Propietäre VirtualBox Version

Falls man sich gegen die OSE entscheidet, muss man zuerst einmal ein paar Pakete installieren, damit das Kernel-Modul nach jedem Kernel-Update automatisch für den neuen Kernel compiliert wird:

su -c 'yum install kernel-headers kernel-devel gcc gcc-c++ dkms'

Anschließend kann man sich einfach das Repo-File von VirtualBox herunterladen, unter /etc/yum.repos.d speichern und anschließend VirtualBox einfach via

su -c 'yum install virtualbox-4.1'

installieren.

OpenSource Edition von VirtualBox

Für die OSE benötigt man lediglich die Repos von rpmFusion um VirtualBox via

su -c'yum install VirtualBox-OSE – enablerepo=rpmfusion-updates-free-testing'

zu installieren. Die temporäre Aktivierung des testing-Repositories für die freien Komponenten ist notwendig, da sich das zwingend benötigte Paket mit dem Kernel-Modul für den Kernel 3.1.4 noch dort befindet und ansonsten nicht installiert werden würde.

Zuletzt müssen die Kernel-Module noch mittels

su -c '/etc/sysconfig/modules/VirtualBox-OSE.modules'

aktiviert und geladen werden.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!