Verschwundene Firefox Addons reaktivieren

In die finale Version 7 von Firefox hat sich ein Bug eingeschlichen, der unter Umständen dazu führen kann, das Addons verschwunden sind. Mozilla hat das Problem zwar zwischenzeitlich mit der Veröffentlichung der Version 7.0.1 korrigiert, bis es jedoch aktualisierte Pakete für Fedora gibt, kann man sich dieses XPI als Workaround herunterladen und installieren.

Firefox 7 [Update]

Kurze Durchsage: Seit einigen Minuten gibt es Firefox 7 Pakete für Fedora 15 im Koji (hier und hier).

Die Installation erfolgt wie gewohnt über

su -c'yum install http://kojipkgs.fedoraproject.org/packages/\
xulrunner/7.0/1.fc15/i686/xulrunner-7.0-1.fc15.i686.rpm\
 http://kojipkgs.fedoraproject.org/packages/firefox/7.0/1.fc15/\
i686/firefox-7.0-1.fc15.i686.rpm'

Update

Mittlerweile ist auch das Thunderbird 7 Paket für Fedora 15 fertiggestellt. Die Installation erfolgt über

su -c'yum install http://kojipkgs.fedoraproject.org/packages/\
thunderbird/7.0/1.fc15/i686/thunderbird-7.0-1.fc15.i686.rpm'

Get them while they’re hot 😎

Chatzilla wieder zum Leben erwecken

Anscheinend wurde bei den letzten Firefox Updates vergessen, Chatzilla entsprechend zu patchen. Wer versucht, Chatzilla zu starten, wird feststellen müssen, das nichts passiert. Versucht man, Chatzilla im Terminal zu starten, erhält man zumindest folgende Fehlermeldung:

Error: Platform version '6.0' is not compatible with
minVersion >= 1.8
maxVersion <= 2.0.*

Da es zwar einen entsprechenden Bug gibt, der zuständige Entwickler bislang jedoch nicht reagiert hat, behelfen wir uns, indem wir Chatzilla selber patchen. Dazu führen wir folgenden Befehl im Terminal aus:

su -c'sed -i 's/2.0.*/6.0.*/g' /usr/share/chatzilla-0.9.86/application.ini'

Mit diesem Kommando ersetzen wir mit Hilfe von sed die Zeichenfolge „2.0.*“ in der application.ini von Chatzilla durch „6.0.*“ und reanimieren somit Chatzilla wieder zum Leben.

Update: Inzwischen befindet sich ein aktuelles chatzilla Paket in updates-testing, welches das Problem behebt.

System entrümpeln: nspluginwrapper

Wer ein 32bit System besitzt und Firefox für den Zugriff auf das Internet nutzt, kann das Plugin nspluginwrapper bedenkenlos entfernen, sofern es bei ihm installiert ist.

Um das Plugin zu entfernen, ist lediglich folgendes Kommando nötig

su -c'yum remove nspluginwrapper'

Falls jedoch (auch) andere Browser wie z.B. Epiphany genutzt werden, kann es durchaus sein, das nach der Deinstallation von nspluginwrapper Flash und andere Plugins nicht mehr funktionieren. Zumindest Epiphany greift auch auf 32bit Systemen auf nspluginwrapper zurück, um das Flash-Plugin zu nutzen. In diesem Fall muss nspluginwrapper wieder installiert werden.

Firefox in einer SELinux Sandbox ausführen

Die Sandbox von SELinux ist eine sehr nette Sache, um z.B. Webseiten in einer gesicherten Umgebung zu öffnen und zu verhindern, das der Rest des System durch Malware o.ä. in Mitleidenschaft gezogen wird.

Um beispielsweise Firefox in solch einer Sandbox auszuführen, kann man folgendes Kommando verwenden:

sandbox -t sandbox_web_t -X firefox

Dadurch wird Firefox mit einem „nackten“ Profil, d.h. ohne Erweiterungen etc. in einer Sandbox ausgeführt. Durch den Parameter „-t sandbox_web_t“ wird der Sandbox mitgeteilt, das sie den Zugriff auf das Internet erlauben soll.

Möchte man in der Sandbox ein vorhandenes Profil verwenden, ist dafür folgender Befehl notwendig

sandbox -X -t sandbox_web_t -i /home/<username>/.mozilla/extensions / 
-i /home/<username>/.mozilla/plugins /
-i /home/<username>/.mozilla/firefox/<Profilname>/ 
-i /home/<username>/.mozilla/firefox/profiles.ini firefox

Wobei es zu empfehlen ist, sich für die Sandbox ein separates Profil anzulegen.

(via)

Firefox und Thunderbird Beine machen

Viele kennen sicher das Problem, das Firefox und Thunderbird mit der Zeit immer länger zum Starten brauchen und auch während des Gebrauchs träger werden. Grund dafür sind die diversen SQLite Datenbanken, die sich mit der Zeit immer weiter aufblähen.

Dem Treiben kann man entweder durch spezielle Addons zu Leibe rücken oder folgendes Script einsetzen:

#!/bin/bash

OLDIFS=$IFS
IFS=$'\n'

# Variablen für die Profil-Verzeichnisse
FFDIR="${HOME}/.mozilla/firefox"
TBDIR="${HOME}/.thunderbird"

# Prüfung, ob Firefox oder Thunderbird noch ausgeführt werden
FFRUNNING=$(find "$FFDIR" -name lock)
TBRUNNING=$(find "$TBDIR" -name lock)

# Funktion, um zu prüfen, ob das Programm noch ausgeführt wird
function check_running {
  if [ -n "$1" ]
  then
    echo -e "\n${2} wird noch ausgeführt!\nBitte beenden Sie ${2}, ";
    echo "bevor Sie die Datenbanken komprimieren!\n";
    exit $3;
  fi
}

# Funktion zum Komprimieren der Datenbanken
function shrink_dbs {
  echo -e "\nKomprimiere ${1}-Datenbanken"
  FILES=$(find "${2}" -name *sqlite);

  for db in $FILES;
  do
    echo "VACUUM;" | sqlite3 $db ;
  done;

  echo -e "${1}-Datenbanken komprimiert\n"
}

# prüfen, ob FF und TB noch laufen
check_running "$FFRUNNING" "Firefox" -110
check_running "$TBRUNNING" "Thunderbird" -210

# Datenbanken komprimieren
shrink_dbs "Firefox" "$FFDIR"
shrink_dbs "Thunderbird" "$TBDIR"

IFS=$OLDIFS

Nachdem das Script durchgelaufen ist, sollten Firefox und Thunderbird ihre Aufgaben wieder etwas zügiger verrichten.

Update auf Thunderbird 5 für Fedora 15 im Anmarsch?

Wenn man berücksichtigt, dass das Update auf Thunderbird 3.1.11 nur als Build im Koji existierte und das es inzwischen ein Koji Build von Thunderbird 5 gibt, kommt einem der Verdacht, das nach Fedoras Firefox auch Thunderbird auf die aktuelle Version 5 gehievt werden wird.

Ob dem so ist, werden wohl die nächsten Tage zeigen. Wer nicht so lange warten möchte, kann das Koji Build von Thunderbird 5 mit folgendem Kommando installieren:

su -c'yum install http://kojipkgs.fedoraproject.org/packages/\
thunderbird/5.0/1.fc15/i686/thunderbird-5.0-1.fc15.i686.rpm'