Fedora verabschiedet sich endgültig von System V

Wie Stephen Gallagher auf der Entwickler-Liste von Fedora berichtet hat, hat das FESCo in seiner Sitzung am 14. Oktober beschlossen, die Migration von System V zu Systemd mit Fedora 24 abzuschließen.

Dies bedeutet, das mit der für den 2. Februar 2016 geplanten Abspaltung des Fedora 24-Entwicklungszweigs von Rawhide alle Pakete, die noch System V Init-Scripte anstatt SystemD Units verwenden, unverzüglich aus Fedora entfernt werden, sofern die jeweiligen Paketbetreuer nicht bis spätestens zum 12. Januar 2016 beim FESCo um eine Ausnahme gebeten haben. Über diese Ausnahmen soll dann fallweise entschieden werden.

Änderungen an qemu 1.7 erschweren Migrationen

Wer VMs nutzt, die unter Fedora 17 und mit qemu erstellt wurden, sollte diese nach Möglichkeit noch vor dem Release von Fedora 21 auf die aktuelle qemu-Version migrieren, da dies ab Fedora 21 nicht mehr möglich sein wird.

„Schuld“ daran sind laut Cole Robinson einige historisch bedingte Fedora-only Patches, die in qemu 1.7 entfernt wurden und dafür sorgen, das qemu 1.7 Speicherabbilder, die mit älteren qemu-Versionen erstellt wurden, nicht mehr lesen kann.

Um das Problem zu umgehen, sollte man die Speicherabbilder unter Fedora 20 laden, anschließend die VMs komplett herunterfahren und im Anschluss daran mit virsh editieren und den maschine= Wert auf pc-1.6 oder ähnliches ändern. Nachdem dies geschehen ist, kann man die VMs wieder starten und anschließend die Speicherabbilder neu erzeugen. Diese lassen sich dann auch problemlos mit Fedora 21+ lesen.