Videos konvertieren

Wer unter Fedora zum Beispiel ein Video im MP4-Format in das freie (und besser komprimierende) WebM-Format umwandeln möchte, muss dafür zuerst das ffmpeg Paket aus dem rpmFusion Repository installieren, sofern nicht bereits geschehen:

su -c'yum install ffmpeg'

Anschließend kann man die Umwandlung mit folgendem Kommando starten:

ffmpeg -i foo.ext foo.webm

Wobei foo.ext durch den Dateinamen der Quelldatei und foo.webm durch den Zieldateinamen ersetzt werden müssen.

Update

Wer lieber den von der BBC entwickelten Dirac Codec bevorzugt, muss zuerst sicherstellen, dass das Paket schroedinger installieren:

su -c'yum install schroedinger'

Die Umwandlung erfolgt anschließend per

ffmpeg -i foo.ext -qscale 25 -vcodec libschroedinger foo.mkv

Die Platzhalter foo.ext und foo.mkv müssen entsprechend der gewünschten Quell- und Ziel-Dateinamen ersetzt werden.

Den Wert des Parameters qscale kann man den eigenen Bedürfnissen entsprechend anpassen. Mögliche Werte sind von 0 (Verlustfrei) bis 255.

4 Antworten auf „Videos konvertieren“

  1. You are aware that webm is just a container? You actually don’t change the video or audio stream if you don’t reencode and just dump the data into a new container. So ‚besser komprimierend‘ seems doubtful.

    1. Yes, I know. But the command should convert the given video file to a vp8/webm video. In my cases the webm files were several megabytes smaler than the original files.

  2. Das mit der besseren Kompression von VP8 ist so eine Sache, über die trefflich diskutiert werden kann. Im MP4-Container findet meist (aber nicht zwingend) eine AAC-Audiospur und eine nach dem H264-Standard häufig mit der Implementierung x264 codierte Videospur Anwendung. Beides ist derzeit State-Of-The-Art. Auch wenn Google die Überlegenheit seines VP8-Codecs bei jeder Gelegenheit betont, sieht die Realität hier doch ernüchternd aus. Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/VP8#Vergleich_zu_H.264.2FAVC) verweist im VP8-Artikel auf Vergleiche der Qualität von x264 und VP8, die alle zu dem Ergebnis kommen, dass x264 in jedem Bereich (z.B. in Sachen Bitrate) bessere Qualität liefert. Nebenbei bemerkt steht der x264-Codec unter der GPL. Dass er dabei möglicherweise Patente verletzt, ist aber auch klar. In Sachen Patentverletzungen gehen die Meinungen zu VP8 allerdings auch auseinander. Wer einen wirklich freien Codec (eventuell sogar frei von fremden Patenten ;-)) benutzen möchte, der es halbwegs mit x264 aufnehmen kann, der sollte sich einmal den von der BBC entwickelten Dirac (http://de.wikipedia.org/wiki/Dirac_%28Codec%29) ansehen.

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