Microsoft hilft Fedora bei UEFI Secure Boot

Die Fedora-Entwickler überlegen momentan anscheinend, den Signierdienst von Microsoft zu nutzen, um Fedora 18 auch auf Geräten mit aktiviertem Secure Boot installieren zu können.

Dies geht zumindest aus einem Blogpost von Matthew Garett hervor. Laut dem Blogpost wurden auch andere Optionen, wie beispielsweise das Versenden des Fedora Schlüssels an alle in Frage kommenden Hardwarehersteller, überlegt, aber letztendlich als unpraktikabel wieder verworfen.

Fragwürdiges Urteil

Wie heise online berichtet (>>klick) sind mehrere Open Source-Anbieter vor dem Schweizer Bundesgericht in letzter Instanz mit ihrer Klage gegen die Vergabe von Aufträgen an Microsoft ohne öffentliche Ausschreibung gescheitert, da das Gericht der Ansicht ist, das nicht ausreichend nach gewiesen wurde, das es tatsächlich Konkurrenzprodukte gibt.

Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht hatte die Klage in erster Instanz bereits letztes Jahr abgewiesen (>>klick), da angeblich nur Anbieter von Microsoft Software gegen die Auftragsvergabe hätten klagen können.

Microsoft will keine OpenSource Software im Marketplace

Wie die Kollegen von Winfuture berichten (>>klick), hat Microsoft in seinen Richtlinien für den Marketplace unter anderem Software, die GPL v3 lizensiert ist von der Aufnahme in den Marketplace ausgeschlossen.

Jan Wildeboer, der als Open Source-Evangelist bei Red Hat arbeitet, äußert sich in seinem Blog (>>klick) befremdet über diese Klausel. Laut Wildeboer trifft diese Klausel wohl auch Software, die lediglich GPL v3 lizensierte Bibliotheken nutz und Software, die unter Microsofts eigenen Open Souce Lizenzen1 lizensiert ist. Letzteres entbehrt zumindest nicht einer gewissen Ironie.

  1. „Microsoft Reciprocal License“ und „Microsoft Public License“ []

Kernel 2.6.32 ohne HyperV Treiber?

Wie unter anderem WinFuture berichtet, steht die Aufnahme des von Microsoft unter der GPL veröffentlichten HyperV Treibers für den Linux Kernel auf der Kippe. Der Treiber befindet sich zwar bereits im Staging-Bereich des Kernels und wurde mittel 200 Patches bereits an den Kernel angepasst, jedoch wartet Greg Kroah-Hartman nach eigener Aussage noch auf eine Antwort von Microsoft. Sollte diese nicht bald erfolgen, werde er den Treiber wieder aus dem Kernel 2.6.32 entfernen.

Millionenbußgeld gegen MS Deutschland verhängt

Wie das Linux Magazin berichtet, hat das Bundeskartellamt eine Strafe von 9 Millionen Euro gegen Microsoft Deutschland verhängt. Als Grund für die Verhängung des Bußgeldes heißt es, das Microsoft unerlaubterweise auf den Wiederverkaufspreis seines Softwarepaketes "Office Home&Student 2007" einfluss genommen habe.

Konkret sollen sich Mitarbeiter von Microsoft Deutschland "konkret um die Koordinierung der Preisgestaltung des Händlers bemüht" haben. Dies stellt eine in Deutschland verbotene Preisabsprache dar.