dnf soll fedup und upgrade.img beerben

Auf der Fedora-Entwicklerliste wurde gestern ein Änderungsvorschlag für Fedora 23 vorgestellt, der dafür sorgen soll, das zukünftig nicht mehr fedup und upgrade.img, sondern einzig Fedoras neuer Paketmanager dnf Systemupgrades durchführen soll.

Bislang werden für Systemupgrades die separaten Tool fedup bzw. upgrade.img verwendet, welche jedoch unabhängig vom jeweiligen Paketmanager des Systems arbeiten. Hinzu kommt, das zumindest letzteres auch teilweise auf undokumentierte und deshalb nicht unterstützte Funktionen von systemd zugegriffen hat, was beim Versuch, fedup durch dnf zu ersetzen immer wieder zu Problemen geführt hat.

dnf soll hingegen auf den, von dem systemd-Entwicklern empfohlenen, Offline-Update-Modus von systemd zurückgreifen und die Verwendung von upgrade.img überflüssig machen.

Datum und Uhrzeit mit timesyncd aktuell halten

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Bereits vor einiger Zeit haben wir hier beschrieben, wie man sein Fedora auf die systemd Komponenten networkd und timesyncd umstellt.

Um timesyncd für die Synchronisation von Datum und Uhrzeit zu nutzen, muss zuerst timesyncd mitgeteilt werden, welche Zeitserver es verwenden soll. Dazu müssen folgende Zeilen in /etc/systemd/timesyncd.conf eingefügt werden:

NTP=0.fedora.pool.ntp.org 1.fedora.pool.ntp.org 2.fedora.pool.ntp.org 3.fedora.pool.ntp.org
FallbackNTP=0.pool.ntp.org 1.pool.ntp.org 0.fr.pool.ntp.org

Im nächsten Schritt muss nun noch die Synchronisation via ntp aktiviert werden

su -c'timedatectl set-ntp true'

Um Probleme beim Stellen der Systemzeit zu vermeiden, sollte man timesyncd zusätzlich noch anweisen, die Systemuhr auch in UTC zu stellen

su -c'timedatectl set-local-rtc 0'

Nachdem die obrigen Schritte ausgeführt wurden, kümmert sich fortan Systemd auch um die korrekte Uhrzeit und das korrekte Daum des Systems.

Das System mit rpmconf entrümpeln

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wenn neue Versionen eines Paketes geänderte Konfigurationsdateien mitbringen, werden diese von yum standardmäßig parallel zu den vorhandenen Konfigurationsdateien mit dem zusätzlichen Suffix .rpmnew gespeichert und müssen manuell zusammengeführt werden.

Hingegen werden bei der Deinstallation von Paketen teilweise Backups der enthaltenen Konfigurationsdateien mit dem Suffix .rpmsave angelegt, um die momentane Konfiguration bei einer Neuinstallation schnell wiederherstellen zu können.

In beiden Fällen wird das eigene System jedoch auf lange Sicht ziemlich zugemüllt, was sich negativ auf die Performance auswirken kann und man sollte deshalb von Zeit zu Zeit mal aufräumen. Hier kommt das Tool rpmconf ins Spiel, das genau für diese Zwecke geschaffen wurde.

Falls rpmconf noch nicht installiert ist, muss zuerst das gleichnamige Paket installiert werden

su -c'yum install rpmconf'

Im nächsten Schritt sollte man zuerst eventuell vorhandene .rpmnew Dateien zusammenführen. Dies kann man mittels

su -c'rpmconf -a'

bewerkstelligt werden. Sofern .rpmnew Dateien vorhanden sind, fragt rpmconf dann für jede einzelne Datei ab, was mit dieser passieren soll.

Sobald man alle .rpmnew Dateien zusammengeführt hat, kann man sich mittels

su -c'rpmconf -c'

daran machen, das System von dem unnötigen Datenballast zu befreien.

Dieser Schritt kann unter Umständen etwas länger dauern, was jedoch von verschiedenen Faktoren, wie der Geschwindigkeit von Prozessor und Festplatte sowie der Anzahl der installierten Pakete, abhängt.

LXDM Autologin aktivieren

Um die Autologin Funktion des LXDM zu aktivieren, sind folgende Schritte notwendig:

Zuerst muss sichergestellt werden, das im Home-Verzeichnis des Benutzers, der automatisch eingeloggt werden soll, die Datei .dmrc existiert und das der Schlüssel Session den gewünschten Wert hat. Falls die Datei nicht existiert, muss sie folgenden Inhalt1 enthalten:

[Desktop]
Language=de_DE.UTF-8
Layout=de    nodeadkeys
Session=xfce

Im nächsten Schritt muss die Datei /etc/lxdm/lxdm.conf bearbeitet werden. Da hierfür root-Rechte notwendig sind, hilft uns folgendes Kommando

su -c'nano /etc/lxdm/lxdm.conf'

Nun muss lediglich unter [Base] der Schlüssel autologin entkommentiert werden. Als Wert für den Schlüssel tragen wir den Benutzernamen ein, der automatisch eingeloggt werden soll.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

  1. Die einzelnen Werte können natürlich den eigenen Wünschen entsprechend angepasst werden. []

Mit thunar auf Windows-Freigaben zugreifen

Um mit dem Xfce Dateimanager thunar auf eine Windows-Freigabe zugreifen zu können, muss zuerst mittels

rpm -qa|grep gvfs-smb

sichergestellt sein, dass das Samba-Modul für die Gnome Virtual File System1 installiert ist. Falls dies nicht der Fall ist, muss das Modul via

su -c'yum install gvfs-smb'

installiert werden.

Um nun auf die Windows-Freigabe zu zugreifen, öffnet man thunar und wählt im Menü „Gehe zu“ den Eintrag „Ort öffnen“ aus. Im sich öffnenden Eingabedialog gibt man

smb://<Server>/<Freigabe>

ein, wobei <Server> durch den Rechnernamen oder die IP-Adresse des Windows-Rechners und <Freigabe> durch den Namen der Freigabe ersetzt werden müssen. Das Ganze würde dann beispielsweise so aussehen:

smb://192.168.10.50/Musik

Nachdem die Freigabe geöffnet wurde, kann man den Ordner ganz einfach per Drag&Drop in die Lesezeichenleiste am linken Rand ziehen, um die Freigabe zukünftig schnell und einfach zu erreichen.

  1. gvfs []

Umstellung auf systemd wird weiter vorangetrieben

Auf der Entwickler-Liste hat Thomas Mraz heute darauf hingewiesen, das Pakete, die ausschließlich Init-Scripte für System-V und keine systemd-Pendants enthalten, gegen die Regeln für das Erstellen von Paketen verstoßen.

Auch wenn es nicht explizit beschlossen wurde, so werden die Paket-Verwalter gewarnt, das es durchaus passieren könne, das solche Pakete noch vor dem Release der Alpha von Fedora 17 geblockt werden. Mit „geblockt“ sei in diesem Fall die Entfernung aus den Fedora Repositories gemeint. Ein geblocktes Paket könne danach nur durch ein neues Review wieder in die Distribution aufgenommen werden.

Das System mit pkcon aktualisieren

Seit einigen Versionen nutzt Fedora PackageKit als grafische Oberfläche für das Paketmanagement. Vielen dürfte wahrscheinlich jedoch nicht bekannt sein, das PackageKit mit pkcon auch in der Konsole nutzbar ist.

Um sein System mittels pkcon zu aktualisieren, stehen folgende Kommandos zur Verfügung:

pkcon get-updates
pkcon update

pkcon get-updates prüft, ob neue Updates bereitstehen und gibt gegebenenfalls eine Liste der verfügbaren Updates aus.

Um die Updates zu installieren, wird pkcon mit dem Parameter update aufgerufen, um alle Updates zu installieren. Um nur ein bestimmtes Update zu installieren, wird pkcon als zusätzlichem Parameter der Name des Paketes übergeben. Beispielsweise

pkcon update kernel

Um einen neuen Kernel zu installieren.