Firefox ohne OpenH264-Codec-Download

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wer sich bislang gefragt hat, warum der Firefox von Fedora den von Cisco gespendeten OpenH264-Codec nicht automatisch herunterlädt, dem sei gesagt, das der Download aus (lizenz)rechtlichen Gründen standardmäßig in den Fedora-Paketen von Firefox ab 33.1-2 deaktiviert ist.

Wer den automatischen Codec-Download wieder reaktivieren möchte, der muss dafür zuerst about:config öffnen und dort folgende Boolean-Werte anlegen und auf true setzen:

media.gmp-gmpopenh264.autoupdate
media.gmp-gmpopenh264.enabled

Zum Schluss muss noch der Wert media.gmp-gmpopenh264.provider.enabled ebenfalls auf true geändert werden. Nach einem Neustart von Firefox sollte dieser den Codec wieder automatisch herunterladen und nutzen.

IMHO: Was fehlt: silent updates

IMHO ist der Kommentar von Fedora-Blog.de.
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

Seit einigen Versionen beherrscht PackageKit in Kombination mit Gnome so genannte „Offline-Updates“, was nichts anderes bedeutet, als das Updates während des Bootvorgangs in einer speziellen Umgebung installiert werden.

Wenn man diesen Gedanken jedoch konsequent zu ende denkt, können die Offline-Updates nur der erste Schritt auf dem Weg zu stillen Updates, die man auch etwas vulgär „halt die Klappe und mach einfach Modus“ nennen könnte, gewesen sein. Dieser zweite Schritt ist jedoch eigentlich schon mehr als überfällig.

Oder um es mit den Worten von David Sieg zu sagen:

… Jetzt mal ehrlich: Wen interessiert, dass libcurl, libfoo und libArsch aktualisiert wurden?

Das sind doch wieder Informationen, die nur Arch-, Gentoo- und andere Wirrköpfe brauchen…

Die meisten Benutzer dürfte es in der Tat kaum interessieren, welche Pakete gerade aktualisiert werden sollen. Sie wollen einfach ein stabiles und sicheres System, mit dem sie arbeiten können und nicht mit für sie belanglosen Informationen, wie eben der, welche Updates verfügbar sind, belästigt werden.

Microsoft hat das erkannt und bietet diese stillen Updates, bei dem die Updates im Hintergrund heruntergeladen und beim nächsten Herunterfahren des Systems installiert werden, schon seit einiger Zeit an. Warum tut sich Linux dann bitte so schwer damit seinen Nutzern so etwas anzubieten?

Oder ist Linux im Grunde noch immer ein System von Freaks für Freaks?

Yum: Abhängigkeiten automatisch entfernen

Unabhängig vom remove-leaves-Plugin für yum, das wir bereits vorgestellt haben, verfügt yum seit einiger Zeit auch über eine vergleichbare Funktion.

Um diese zu aktivieren, müssen wir zuerst die yum.conf bearbeiten

su -c'nano /etc/yum.conf'

Dort fügen wir im Abschnitt [main] folgende Zeile ein:

clean_requirements_on_remove=1

Nach dem obligatorischen Speichern wird yum zukünftig beim Deinstallieren von Paketen auch deren Abhängigkeiten, die von keinem weiteren Paket genutzt werden, mit entfernen.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!