CryptKeeper: Handling von EncFS-Volumes einfach gemacht

Bei CryptKeeper handelt es sich um kein kleines Tool, das sich nach dem Start im Benachrichtigungsbereich des Desktops einnistet und das schnelle und bequeme Ein- und Aushängen von EncFS-Volumes erlaubt.

CryptKeeper kann mittels

su -c'yum install cryptkeeper'

aus dem Fedora Repository installiert werden.

Nach dem Start verbirgt sich das Programm hinter einem unscheinbaren Schlüssel-Symbol im Benachrichtigungsbereich. Per Klick auf das Icon können

  • EncFS-Volumes ein- oder ausgehängt,
  • bestehende EncFS-Volumes in das Programm importiert oder
  • neue EncFS-Volumes erstellt

werden. Über einen Rechtsklick gelangt man schnell in die Einstellungen, wo man u.a. den bevorzugten Dateimanager sowie ein paar weitere Optionen einstellen kann.

CryptKeeper Optionen
CryptKeeper Optionen

Wer des öfteren mit EncFS-Volumes arbeitet, sollte sich CryptKeeper auf jeden Fall einmal anschauen.

Update-Benachrichtigungen mit Xfce4 Bordmitteln

Wir haben hier ja bereits gezeigt, wie man die Update-Benachrichtigungen unter Xfce nachrüsten kann.

Es gibt jedoch noch eine etwas elegantere Methode, um das ganze mit Xfce Bordmitteln zu realisieren. Dazu benötigen wir zuerst einmal das Xfce Genmon Plugin, welches wir über

su -c'yum install xfce4-genmon-plugin'

installieren und anschließend auf dem Panel platzieren.

Als nächstes legen wir ein Shell-Script mit folgendem Inhalt an

#!/bin/bash

# Reference: 
http://lists.fedoraproject.org/pipermail/xfce/2011-November/000841.html

# From "man yum"
#    check-update
#        Implemented  so  you  could know if your machine had any updates
#        that needed to be  applied  without  running  it  interactively.
#        Returns exit value of 100 if there are packages available for an
#        update. Also returns a list of the packages  to  be  updated  in
#        list  format. Returns 0 if no packages are available for update.
#        Returns 1 if an error occurred.

# Dependencies:  Oxygen icons
#                gpk-update-viewer  (yum install gnome-packagekit)

updates=$( yum check-update -q )
status=$?

if [ $status = 100 ]
    then
       echo -e "<img>/usr/share/icons/gnome/22x22/status/software-update-available.png</img>"
       echo -e "<tool>Updates Available</tool>"
       echo -e "<click>gpk-update-viewer</click>"
elif [ $status = 1 ]
    then
       echo -e "<img>/usr/share/icons/gnome/22x22/status/error.png</img>"
       echo -e "<tool>the script returned an error</tool>"
       echo -e "<click>gpk-update-viewer</click>"
elif [ $status = 0 ]
    then
       echo -e "<img>/usr/share/icons/gnome/22x22/status/dialog-information.png</img>"
       echo -e "<tool>all updates applied</tool>"
       echo -e "<click>gpk-update-viewer</click>"
else
       echo -e "<img>/usr/share/icons/gnome/22x22/status/stock_dialog-warning.png</img>"
       echo -e "<tool>status is unknown</tool>"
       echo -e "<click>gpk-update-viewer</click>"
fi

Im vorletzten Schritt machen wir das Script ausführbar, indem wir folgenden Befehl im Terminal ausführen

chmod +x <Pfad und Dateiname des Scripts>

Zum Schluss öffnen wir die Eigenschaften des Genmon-Plugins und tragen unter „Befehl“ den Pfad inklusive Dateinamen unseres Scriptes sowie unter „Intervall“ das Intervall für die Update-Prüfung ein. Persönlich würde ich ein Intervall von 3600 Sekunden (= 60 Minuten) empfehlen. Sobald Updates verfügbar sind, ändert sich das Icon in das selbe, welches PackageKit für die Anzeige von verfügbaren Icons verwendet.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Lokale Dropbox für BoxCryptor konfigurieren

BoxCryptor ist eine Tool, das es erlaubt, vom Android-Handy auf ein mit EncFS verschlüsseltes Verzeichnis zuzugreifen. Um ein solches Verzeichnis in der lokalen Dropbox anzulegen, muss man zuerst ein EncFS-Verzeichnis sowie den notwendigen Mountpunkt erstellen:

encfs ~/Dropbox/.android ~/Android

Im Assistenten für die Einrichtung des EncFS-Verzeichnisses muss man nun „x“ für die Experten-Einstellung wählen, da BoxCryptor nicht alle EncFS-Features unterstützt. Nachdem man die Einstellungen für die Verschlüsselung nach den eigenen Wünschen vorgenommen hat, muss als filename encoding algorythm die Option „Stream“ gewählt und die nachfolgenden 4 Fragen mit „no“ beantwortet werden.

Nach der Einrichtung des EncFS-Verzeichnisses sollte man den EncFS Key von der Synchronisation ausschließen

~/.dropbox-dist/dropbox exclude add ~/Dropbox/.android/.encfs6.xml

Im nächsten muss nun noch die BoxCryptor App auf dem Smartphone installiert und gestartet werden. Nach dem Start der App muss nur noch das Verzeichnis „.android“ ausgewählt und der EncFS Key eingegeben werden. Fortan kann man über das lokale  Verzeichnis ~/Android Dateien verschlüsselt mit dem Android Smartphone austauschen.

Desktopsuche „Tracker“ deaktivieren

Seit Gnome 3.2 ist die Desktopsuche „Tracker“ sehr stark mit dem Gnome-Desktop verzahnt. Das führt jedoch auch dazu, das man Tracker teilweise aufgrund der Abhängigkeiten nicht entfernen kann, selbst wenn man den Gnome-Desktop nicht nutzt. Beispielsweise, wenn man Shotwell unter Xfce nutzen will.

Nichts desto trotz lässt sich Tracker durch folgende Kommandos zumindest deaktivieren

cp /etc/xdg/autostart/tracker* ~/.config/autostart/
echo "Hidden=true" >> ~/.config/autostart/tracker-miner-flickr.desktop
echo "Hidden=true" >> ~/.config/autostart/tracker-miner-fs.desktop
echo "Hidden=true" >> ~/.config/autostart/tracker-store.desktop

Nachdem man die oben genannten Kommandos ausgeführt hat, wird Tracker ab dem nächsten Login/Neustart nicht mehr gestartet.

Um ein versehentliches Starten von Tracker zu verhindern, empfiehlt es sich, das Paket tracker-ui-tools mittels

su -c'yum erase tracker-ui-tools'

zu deinstallieren.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Trash-cli: Shell-Tool für den Mülleimer

Trash-cli ist ein Python Tool, mit dem man von der Shell aus auf den Mülleimer zugreifen kann. Unterstützt werden Gnome, KDE und alle anderen Desktops, die sich an die Freedesktop Spezifikation halten.

Trash-cli kann unter anderem Dateien in den Mülleimer befördern, Dateien wiederherstellen, den Inhalt des Mülleimers anzeigen und den Mülleimer leeren. Letzteres sogar auf Wunsch sogar nur für Dateien, die sich länger als x Tage im Mülleimer befinden.

Da sich Crontab in den Fedora Repositories befindet, kann es einfach über

yum install trash-cli

installiert werden.

Die Funktion zum Leeren des Mülleimers lässt sich auch bequem mit einem Crontab kombinieren, um z.B. jeden Tag um 0 Uhr den Mülleimer zu leeren. Ein entsprechender Crontab würde beispielsweise wie folgt aussehen:

0 0 * * * trash-empty

Wallpapoz: Das Hintergrundbild automatisch wechseln

Wer nicht immer nur ein und das selbe Hintergrundbild auf seinem Desktop haben möchte, aber auch keine Lust hat, das Hintergrundbild jedes mal von Hand zu ändern, sollte sich Wallpapoz anschauen.

Wallpapoz ist ein kleines Tool, das als Daemon im Hintergrund läuft und im vorgegebenen Intervall das Hintergrundbild ändert. Für die Konfiguration gibt es eine grafische Oberfläche, die auf den ersten Blick spartanisch wirk, es aber nicht ist. So kann man beispielsweise den Pool möglicher Hintergrundbilder entweder Verzeichnis weise oder Bild für Bild bestücken. Anschließend braucht man die Einstellungen nur noch zu speichern und den Deamon über die dafür vorgesehene Schaltfläche neu starten.

Wallpapoz befindet sich in den Fedora-Repositories und kann somit via

su -c'yum install wallpapoz'

installiert werden.

Pimp my Gnome-Shell

Wem das neue Standard-Theme von Gnome3 auf Dauer langweilig wird, der kann sich entweder bei Deviant Art oder Gnome-Look nach neuen Themes umschauen. Die Themes können dann entweder mit dem Gnome-Tweak-Tool installiert oder manuell nach ~/.themes entpackt werden. Letzteres hat den Vorteil, das man den Verzeichnisnamen und somit den Eintrag in der Liste der Themes des Gnome-Tweak-Tool beeinflussen kann.

Um ein Theme über das Gnome-Tweak-Tool installieren zu können, benötigen wir jedoch noch die User-Theme Erweiterung der Gnome-Shell, die wir mittels

su -c'yum install gnome-shell-extensions-user-theme'

installieren. Anschließend die Gnome-Shell neu starten und schon kann man der Gnome-Shell über das Gnome-Tweak-Tool ein neues  Theme verpassen. Bequemer geht es jedoch über die Theme-Selector Erweiterung, welche jedoch noch nicht in den Fedora-Repositories enthalten ist und deshalb mittels

su -c'yum install http://timlau.fedorapeople.org/files/gnome-shell/\
extensions/gnome-shell-extensions-theme-selector-0.9-3.fc15.noarch.rpm

installiert werden muss. Nach einem anschließenden Neustart der Gnome-Shell befindet sich in der Aktivitäten-Übersicht ein zusätzliches Register „Themes“ in dem man die installierten Themes bequem auswählen kann. Wenn man jedoch weitere Themes installiert, muss man anschließend die Shell neu starten, damit die Übersicht der Themes aktualisiert wird.