Repositories schnell und einfach (de)aktivieren

yum bietet bekanntlich über die Parameter –disablerepo und –enablerepo die Möglichkeit, ein oder mehrere Repositories temporär zu (de)aktivieren.

Wer jedoch ein Repository permanent (de)aktivieren möchte, kommt nicht umher, entweder die Repository-Datei zu bearbeiten oder eine grafische Oberfläche wie PackageKit oder yumex zu verwenden.

Alternativ kann man aber auch folgenden Befehl nutzen, und sich den Umweg über den Editor oder die GUI sparen:

su -c 'yum-config-manager –enable $Repository'

Wobei $Repository natürlich durch den Namen des gewünschen Repsitory zu ersetzen ist. Will man ein Repository deaktivieren, muss lediglich -enable durch -disable ersetzt werden.

Gegebenenfalls muss vorher jedoch noch das Paket yum-utils via

su -c'yum install yum-utils'

installiert werden.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Tomahawk für Fedora

Wie Rex Dieter in seinem Blog schreibt, ist der social media player tomahawk seit kurzem Bestandteil der Fedora Repositories.

Momentan existieren zwar nur Pakete für Rawhide, Dieter geht aber davon aus, das die Pakete für Fedora 16 in Kürze folgen werden.

VirtualBox unter Fedora installieren

Um VirtualBox installieren zu können, muss man sich zuerst einmal entscheiden, ob man die OpenSource Edition („OSE“) oder die proprietäre Variante nutzen möchte.

Propietäre VirtualBox Version

Falls man sich gegen die OSE entscheidet, muss man zuerst einmal ein paar Pakete installieren, damit das Kernel-Modul nach jedem Kernel-Update automatisch für den neuen Kernel compiliert wird:

su -c 'yum install kernel-headers kernel-devel gcc gcc-c++ dkms'

Anschließend kann man sich einfach das Repo-File von VirtualBox herunterladen, unter /etc/yum.repos.d speichern und anschließend VirtualBox einfach via

su -c 'yum install virtualbox-4.1'

installieren.

OpenSource Edition von VirtualBox

Für die OSE benötigt man lediglich die Repos von rpmFusion um VirtualBox via

su -c'yum install VirtualBox-OSE – enablerepo=rpmfusion-updates-free-testing'

zu installieren. Die temporäre Aktivierung des testing-Repositories für die freien Komponenten ist notwendig, da sich das zwingend benötigte Paket mit dem Kernel-Modul für den Kernel 3.1.4 noch dort befindet und ansonsten nicht installiert werden würde.

Zuletzt müssen die Kernel-Module noch mittels

su -c '/etc/sysconfig/modules/VirtualBox-OSE.modules'

aktiviert und geladen werden.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Blueman: schlanker Bluetooth-Manager

Bei Blueman handelt es sich um eine schlanke Alternative zum Bluetooth Manager des Gnome Desktops1. Blueman setzt zwar auf GTK+ 2.x, hat jedoch nicht so viele Abhängigkeiten zum Gome-Desktop, was ihn insbesondere für Xfce- oder OpenBox-Nutzer interessant machen dürfte.

Da sich Blueman in den Fedora Repositories befindet, kann es einfach über

su -c'yum install blueman'

installiert werden. Anschließend muss gegebenenfalls noch ein Autostart-Eintrag für blueman-applet angelegt werden.

  1. gnome-bluetooth []

Trash-cli: Shell-Tool für den Mülleimer

Trash-cli ist ein Python Tool, mit dem man von der Shell aus auf den Mülleimer zugreifen kann. Unterstützt werden Gnome, KDE und alle anderen Desktops, die sich an die Freedesktop Spezifikation halten.

Trash-cli kann unter anderem Dateien in den Mülleimer befördern, Dateien wiederherstellen, den Inhalt des Mülleimers anzeigen und den Mülleimer leeren. Letzteres sogar auf Wunsch sogar nur für Dateien, die sich länger als x Tage im Mülleimer befinden.

Da sich Crontab in den Fedora Repositories befindet, kann es einfach über

yum install trash-cli

installiert werden.

Die Funktion zum Leeren des Mülleimers lässt sich auch bequem mit einem Crontab kombinieren, um z.B. jeden Tag um 0 Uhr den Mülleimer zu leeren. Ein entsprechender Crontab würde beispielsweise wie folgt aussehen:

0 0 * * * trash-empty

Wallpapoz: Das Hintergrundbild automatisch wechseln

Wer nicht immer nur ein und das selbe Hintergrundbild auf seinem Desktop haben möchte, aber auch keine Lust hat, das Hintergrundbild jedes mal von Hand zu ändern, sollte sich Wallpapoz anschauen.

Wallpapoz ist ein kleines Tool, das als Daemon im Hintergrund läuft und im vorgegebenen Intervall das Hintergrundbild ändert. Für die Konfiguration gibt es eine grafische Oberfläche, die auf den ersten Blick spartanisch wirk, es aber nicht ist. So kann man beispielsweise den Pool möglicher Hintergrundbilder entweder Verzeichnis weise oder Bild für Bild bestücken. Anschließend braucht man die Einstellungen nur noch zu speichern und den Deamon über die dafür vorgesehene Schaltfläche neu starten.

Wallpapoz befindet sich in den Fedora-Repositories und kann somit via

su -c'yum install wallpapoz'

installiert werden.

Pimp my Gnome-Shell

Wem das neue Standard-Theme von Gnome3 auf Dauer langweilig wird, der kann sich entweder bei Deviant Art oder Gnome-Look nach neuen Themes umschauen. Die Themes können dann entweder mit dem Gnome-Tweak-Tool installiert oder manuell nach ~/.themes entpackt werden. Letzteres hat den Vorteil, das man den Verzeichnisnamen und somit den Eintrag in der Liste der Themes des Gnome-Tweak-Tool beeinflussen kann.

Um ein Theme über das Gnome-Tweak-Tool installieren zu können, benötigen wir jedoch noch die User-Theme Erweiterung der Gnome-Shell, die wir mittels

su -c'yum install gnome-shell-extensions-user-theme'

installieren. Anschließend die Gnome-Shell neu starten und schon kann man der Gnome-Shell über das Gnome-Tweak-Tool ein neues  Theme verpassen. Bequemer geht es jedoch über die Theme-Selector Erweiterung, welche jedoch noch nicht in den Fedora-Repositories enthalten ist und deshalb mittels

su -c'yum install http://timlau.fedorapeople.org/files/gnome-shell/\
extensions/gnome-shell-extensions-theme-selector-0.9-3.fc15.noarch.rpm

installiert werden muss. Nach einem anschließenden Neustart der Gnome-Shell befindet sich in der Aktivitäten-Übersicht ein zusätzliches Register „Themes“ in dem man die installierten Themes bequem auswählen kann. Wenn man jedoch weitere Themes installiert, muss man anschließend die Shell neu starten, damit die Übersicht der Themes aktualisiert wird.