Thunar: Dateien per Kontextmenü ver- und entschlüsseln

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Durch die jüngsten Veröffentlichungen über die Spähprogramme PRISM und Tempora ist das Thema Verschlüsselung zumindest kurzfristig wieder in den Focus einer breiteren Öffentlichkeit geraden.

Der Xfce Dateimanager Thunar bietet mit seinen benutzerdefinierten Aktionen eine Möglichkeit, das Kontextmenü des Dateimanagers schnell und einfach zu erweitern. Um Dateien über das Kontextmenü von Thunar zu ver-/entschlüsseln, werden lediglich zwei benutzerdefinierte Aktionen benötigt.

Für die Verschlüsselung von Dateien legen wir eine Aktion mit folgendem Befehl an

/usr/bin/gpg2 -c %f

für die wir im Register „Dateizuordnung“ alle Checkboxen bis auf „Ordner“ aktivieren.

Für das Entschlüsseln erstellen wir eine benutzerdefinierte Aktion mit dem Befehl

/usr/bin/gpg2 %f

für diese Aktion aktivieren wir im Register jedoch lediglich die Checkbox „Andere Dateien“ und geben als Dateimuster

*.gpg

an.

Dieses Howto geht davon aus, das GnuPG 2.x verwendet wird. Falls Sie jedoch das standardmäßig installierte GnuPG 1.x verwenden, ersetzen Sie einfach „gpg2“ durch „gpg“.

13 Antworten auf „Thunar: Dateien per Kontextmenü ver- und entschlüsseln“

  1. Hallo Heiko,
    ich habe Xubuntu 12.04.2/Xfce 4.10 installiert. Leider tuts deine Anleitung bei mir nicht. Im Kontextmenü taucht zwar „Verschlüsseln“ auf, aber verschlüsseln tut sich nichts.
    Gnupg2 habe ich nachinstalliert und deine Syntax in „gnupg2“ bzw. „gnupg“ (so heißen die Dateien in Synaptics) geändert und auch nen Neustart gemacht. leider kein Erfolg.
    Kurzer Rat, wenn du Zeit hast, wäre nett- Danke und Grüsse E.

    1. Hast Du mal probiert, den Befehl im Terminal auszuführen?
      %f muss natürlich durch einen existierenden Dateinamen ersetzt werden 😉

      1. Guten Morgen Heiko,
        Verschlüsseln funktioniert auf einmal, aber Entschlüsseln nicht!
        C&P-Fehler kann ich ausschliessen….
        Schiet ook un warum?

          1. ekkehard@ekkehard-900HD:~$ /usr/bin/gpg2 %f
            gpg: ‚%f‘ kann nicht geöffnet werden
            ekkehard@ekkehard-900HD:~$ /usr/bin/gpg2 %f

  2. @Ekkehard: Wenn Du die Befehle im Terminal testen willst, musst Du den Platzhalter %f durch einen existierenden Dateinamen ersetzen. Sonst funktioniert der Befehl natürlich nicht.

    1. Lieber Heiko,
      so schön , soweit , so gut!
      giving up, for this moment:
      please be informed: irgendwas stimmt da nicht!

      Grüsse Ekkehard

    2. hi,
      ich habe keine Lust, mich zu verrennen:
      Unter Xubuntu ist dein Hiinweis betreff Verschlüsselung anscheinend ein Muster ohne Wert.
      Schade..
      giving up….

      1. Das dürfte dann aber eher an Xubuntu oder deren gpg Version liegen und nicht an meinem HowTo. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

  3. Funktioniert bei mir mit Xubuntu 13.04 & Xfce4.10 ohne Probleme, habe allerdings eine Anmerkung, kommt am Ende, hier mal was meine Konsole ausspuckt.

    ~/Arbeitsfläche$ echo -e Dann „\n“eben „\n“so\!\! > Testdatei
    ~/Arbeitsfläche$ cat Testdatei
    Dann
    eben
    so!!
    ~/Arbeitsfläche$ /usr/bin/gpg -c Testdatei

    -> Hier öffnet sich ein kl. Fenster um eine Passphrase einzugeben, was dann wiederholt werden muss…

    ~/Arbeitsfläche$ls
    Testdatei
    Testdatei.gpg

    -> Um dann wirklich zu testen, wird die Datei Testdatei gelöscht.
    ~/Arbeitsfläche$rm Testdatei

    ~/Arbeitsfläche$ /usr/bin/gpg Testdatei

    -> Fenster für PW öffnet sich….

    Nun die Anmerkung: Sollte die dann angelegte unverschlüsselte Orginaldatei nicht gleich gelöscht werden?
    Evtl. durch den Befehl /usr/bin/gpg -c %f && rm %f

    ???Nur Überlegungen, nicht in Thunar versucht, nur in der Konsole, da wenig Zeit

    LG der b.

      1. hi, ich will natürlich meine KiPos vor den Augen der Welt verstecken, ansonsten kann jeder alles von mir wissen, ich habe ja nichts zu verbergen 😀
        Noch fummele ich und bin froh, klugerweise erst einmal eine Versuchsdatei erschaffen zu haben.
        Dat geht et nich!
        Irgendwann, so ist es mir oft gegangen, gehts dann, unerklärlicherweise.
        Grüsse einstweilen und ein schönes WE
        Ekkehard

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