Gnome 3.12 als Update für Fedora 20?

Da nach aktuellen Planungen Fedora 21 wohl frühstens im August erscheinen wird und somit Gnome 3.12 mehr oder weniger übersprungen werden würde, diskutieren die Fedora Entwickler momentan, Gnome 3.12 als Update für Fedora 20 auszuliefern und Gnome 3.14 in Fedora 21 zu integrieren, was bei der Mehrheit der Diskussionsteilnehmer aus Zustimmung stößt.

Hierfür bedarf es jedoch einer Ausnahmegenehmigung des FESCO, da die Update-Policy von Fedora so etwas eigentlich verbietet. Aus diesem Grunde dreht sich die Diskussion momentan auch eher darum, wie man FESCO das Vorhaben schmackhaft machen kann, um die benötigte Genehmigung zu bekommen und wie man das Ganze technisch umsetzt, da Gnome ansonsten nur im Rahmen eines neuen Fedora-Releases auf eine neue Version aktualisiert wird.

Bug in Gnome-Shell 3.10.3-1.fc20

Im Update auf die Gnome-Shell Version 3.10.3-1.fc20 steckt ein Fehler, der dafür sorgt, das Prozesse wie Conky, die eigentlich im Hintergrund laufen, im Task-Switcher (Alt+Tab) und der Aktivitätsübersicht angezeigt werden. Besonders ärgerlich ist dieser Bug, wenn man die Anzeige von Icons auf dem Desktop aktiviert hat, da sich Nautilus in dem Fall in der Aktivitätsübersicht nur noch per Rechtsklick und „Neues Fenster“ oder eines der Icons auf dem Desktop öffnen lässt.

Um das Problem zu umgehen, bis ein Update für das Problem veröffentlicht wird, muss man ein Downgrade der Gnome-Shell und Mutter mittels

su -c'yum downgrade gnome-shell mutter'

durchführen und anschließend die Gnome-Shell mittels ALT+F2 und „r“ (ohne Anführungszeichen) neu starten.

Update-Probleme beheben

Durch einen Fehler im selinux-policy-3.12.1-116.fc20 Paket kommt es bei der Installation oder dem Update von Paketen, die so genannte Scriptlets nutzen, zu einer Fehlermeldung und dem Abbruch der Installation/des Updates.

Die Fehlermeldung lautet

warning: %post(libkcompactdisc-4.12.1-1.fc20.x86_64) scriptlet failed, exit status 127
Non-fatal POSTIN scriptlet failure in rpm package libkcompactdisc-4.12.1-1.fc20.x86_64

wobei der Name des betroffenen Paketes natürlich variiert.

Um das Problem zu beheben, sind zuerst folgende Schritte nötig, um die korrigierte SELinux Policy zu installieren:

su -
setenforce 0
yum clean expire-cache
yum update selinux-policy
setenforce 1
Zur Erklärung: zuerst wird SELinux temporär deaktiviert, damit das Update fehlerfrei installiert werden kann. Anschließend wird zuerst der Cache von yum geleert und als nächstes das Update für die SELinux Policy installiert. Zum Schluss wird SELinux wieder reaktiviert.

Anschließend sollte man sicherheitshalber mittels

package-cleanup --dupes

nach doppelt installierten Paketen suchen und falls welche gefunden werden, sollten diese Dopplungen anschließend unbedingt mittels

package-cleanup --cleandupes

bereinigt werden, um möglichen Problemen bei zukünftigen Updates von vornherein aus dem Weg zu gehen. Andernfalls kann es passieren, das zukünftige Updates aufgrund der doppelten Pakete ebenfalls fehlschlagen.

Firefox sagt auf Wiedersehen zu xulrunner

Momentan wird das Update firefox-26.0-5.fc20 bzw firefox-26.0-5.fc19 ausgerollt, mit welchem unter anderem die Abhängigkeit zum xulrunner Pakete beendet wird und das Firefox genau so wie Thunderbird zu einer standalone Anwendung macht.

Nach der Installation des Updates sollte sich das xulrunner Paket problemlos mittels

su -c'yum remove xulrunner'

entfernen lassen, sofern keine weiteren Pakete installiert sind, die ihrerseits xulrunner benötigen.

Fedora 19: accountsservice Update bremst Systeme aus

Das heutige Update für das accountsservice Paket ist fehlerhaft, da es versucht, auf /var/log zuzugreifen, was durch SELinux jedoch unterbunden wird. Da diese Zugriffe permanent erfolgen, führt dies dazu, das Systeme, auf denen das Update installiert ist, nur noch sehr langsam reagieren.

Der momentan einfachst Workaround für das Problem ist ein Downgrade des Paketes auf die vorherige Version mittels

su -c'yum downgrade accountsservice'

gefolgt von einem anschließendem Neustart des Systems. Bis das Problem behoben ist, sollte man das accountsservice Paket bei Updates überspringen. Sofern man seine Updates mittels yum installiert, kann man dies über den Parameter -x, gefolgt vom Namen des zu ignorierenden Paketes erledigen. Im konkreten Fall wäre der Aufruf dann

su -c'yum update -x accountsservice'

Update Mit der Update der SELinux-Policy auf Version 3.12.1-52 ist das Problem behoben.

Fedora 19: LibreOffice stürzt beim Start ab

Nach dem heutigen Update von LibreOffice auf die Version 4.1.0.0-6.beta1 lässt sich die Büro-Suite nicht mehr starten, da eine Änderung im harfbuzz Paket nicht berücksichtigt wurde. Das Problem wurde inzwischen behoben und aktualisierte Builds sind bereits in Arbeit und sollten in Kürze bereitstehen.

Wer nicht so lange warten möchte oder kann, der hat auch die Möglichkeit, ein Downgrade von harfbuzz mittels

su -c'yum downgrade harfbuzz'

durchzuführen und LibreOffice somit wieder nutzbar zu machen.

pyupdatesd: Updatebenachrichtungen für XFCE

Noah Petherbridge hat auf der Fedora Xfce-Liste ein Skript vorgestellt, welches die Updatebenachrichtigungen von PackageKit unter Gnome nachbildet, da es seit dem Umstieg auf Gnome 3 kein PackageKit Applet mehr für GTK2 basierte Desktops wie Xfce oder LXDE gibt.

Petherbridge stellt das Skript sowohl in einer Python- als auch in einer Perl-Variante auf seiner Homepage zu Download bereit. Weiterhin regt er an, das Skript auch in zukünftige Versionen des Xfce-Spins von Fedora zu integrieren.

Eine erweiterte Version der Python-Variante, welche bereits beim Aufruf nach Updates sucht, gibt es bei uns.

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