dnf soll fedup und upgrade.img beerben

Auf der Fedora-Entwicklerliste wurde gestern ein Änderungsvorschlag für Fedora 23 vorgestellt, der dafür sorgen soll, das zukünftig nicht mehr fedup und upgrade.img, sondern einzig Fedoras neuer Paketmanager dnf Systemupgrades durchführen soll.

Bislang werden für Systemupgrades die separaten Tool fedup bzw. upgrade.img verwendet, welche jedoch unabhängig vom jeweiligen Paketmanager des Systems arbeiten. Hinzu kommt, das zumindest letzteres auch teilweise auf undokumentierte und deshalb nicht unterstützte Funktionen von systemd zugegriffen hat, was beim Versuch, fedup durch dnf zu ersetzen immer wieder zu Problemen geführt hat.

dnf soll hingegen auf den, von dem systemd-Entwicklern empfohlenen, Offline-Update-Modus von systemd zurückgreifen und die Verwendung von upgrade.img überflüssig machen.

Neue Nummerierung für Fedora-Kernel

Wie Justin M. Forbes in seinem Blog schreibt, wird der aktuelle Kernel 3.7.2 als 0-Day-Update für Fedora 18 kommen. Zeitgleich wird die Nummerierung für das Release der Kernel-Pakete geändert. Das Release ist die Nummer im Paketnamen nach dem Bindestrich und das Baserelease ist die Nummer, mit der die Releasenummer bei jeder Fedora-Version startet.

Im Falle vom Fedora 18 Kernel-Paket, das den Namen

kernel-3.7.2-201.fc18.x86_64 
kernel-3.7.2-201.fc18.i686

trägt, ist das Release folglich die 201.

Im letzten community kernel meeting wurde jetzt beschlossen, folgende Basereleases für die Kernel zu verwenden:

Fedora-VersionKernel-Baserelease
17101
18201
19301

Dadurch sollten Probleme bei Upgrades verhindert werden, da sich die Release-Nummern der jeweiligen Kernel-Pakete definitiv unterscheiden. Bislang konnte es unter ungünstigen Konstellationen vorkommen, das nach einem Upgrade auf eine neue Fedora Version kein passender Kernel vorhanden war, da die Kernel-Version der alten Fedora-Version zu hoch war. Dies ist mit der genannten Umstellung nicht mehr möglich.

Fedora 18: falsche Keymap korrigieren

Wer sein System via yum auf Fedora 18 aktualisiert hat und anschließend ein englisches Tastaturlayout hat, der sollte folgende Befehle ausführen, um wieder ein deutsches Tastaturlayout zu bekommen:

su -c'localectl set-x11-keymap de'
su -c'localectl set-keymap de'

Nach einem anschließenden Neustart des Systems sollte die Tastatur wieder das deutsche Layout nutzen.

Fedora Upgrade per yum

Achtung: Das Upgrade via yum ist zwar in zwischen relativ ausgiebig getestet, aber nach wie vor nicht offiziell unterstützt und definitiv nur für erfahrene Anwender geeignet, die wissen, wie sie etwaige Probleme beheben können!

Neben dem Upgrade per PreUpgrade (bis Fedora 16) bzw. fedup (ab Fedora 17) gibt es auch noch die Möglichkeit, sein System mit Hilfe von yum zu upgraden. Wer sich dazu entschließt, diesen nicht ganz ungefährlichen Weg zu gehen, sollte vorher zumindest schauen, ob

package-cleanup --problems

Ergebnisse liefert und die aufgelisteten Probleme aus der Welt schaffen, bevor er das eigentliche Upgrade in Angriff nimmt. Idealerweise sollte man aber auch

package-cleanup --leaves
package-cleanup --orphans

vor dem Upgrade ausgeführt und abgearbeitet haben.

Für das eigentliche Upgrade hat Miroslav Suchý ein Shell-Skript geschrieben, das die notwendigen Schritte soweit wie möglich automatisiert. Das Skript bekommt man hier. Es empfiehlt sich, vor dem Upgrade die Desktopumgebung zu beenden und per STRG+ALT+F2 in eine Shell zu wechseln und das Skript dort ausführbar zu machen und anschließend zu starten.

Nach dem das Skript seine Arbeit erfolgreich beendet hat, ist ein abschließender Reboot des Systems notwendig. Nach dem Reboot sowie einem weiteren Update des Systems sollte man nochmals die Kommandos

package-cleanup --leaves
package-cleanup --orphans

ausführen und verwaiste und nicht mehr benötigte Pakete aus dem System entfernen, um zukünftige Probleme zu vermeiden.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Fedora 16: CUPS funktioniert nicht mehr

Nach dem Upgrade auf Fedora 16 kann es vorkommen, das der Cups Dienst anscheinend nicht mehr funktioniert. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, muss zuerst folgendes Kommando ausgeführt werden:

su -c'systemctl status cups.service'

Falls nun unter anderem folgende Zeile zu lesen ist

loaded (/lib/systemd/system/cups.service; disabled)

kann das Problem durch folgende Befehle beseitigt werden

su -c'systemctl enable cups.service'
su -c'systemctl start cups.service'

Ansonsten sollte ein

su -c'systemctl restart cups.service'

reichen, um den Dienst neu zu starten.

Update:

Das Problem ist als Bug 731421 bereits bekannt und sollte inzwischen auch behoben sein.

Fedora 16: Grub-Einstellungen werden nach dem Upgrade nicht aktualisiert

Momentan scheint es so, als ob Preupgrade bzw. der Installer für das Upgrade die Grub-Einstellungen nicht aktualisiert (Bugreport).

Wer ebenfalls von diesem Problem betroffen ist, hat nur die Möglichkeit, den noch vorhandenen Fedora 15 Kernel zu booten und entweder einen aktuelleren Fedora 16 Kernel zu installieren oder die Grub-Einstellungen von Hand zu aktualisieren.

IMHO: Preupgrade sucks!

Sorry, wenn ich es so deutlich sage, aber im Moment bringt dieser Haufen Bits und Bytes mich zum Wahnsinn!

Ich wolle heute mein System auf Fedora 16 upgraden und habe dafür den (empfohlenen) Weg über Preupgrade gewählt. Glaubt mir, ein DVD-ISO mit einer 2000er DSL Leitung herunterladen macht nicht wirklich Spaß 😉 Wie dem auch sei: nachdem Preupgrade die notwendigen Dateien heruntergeladen hat, ging es zum obligatorischen Neustart, wo jedoch nichts passierte. Keine Boot-Meldungen, kein Anaconda, das gestartet wurde, einfach absolut nichts. Nur ein schwarzer Bildschirm. Auch das Einfügen der anscheinend fehlenden Zeile

root (hd0, 1)

brachte keinen Erfolg. Der Installer für das Preupgrade wollte sich ums Verrecken partout nicht starten lassen. Von daher werde ich warten müssen, bis die Beta von Fedora 16 freigegeben ist und mir dann den Xfce Spin für das Upgrade herunterladen, denn

Preupgrade ist der letzte Mist! 👿