Nautilus: PDF-Dateien in einer Sandbox öffnen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wer des öfteren PDFs aus dem Internet herunterlädt oder einfach nur so auf Nummer sicher gehen möchte, das eventuell darin enthaltene Schädlinge bei ihm Schaden anrichten, sollte PDFs am besten in einer Sandbox anzeigen. Wie das mit Nautilus zu bewerkstelligen ist, zeigt das folgende HowTo.

Zuerst werden die Pakete nautilus-actions und policycoreutils-sandbox benötigt, die mittels

su -c'yum install nautilus-actions policycoreutils-sandbox'

installiert werden können.

Anschließend wird eine Datei namens fb17582e-91fc-4f14-9208-e1213587bc20.desktop und mit folgendem Inhalt erstellt:

[Desktop Entry]
Type=Action
Name[de_DE]=In Sandbox öffnen
Name[de]=In Sandbox öffnen
Tooltip[de_DE]=öffnet das Dokument in einer Sandbox
Tooltip[de]=öffnet das Dokument in einer Sandbox
ToolbarLabel[de_DE]=In Sandbox öffnen
ToolbarLabel[de]=In Sandbox öffnen
Icon[de_DE]=evince
Icon[de]=evince
Profiles=profile-zero;

[X-Action-Profile profile-zero]
Name[de_DE]=Vorgabeprofil
Name[de]=Vorgabeprofil
Exec=sandbox -X -t sandbox_x_t /usr/bin/evince %F
Basenames=*.pdf;
MimeTypes=application/pdf;

Nachdem im nächsten Schritt nautilus-actions-config-tool gesartet wurde, wählt man dort im Menü „Werkzeuge“ den Importassistenten aus und importiert die soeben erstellte Datei.

Anschließend findet man im Nautilus-Kontextmenü von PDF-Dateien ein neues Untermenü namens Nautilus-Actions actions, in dem sich unser Eintrag zum Öffnen von PDF-Dateien in einer Sandbox befindet.

Firefox als PDF-Reader nutzen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Die momentan von Fedora als Update verteilte Version 19 von Firefox hat das bislang optional erhältliche pdf.js Plugin fest integriert. Damit eröffnet sich auch die Möglichkeit, Firefox als (rudimentären) PDF-Reader zu nutzen.

Dazu müssen wir nur die Eigenschaften einer PDF-Datei öffnen, unter „Öffnen mit“ zuerst „Andere Anwendung …“1 und anschließend Firefox auswählen.

Nach dem Schließen der Dateieigenschaften werden PDF-Dateien ab sofort in Firefox entweder in einem neuen Fenster oder einem neuen Tab geöffnet. Je nach dem, wie man Firefox konfiguriert hat.

  1. kann unter Gnome und KDE auch anders heißen []

PDF-Shuffler – PDFs zusammenfügen

Für die Arbeit an PDFs gibt es eine Vielzahl von Programmen. Ein Programm, mit welchen man PDF-Dateien ordnen, zusammenfügen oder auch einzelne Seiten herauslösen und drehen kann, ist PDF-Shuffler.

Die Nutzung ist äußerst simpel und selbsterklärend gehalten. Via Drag&Drop kann man PDF-Dateien z.B. in das Hauptfenster ziehen. Um Seiten neu anzuordnen, zieht man diese einfach an die gewünschte Stelle (s. Screenshot). Hat man alle gewünschten Änderungen getätigt, exportiert man das Dokument einfach unter einem neuen Namen und fertig ist das neue Dokument.

Das Programm lässt sich aus den offiziellen Paketquellen von Fedora, in der aktuellen Version 0.60, installieren.

PDFs mit Mozplugger direkt im Browser anzeigen

Mozplugger ist ein Plugin für SeaMonkey und Firefox, das es erlaubt, verschiedene Anwendungen direkt in SeaMonkey/Firefox einzubetten und so z.B. PDFs direkt im Browser anzuzeigen.

Da Mozplugger teil des Fedora Repositories ist, lässt es sich schnell und einfach via

su -c'yum install mozplugger'

installieren.

Die Konfigurationsdatei von Mozplugger ist bereits für die Anzeige von PDFs mittels kpdf, xpdf, okular und ePDFView vorbereitet. Wer evince zur Anzeige von PDFs nutzt, muss die /etc/mozpluggerrc mittels

su -c'nano /etc/mozpluggerrc'

bearbeiten und dort in Zeile 282 folgendes einfügen:

repeat noisy swallow(evince) fill: evince "$file"

nach dem Speichern der Änderungen sowie einem obligatorischen Neustart von Firefox/SeaMonkey funktioniert Mozplugger auch mit Evince.

(via)