Spotify Client für Fedora 16

Spotifiy läuft ja schon seit einer Weile in Österreich und soll demnächst auch in Deutschland starten.

Linux-User werden sich wohl freuen – native Linux-Unterstützung lockt! Zwar gibt es die vorerst nur für Premium- und Unlimited-Kunden, aber bei Spotify wird an der Einschränkung gearbeitet.

Leider verstehen immer noch zuviele unter „Linux-Unterstützung“ „läuft unter Ubuntu“ und warten Repositories für andere Distros dementsprechend lasch. Daher ist es wichtig, das offizielle Repository NICHT zu verwenden, da dort scheinbar bei Fedora 14 bereits Schluß ist.

Stattdessen ist „the alien way“ einzuschlagen: Das Debian-Paket umzuwandeln hat einwandfrei funktioniert. In einzelnen Schritten sieht das in etwa so aus:

Git installieren

# yum -y install perl-ExtUtils-MakeMaker gcc qt-webkit rpm-build git

Alien bauen und installieren

# cd /tmp
# git clone git://git.kitenet.net/alien
# cd alien
# perl Makefile.PL; make; make install

Spotify holen. Im Verzeichnis http://repository.spotify.com/pool/non-free/s/spotify/ ist sowohl die 32Bit-, als auch die 64Bit-Variante

# wget http://repository.spotify.com/pool/non-free/s/spotify/spotify-client-qt_0.6.6.10.gbd39032.58-1_i386.deb
# /usr/local/bin/alien --to-rpm spotify-client-qt_0.6.6.10.gbd39032.58-1_i386.deb
# rpm -Uvh --nodeps spotify-client-qt-0.6.6.10.gbd39032.58-2.i386.rpm
# ln -s /usr/lib/libssl.so.1.0.0g /usr/lib/libssl.so.0.9.8
# ln -s /lib/libcrypto.so.1.0.0g /lib/libcrypto.so.0.9.8

Für die 64Bit-Variante ist der lib-Pfad natürlich lib64.

Jetzt kann Spotify ganz normal gestartet werden. Der Urheber des ursprünglichen Guide beschreibt dann zwar eine Cache corruption, die nach dem ersten Start auftritt, allerdings konnte ich diesen Fehler nicht nachvollziehen.

Fedora und Facebook

Ich bin vermutlich nicht der einzige, der sich täglich in sozialen Netzwerken tummelt. Gerade als heavy-user schätzt man einen dedizierten Client, der optimalerweise mehrere Netzwerke unterstützt und sich in den Desktop einpasst. Nachdem ich auch Facebook so verwenden will, bleiben mir für Linux nicht gerade viele Alternativen.

Gwibber war früher die erste Wahl und gerade in Ubuntu 9.04 und 10.04 hat es auch ausgezeichnet funktioniert. Dort haben dann aber die Probleme mit Facebook angefangen. Nach einiger Zeit Absenz habe ich es wieder probiert und musste feststellen, dass der Facebook-Support jetzt komplett kaputt ist. Die Authentifizierung funktioniert wunderbar, allerdings werden weder Nachrichten empfangen, noch gesendet. So wie es aussieht, ist den Gwibber-Entwicklern der Bug bereits vor Monaten gesendet worden. Ein Grund für die Fehlfunktion wird wohl sein, dass Gwibber in Fedora die Facebook-App fedora-gwibber und nicht die „offizielle“ Gwibber-App von Facebook benötigt – wieso auch immer. Fedora-Gwibber erteilt nicht die Rechte, um auf die Wall schreiben und die Wall lesen zu können, da kanns wohl nicht funktionieren.

Bisher hat Tweetdeck als Chromium-Extension immer gut funktioniert. Jetzt ist der Facebook-Support kaputt. Der News-Feed wird zwar angezeigt und neue Postings können erstellt werden, allerdings sind alle anderen Funktionen gestrichen worden. Absicht oder keine? Der zeitliche Zusammenhang mit dem Kauf durch Twitter lässt einen eindeutigen Schluss erahnen.

Yoono als Standalone-App/Plugin für Firefox kommt bei mir unter Windows zum Einsatz, dort funktioniert die Desktop-Integration der Standalone-App sehr gut – unter Linux/Gnome 3 scheint die Integration überhaupt nicht zu funktionieren. Das Mozilla-Plugin funktioniert zwar, aber ich war noch nie ein Freund von Browserlösungen, da viel zu unflexibel.

Was ist los mit den Gwibber-Leuten? Vor allem, was ist mit den Mainteinern bei Redhat? Gwibber war mal wirklich ein vernünftiger Client. Ich kann mir bei Gott nicht vorstellen, dass niemand Fedora in Gwibber verwendet. Von außen sieht es so aus, als ob man immer noch mit dem Versionssprung auf 3.x beschäftigt ist. Es wäre sehr schade, wenn der einzige wirklich vernünftige Client vor die Hunde geht.

Übrigens: Wenn irgendjemand eine wirklich gute Alternative  für einen Twitter/Facebook/Statusnet-Client hat, ich bin immer für Vorschläge offen.

IMHO: TeamViewer für Fedora: Etikettenschwindel

Wer Besitzer eines 64bit Systems ist und aus welchen Gründen auch immer den TeamViewer installieren muss, wird beim Besuch der Download-Seite im ersten Moment stutzen. Während es für SuSE(!) und Debian/Ubuntu jeweils seperate Downloads für die 32- und 64bit Versionen gibt, bekommt man als Fedora Nutzer nur einen einzigen Download angeboten, der dann auch noch als

Red Hat, Fedora, Mandriva (32/64-Bit)

etikettiert ist, was im ersten Moment super klingt.

Bei näherem Nachdenken kommen einem aber erste Zweifel. Ein Paket sowohl für 32- als auch für 64bit Systeme? Wie soll das gehen, wenn doch beim Erstellen des Paketes und nicht erst während der Installation entschieden wird, für welche Architektur das jeweilige Paket ist? Und spätestens bei der Installation kommt dann das böse Erwachen, da das angebliche Kombi-Paket unzählige i6861 Pakete erfordert und yum diese auch brav mit installieren möchte.

Ich weiss ja nicht, wie die Leser dieses Blogs das sehen, aber für mich ist so etwas einfach nur ein absolut peinlicher Etikettenschwindel. Zumal man es für SuSE ja auch schafft, separate Pakete für die 32- und 64bit Versionen anzubieten. Und SuSE nutzt bekanntlich auch rpm als Paketmanagement.

  1. 32bit Intel-CPUs der Pentium Pro Generation oder neuer []

IMHO: Die AusweisApp und Linux: Ein Trauerspiel!

Mitte des Jahres war es endlich so weit: Die Linux-Version der AusweisApp für Linux wurde nach langem Warten veröffentlicht. Seit dem sind knapp 6 Monate vergangen und zu den damals veröffentlichen Paketen für Debian und Ubuntu hat sich zwischenzeitlich nur ein Paket für OpenSuse gesellt. Pakete für andere Distributionen aus den Top-10 von Distrowatch sucht man hingegen nach wie vor vergebens.

Ebenfalls wenig Vertrauenerweckend sind auch folgende Sätze, die man auf der Download-Seite lesen „darf“:

Hinweis für Nutzer von Ubuntu 11.04 und 11.10
Der Fenstermanager unity wird nicht unterstützt (siehe FAQ-Eintrag).

Oder etwa

Die aktuelle Version 1.5 der AusweisApp für Windows unterstützt den Internetbrowser Firefox 7. Eine Lösung für die Linux Distributionen wird derzeit erarbeitet.

Auch wenn man über Unity geteilter Meinung sein darf, so gibt es doch kein sehr gutes Bild ab, wenn eine Anwendung (aus welchen Gründen auch immer) eine oder mehrere Benutzeroberflächen nicht unterstützt.

Aber auch der Umstand, das es bei der Linux-Version einer anderen „Lösung“ bedarf, als bei der Windows-Version, um die Anwendung zum Firefox 7 kompatibel zu machen, wirkt nicht wirklich professionell. Zumindest, wenn es darum geht, Software für mehrere Plattformen parallel zu entwickeln. Das die Linux-Version zumindest bei den Versionsnummern hinterherhinkt, fällt da schon nicht mehr arg ins Gewicht.

Liebes BIS, so wird das nix mit der gewünschten Akzeptanz des ePerso. Warum sollte ich mir diesen ach so tollen Personalausweis früher als nötig zulegen, wenn ich ihn nicht mit dem Betriebssystem meiner Wahl nutzen kann? Für die fälligen 29 Euro findet sich garantiert eine bessere Verwendung :mrgreen:

Vielleicht sollte Fedora-Blog.de eine Presseanfrage1 an das verantwortliche BSI richten, ob und wann weitere Distributionen unterstützt werden oder wie man sich als Nutzer einer (noch) nicht unterstützten Distribution verhalten soll, wenn man den ePerso im Internet nutzen möchte 😉

  1. oder zumindest eine Anfrage im Namen von Fedora-Blog.de []

Weckruf an die deutsche Fedora Community

Die deutsche Fedora Community scheint nach wie vor in einer Art Dornröschen Schlaf und obendrein stark fragmentiert zu sein.

Vor einigen Jahren wurde FedoraUsers.de mit Ziel gestartet, eine Art Eingangstor zur deutschen Community zu sein. Inzwischen muss man sich wohl eingestehen, das dieses Ziel verfehlt wurde. Während die Ubuntu Community es geschafft hat, mit UbuntuUsers ein lebendiges Portal auf die Beine zustellen, das auch eine gewisse Aktualität hat, hat die deutsche Fedora-Community dem nichts entgegen zu setzen.

FedoraUsers.de, FedoraForum.de und FedoraWiki sind eigenständige Seiten und spiegeln sehr treffend die Fragmentierung der deutschen Fedora Community wieder. Hier sollte zumindest dahingehend Abhilfe geschaffen werden, das die drei genannten Seiten zu einem gemeinsamen Portal zusammengefasst werden, auf dem beispielsweise die neusten Nachrichten rund um Fedora, die neusten Threads im Forum sowie die neusten Wiki-Artikel zusammengefasst werden.

Wenn die deutsche Ubuntu-Community so etwas auf die Beine stellen kann, warum schaffen wir1 es nicht, etwas vergleichbares zu stemmen?

  1. die deutsche Fedora Community []

Mendeley unter Fedora 15

Wer so wie ich momentan an einer Diplomarbeit oder an einer anderen wissenschaftlichen Arbeit schreibt, wird sich früher oder später mit dem Thema Literatuverwaltung auseinandersetzen müssen.

Bisher habe ich dafür mangels besserer Alternative Jabref eingesetzt, das sich aber mit seiner etwas undurchdachten GUI nicht gerade intuitiv bedienen lässt. Auf der Suche nach einer anderen Literaturverwaltung, die sich dazu noch anständig in den Desktop einpassen lässt, bin ich auf Mendeley gestoßen. Mendeley ist zwar unfreie Software, hat aber einige interessante Features:

  • Synchronisation mit dem eigenen Mendeley-Konto
  • OpenOffice/LibreOffice Writer Plugin
  • Automatischer Import von mehr als 50 Internetquellen (Amazon, PubMed, Springerlink, usw)
  • Export in verschiedene Formate (BibTex, Zotero, PDF, Text, RIS, …)
  • Verknüpfen mit PDF-Dokumenten

Für Ubuntu gibt es ein Repository, damit sich Mendeley Desktop bequem installieren lässt, leider braucht es für Fedora 14/15 einiges an Handarbeit. „Mendeley unter Fedora 15“ weiterlesen

Fedora 15 mit Verspätung

Nun also doch. Wie abzusehen war verspätet sich der offizielle Release von Fedora 15 Lovelock erneut. Der eigentlich für den 10. Mai 2011 vorgesehene Termin wurde schon einmal um eine Woche auf den 17. Mai 2011 verschoben. Eine weitere Woche, also der 24. Mai 2011 soll jetzt die endgültige Version veröffentlicht werden. Hoffen wir es! Fedora ist auch in ihren letzten Versionen dafür bekannt geworden den eigentlich angepeilten Release-Termin nicht einhalten zu können. Da es von offizieller Seite sind noch einige Funktionen zu testen gibt, die erst kurzfristig implementiert wurden. Deswegen wird für den 19. April ein Beta-Release angepeilt.

Meiner Meinung hat diese Verschiebung auch den Hintergrund sich etwas von Ubuntu abzuheben. Canonical veröffentlicht seine Linux-Distribution am 28. April 2011, womit beide Distributionen sehr nahe beieinander gelegen hätten. Wer weiß – wir können uns nur wünschen, dass diese Verschiebungen auch den gewünschten Erfolg für den Endnutzer bereithält und wir keinen „fedoranischen Frickelteppich“ erleben.