[Fedora 26] NetworkManager update mach WLAN unbenutzbar

Wer sein Fedora 26 über WLAN mit dem Internet verbindet, sollte nach dem installieren des aktuellen Updates für den NetworkManager auf Version 1.8.0 noch das Paket NetworkManager-wifi installieren, da ansonsten keine Verbindungen per WLAN mehr möglich sind.

Grund hierfür ist, das die Unterstützung für WLAN in Version 1.8 aus dem NetworkManager core entfernt und in ein Plugin ausgelagert wurde.

Fedora 18 kann als Access-Point fungieren

In der letzten FESCO Sitzung wurde unter anderem das von Dan Williams vorgeschlagene „RealHotspot“ Feature für Fedora 18 akzeptiert.

Hinter „RealHotspot“ verbirgt sich eine Erweiterung des NetworkManager, die es erlaubt, das eigene System als echten Access-Point zu nutzen und so die Internetverbindung mit anderen Geräten zu teilen. Bislang muss hierfür ein AdHoc Netzwerk eingerichtet werden, welche jedoch nicht sehr zuverlässig arbeiten, falls WPA oder WPA2 als Verschlüsselung zum Einsatz kommen. Darüber hinaus unterstützt bislang nicht jeder Treiber diese AdHoc-Modus.

wicd anstatt NetworkManager verwenden

Wer z.B. unter Xfce anstatt des NetworkManager lieber den schlanken wicd nutzen möchte, muss im Grunde nur folgende Schritte beachten:

Zuerst wird wicd aus dem Fedora Repository mittels

su -c'yum install wicd wicd-gtk'

installiert. Anschließend muss der Dienst noch aktiviert werden, was nur als root erledigt werden kann. Dazu sind folgende Kommandos nötig

su -
systemctl enable wicd.service
systemctl start wicd.service

Nun kann wicd über das grafische Frontend konfiguriert werden. Um schlussendlich den NetworkManager zu deaktivieren, sind folgende Kommandos notwendig

su -
systemctl stop NetworkManager.service
systemctl disable NetworkManager.service

Fortan werden die Netzwerkverbindungen von wicd anstatt NetworkManager verwaltet.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Kurztipp: UMTS-Zugang mit Fedora

Um mit Fedora mobil ins Internet zu gehen, ist heute kaum noch Arbeit von Hand zu erledigen. Gerade für Kunden mit UMTS-Flatrate beschränkt sich der Vorgang zur Installation und Aktivierung auf wenige Klicks – sowohl mit Gnome, als auch unter KDE.

Folgendes ist zu tun, hier am Beispiel eines ZTE MF100, der u.a. von o2 als Surfstick vertrieben wird. „Kurztipp: UMTS-Zugang mit Fedora“ weiterlesen