Playground Repository für Fedora 21

Im Ramen der allmählich Fahrt aufnehmenden Entwicklung von Fedora 21 werden nach und nach auch erste Vorschläge für neue Features auf der Entwicklerliste gepostet.

Einer der Vorschläge ist ein so genanntes Playground Repository, welches es leichter machen soll, Pakete zu Fedora bei zu steuern. Das Playground Repository soll solche Pakete enthalten, die zwar noch nicht in den offiziellen Repositories enthalten, aber dennoch für Fedora-Nutzer nützlich sind.

Dazu wird das Playground Repository mit dem COPR-System verzahnt, so das man sein COPR-Projekt mit nur einem Mausklick für die Aufnahme in das Repository vorschlagen kann.

Fedora 20 kommt ohne SendMail

Eines der geplante Features für die kommende Version 20 von Fedora ist der Verzicht auf SendMail bei Neuinstallationen von Fedora.

Bislang wurde SendMail standardmäßig mit installiert, da cron und andere Programme früher einen MTA brauchten, um z.B. den Administrator über Fehler zu informieren. Da dies aber mittlerweile nicht mehr Fall ist und cron und andere Programme etwaige Fehlermeldungen ins SysLog schreiben und da die meisten Mailserver inzwischen keine Mails mehr von Dialup Hosts annehmen, möchte Lennart Poettering zusammen mit Matthew Miller SendMail aus der Standardinstallation von Fedora verbannen.

Steht „tmp on tmpfs“ auf der Kippe?

Momentan sieht es so aus, als ob das für Fedora 18 geplante Feature „tmp on tmpfs„, welches ein tmpfs als /tmp mounten soll, auf der Kippe steht.

Ausgehend von einer Mail Richhard W.M. Jones an die Entwicklerliste, in der er sich nach dem korrekten Vorgehen, um ein vom FESCO akzeptierten Feature rückgängig machen zu lassen erkundigt, haben sich auch andere Entwickler gemeldet, die dem Feature kritisch gegenüber stehen und eher Nach- als Vorteile darin sehen.

So wird unter anderem bemängelt, das bei Umsetzung des Features die Größe von /tmp von der Größe des Arbeitsspeichers und nicht mehr von der Größe der Festplatte(n) abhängt. Aber auch die angeblichen Performance-gewinne werden angezweifelt.

Im Verlauf der Diskussion innerhalb des entsprechenden FESCO-Tickets führt Richard W.M. Jones das Argument ins Feld, das Debian eine entsprechende Änderung bereits nach kurzer Zeit wieder rückgängig gemacht hat und das Ubuntu aufgrund dessen diese bereits geplante Änderung nicht vornehmen wird.

Lennard Poettering führt für das Feature die kaum existente Anzahl an Bugreports ins Feld, was von Kevin Kofler jedoch mit den Worten

Filing bugs assumes the feature is fixable in the first place. This one is not.

(Fehlerberichte bedeuten zunächst einmal, das ein Feature reparierbar ist. Dieses ist es nicht).

zurückgewiesen wird.

Letztendlich muss FESCO über die Zukunft von „tmp on tmpfs“ entscheiden, aber so wie es momentan aussieht, würde eine Rolle rückwärts bei diesem Thema wohl niemanden ernsthaft überraschen, da die Contra-Argumente momentan zu überwiegen scheinen.

Fedora 18 kann als Access-Point fungieren

In der letzten FESCO Sitzung wurde unter anderem das von Dan Williams vorgeschlagene „RealHotspot“ Feature für Fedora 18 akzeptiert.

Hinter „RealHotspot“ verbirgt sich eine Erweiterung des NetworkManager, die es erlaubt, das eigene System als echten Access-Point zu nutzen und so die Internetverbindung mit anderen Geräten zu teilen. Bislang muss hierfür ein AdHoc Netzwerk eingerichtet werden, welche jedoch nicht sehr zuverlässig arbeiten, falls WPA oder WPA2 als Verschlüsselung zum Einsatz kommen. Darüber hinaus unterstützt bislang nicht jeder Treiber diese AdHoc-Modus.