Firefox on Wayland: Workaround zum Kopieren von Texten

Die aktuellste Version des Firefox-Paketes bietet die Möglichkeit, Firefox mit dem experimentellen Wayland-Backend zu nutzen. Da das Backend wie erwähnt noch als experimentell gekennzeichnet ist, hat es somit auch noch einige Kinderkrankheiten. So zum Beispiel das Problem, das man keine Texte aus Firefox über die Zwischenablage in andere Anwendungen kopieren kann.

Zumindest für dieses Problem gibt einen relativ einfachen Workaround: Den zu kopierenden Text markieren und ein paar Pixel nach unten ziehen, um ihn „abzukoppeln“. Anschließend kann man den Text per Drag’n’Drop zum Beispiel in einen Texteditor ziehen und diesem somit quasi als Zwischenablage verwenden.

Quelle: reddit

Fedora 25: Wayland wird Standard-Displayserver für Workstation

Das FESCO (Fedora Steering Comitee) hat am Donnerstag beschlossen, das für die Workstation-Variante von Fedora 25 Wayland der standardmäßig verwendete Displayserver sein soll. Es soll aber auch weiterhin die Möglichkeit geben, X als Displayserver zu verwenden. Den übrigen Desktop-Spins von Fedora bleibt es freigestellt, welchen Displayserver sie standardmäßig nutzen.

FESCO behält sich jedoch auch die Option vor, diese Entscheidung rückgängig zu machen, falls im weiteren Verlauf der Entwicklung von Fedora 25 Fehler in Wayland auftauchen sollten, die einen Einsatz als standardmäßigen Displayserver nicht (mehr) rechtfertigen.

Update 2017-08-21 10:07: Der Link zum FESCO-Ticket im Artikel wurde korrigiert.

Die veröffentlichten News werden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Eine Garantie für die Vollständigkeit und/oder Richtigkeit wird nicht übernommen.

Wayland

GnomelogoIch habe jetzt mal ein paar Tage anstatt des X-Display-Servers dessen Nachfolger Wayland genutzt. Wieder erwarten hat Wayland soweit einen ganz ordentlichen Eindruck unter GNOME 3.18 hinterlassen.

Das einzige was mich ein wenig gestört hat, waren folgende Punkte:

  • kleinere Darstellungsfehler beim Start von Programmen (Teile des Programmfensters waren beim Programmstart für kurze Zeit schwarz).
  • Der Mauszeiger „klemmt“ immer mal wieder.
  • Waylands Font-Rendering unterscheidet sich erkennbar von dem des X-Servers.
  • Der Login-Sound wird, anders als unter X, erst abgespielt, wenn GNOME komplett geladen ist.
  • Die GNOME Shell verursacht etwas mehr Prozessorlast und lässt sich nicht via ALT+F2 und „r“ neustarten.
  • Fenster, die minimiert und dann wiederhergestellt werden, frieren beim Wiederherstellen ein und können nur durch einen Neustart der Anwendung „reanimiert“ werden (Bugreport).

Habt Ihr auch schon mal einen Blick auf Wayland geworfen und wenn ja, wo „klemmt“ es bei Euch noch?

Fedora 22: flackernder GDM-Login Bildschirm

Beim unter Fedora 22 verwendeten GDM 3.16 kann es in Verbindung mit Intel-GPUs dazu kommen, das der Login-Bildschirm stark flackert, sobald die Maus oder Tastatur benutzt (Fehlerberichte hier und hier). Einige Anwender berichten jedoch, das es sich hierbei wohl eher um ein Problem mit dem Kernel 4.0 zu handeln scheint, da das Problem mit einem Kernel <= 3.19 nicht auftreten scheint.

Der derzeit einzige Workaround für das Problem ist, den GDM Login-Bildschirm wieder unter dem X-Server ausführen zu lassen (HowTo).

Fedora 22: GDM wieder unter X laufen lassen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Mit Fedora 22 wird der Login-Screen des Gnome Display-Managers GDM standardmäßig Wayland verwenden, während die Gnome-Sitzungen weiterhin unter dem X-Server ausgeführt werden.

Wer dem GDM die Nutzung von Wayland (z.B. wegen Anzeigeproblemen) wieder abgewöhnen möchte, der muss lediglich die Datei /etc/gdm/custom.conf editieren und unter [daemon] folgende Zeile einfügen:

WaylandEnable=false

Ab dem nächsten Neustart des GDM wird dieser wieder wie bisher den X-Server für den Login-Screen verwenden.

Wayland für Fedora

Wie Golem.de berichtet, wird die nächste Fedora Version eine experimentelle Version des Grafikservers Wayland enthalten, die jedoch nur zum "Herumspielen" gedacht ist. Golem.de beruft sich dabei auf eine Mail von Adam Jackson auf der Fedora Entwickler-Liste.

Auch wenn Fedora damit indirekt dem Beispiel von Ubuntu folgt, gibt es bislang keinen konkreten Zeitplan für einen Umstieg von X11 auf Wayland für Fedora.