Braucht Linux eine Art UML für Specfiles?

Die Vielfalt von Linux wird immer als der größte Vorteil des freien Betriebssystems dargestellt, was auch durchaus stimmen mag. Aber eben diese Freiheit ist wahrscheinlich auch eines der größten Hindernisse, um Linux auch auf dem Desktop zum endgültigen Durchbruch zu verhelfen.

In der Linux-Welt gibt es mindestens zwei weit verbreitete Paketformate: .deb (Debian) und .rpm (RedHat). Was für Entwickler, die an einer möglichst weiten Verbreitung ihrer Software unter Linux bedeutet, das sie mindestens 2 Specfiles zum Erstellen von Paketen pflegen müssen. Oftmals greifen Softwareanbieter dann zu irgendwelchen Installern, welche die Programme dann an der Paketverwaltung vorbei installieren. Im schlimmsten Fall werden auf diesem Wege dann veraltete Libraries in das System gebracht, was dann zu diversen Problemen führen kann. Im schlimmsten Fall zu Sicherheitslücken im System.

Vor diesem Gesichtspunkt wäre es wahrscheinlich hilfreich, wenn sich die Entwickler der einzelnen Paketverwaltungen zusammensetzen würden und eine Art „UML für Specfiles“ definieren würden. Aus diesen UML-Specfiles könnte dann automatisiert für jedes Pakeformat, welches dieses unterstützt, das passende Specfile erzeugt werden. Im nächsten Schritt könnten dann aus dem generierten Specfiles ebenfalls automatisiert die Pakete gebaut werden.

UML für Specfiles - eine gute Idee?

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Google Chrome unter Fedora installieren

Wer Google Chrome als Browser nutzen und unter Fedora über die Paketverwaltung installieren möchte, muss zuerst mittels

su -c'nano /etc/yum.repos.d/google-chrome.repo'

eine .repo-Datei mit folgendem Inhalt erstellen

[google-chrome]
name=google-chrome
baseurl=http://dl.google.com/linux/chrome/rpm/stable/$basearch
enabled=1
gpgcheck=1
gpgkey=https://dl-ssl.google.com/linux/linux_signing_key.pub

Falls man ein 64bit System nutzt, muss in der baseurl lediglich das i386 durch x86_64 ersetzt werden.

Nachdem man die repo-Datei gespeichert hat, kann man Google Chrome über einen der folgenden Befehle installieren:

su -c'yum install google-chrome-stable'
su -c'yum install google-chrome-beta'
su -c'yum install google-chrome-unstable'

Je nachdem, welchen der Befehle man ausführt, wird entweder die aktuellste Stabile, Beta oder Entwickler-Version von Chrome installiert und zukünftig beim Erscheinen von Updates auch über die Paketverwaltung aktualisiert.

inoffizielles yum-Repository für Opera

Opera stellt seinen beliebten Browser zwar als rpm zum Download bereit, jedoch muss man diesen dann selber von Hand aktualisieren, sobald es eine neue Version gibt.

Wer diesen Aufwand scheut, dem sei das Repository von Matthias Summer nahe gelegt. Nachdem das Repository mittels

su -
cd /etc/yum.repos.d
wget http://www.beduine.de/repository/beduine.repo

installiert ist, kann man Opera einfach über die Paketverwaltung mittels

su -c'yum install opera'

installieren werden. Fortan wird man automatisch mit der jeweils aktuellsten Version aus dem Repository versorgt.