Fedora 25: Wayland wird Standard-Displayserver für Workstation

Das FESCO (Fedora Steering Comitee) hat am Donnerstag beschlossen, das für die Workstation-Variante von Fedora 25 Wayland der standardmäßig verwendete Displayserver sein soll. Es soll aber auch weiterhin die Möglichkeit geben, X als Displayserver zu verwenden. Den übrigen Desktop-Spins von Fedora bleibt es freigestellt, welchen Displayserver sie standardmäßig nutzen.

FESCO behält sich jedoch auch die Option vor, diese Entscheidung rückgängig zu machen, falls im weiteren Verlauf der Entwicklung von Fedora 25 Fehler in Wayland auftauchen sollten, die einen Einsatz als standardmäßigen Displayserver nicht (mehr) rechtfertigen.

Update 2017-08-21 10:07: Der Link zum FESCO-Ticket im Artikel wurde korrigiert.

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Fedora 22: GDM wieder unter X laufen lassen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Mit Fedora 22 wird der Login-Screen des Gnome Display-Managers GDM standardmäßig Wayland verwenden, während die Gnome-Sitzungen weiterhin unter dem X-Server ausgeführt werden.

Wer dem GDM die Nutzung von Wayland (z.B. wegen Anzeigeproblemen) wieder abgewöhnen möchte, der muss lediglich die Datei /etc/gdm/custom.conf editieren und unter [daemon] folgende Zeile einfügen:

WaylandEnable=false

Ab dem nächsten Neustart des GDM wird dieser wieder wie bisher den X-Server für den Login-Screen verwenden.

Wayland für Fedora

Wie Golem.de berichtet, wird die nächste Fedora Version eine experimentelle Version des Grafikservers Wayland enthalten, die jedoch nur zum "Herumspielen" gedacht ist. Golem.de beruft sich dabei auf eine Mail von Adam Jackson auf der Fedora Entwickler-Liste.

Auch wenn Fedora damit indirekt dem Beispiel von Ubuntu folgt, gibt es bislang keinen konkreten Zeitplan für einen Umstieg von X11 auf Wayland für Fedora.

Moblin 2.0 mit rootless X-Server

Wie Pro-Linux berichtet, wird Moblin mit der kommenden Version die erste Distribution überhaupt sein, die einen X-Server verwendet, der ohne Root-Rechte auskommt.

Das die Grafiktreiber für Intel Grafikchips momentan die einzigen sind, die die Grafikmodus-Umschaltung durch den Kernel beherrschen, ist in diesem Fall wohl zu vernachlässigen, da Moblin primär für den Einsatz auf Intel-Hardware konzipiert ist..