clamz

Wer des öfteren MP3s bei Amazon kauft, kennt das Problem: Sobald mehrere MP3s oder sogar ein ganzes Album kauft, benötigt man den MP3-Downloader von Amazon, der aber nur für Fedora 9(?) bereit steht. Um die MP3s dennoch herunter zu laden ist entweder einiges an Handarbeit nötig, um den MP3 Downloader auch unter neueren Versionen von Fedora zum Laufen zu bewegen oder man installiert clamz.

Clamz ist ein Kommandozeilen-Programm, welches die von Amazon beim Kauf mehrere MP3s zur Verfügung gestellte amz-Datei verarbeiten kann. Da clamz Teil des Fedora Repositories ist, kann es ganz einfach mittels

su -c'yum install clamz'

installiert werden. Sinnvollerweise trägt sich clamz im Firefox auch gleich als handler für amz-Dateien ein, so das diese automatisch von clamz verarbeitet und die MP3s von dem Amazon-Server herunter geladen werden können.

Das System mit package-cleanup aufräumen

Wer des öfteren Pakete installiert und deinstalliert, häuft mit der Zeit eine Menge an Paketen an, die von keiner Anwendung mehr benötigt werden. Um diese „Müllhalde“ ein wenig abzubauen, biete sich das Programm package-cleanup an, welches normalerweise für yum die Aufräumarbeiten verrichtet.

Package-cleanup ist Teil des yum-utils Paketes, das ggf. zuerst nachinstalliert werden muss.

su -c'yum install yum-utils'

Anschließend kann das Aufräumen beginnen, indem wir uns zuerst um die Pakete kümmern, die in den aktivierten yum-Repostitories (nicht mehr) vorhanden sind. Hierzu nutzen wir das Kommando

package-cleanup – orphans

welches uns eben diese Pakete auflistet, die wir anschließend mit yum deinstallieren können.

Im nächsten Schritt kümmern wir uns nun um verwaiste Pakete, die von keinem anderen Paket mehr benötigt werden. Diese lassen wir uns mittels

package-cleanup – leaves

anzeigen, und entfernen sie anschließend wie gewohnt mit yum. Es empfiehlt sich, diesen Schritt so oft zu wiederholen, bis alle „Paket-Leichen“ entfernt sind.

Jedoch sollte man nicht blind links alle von den oben genannten Kommandos aufgelisteten Pakete entfernen, da es durchaus vorkommen kann, das Pakete als „Leaves“ aufgelistet werden, die man aber noch benötigt. Das Paket libreoffice-calc von Fedora 15 wäre hierfür ein gutes Beispiel.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Überflüssige Anwendungen entfernen (1)

Fedora installiert viele Anwendungen, die ein normaler Anwender im alltäglichen Einsatz kaum benötigt. Aus diesem Grund wollen wir hier in loser Reihenfolge Programme aufzeigen, die man ohne große Bedenken entfernen kann.

Den Anfang machen heute folgende Programme:

  1. orca
  2. dasher
  3. vino

orca und dasher sind Tools für Menschen mit schwerer Sehbehinderung. Sofern man selber nicht Sehbehindert ist, kann man diese beiden Programme bedenkenlos entfernen:

su -c 'yum erase orca dasher'

Vino hingegen ist ein VNC-Server für Gnome, den man jedoch wohl auch kaum benötigen dürfte. Es sei denn, man möchte, das sich andere via VNC mit dem eigenen Rechner verbinden können. Vino entfernen wir kurz und schmerzlos durch folgendes Kommando:

su -c 'yum erase vino'

sudo einrichten

sudo ist ein Programm, um bestimmte Befehle in einer Shell mit root-Rechten auszuführen. Standardmäßig ist Fedora jedoch so konfiguriert, das man stattdessen das „su“ Kommando nutzen muss, um Befehle in einer Shell als Root auszuführen.

su birgt jedoch auch das Risiko, das man sich mittels „su -“ quasi als root am System einloggen und mehrere Befehle ausführen kann. Sudo hingegen lässt immer nur die Ausführung eines einzelnen Befehls zu und lässt sich darüber hinaus auch so konfigurieren, das bestimmte Befehle nicht per sudo ausgeführt werden können.

Um sudo nutzen zu können, muss man zuerst als root das Programm visudo starten

su -c'visudo'

Anschließend suchen wir die Zeile

## Allow root to run any commands anywhere

Unterhalb dieser Zeile fügen wir eine neue Zeile nach folgendem Muster ein:

<USERNAME> ALL=(ALL) ALL

Möchte man mehreren Benutzern die Möglichkeit einräumen, sudo zu nutzen, kann man auch einfach in der Zeile

#%wheel  ALL=(ALL)       ALL

das Rauten-Zeichen entfernen und die betreffenden Benutzer zu der Gruppe „wheel“ hinzufügen. Anschließend nur noch speichern und fertig.

Nun kann man z.B. sein System in der Shell via

sudo yum update

nach der Eingabe unseres Passwortes aktualisieren.