Bilderlisten für den Xfce Desktop per Shell-Skript erstellen/aktualisieren

Der Xfce Desktop bietet die Möglichkeit, anstatt einzelner Bilder auch Bilderlisten als Hintergrundbild zu verwenden. Wenn man jedoch des öfteren solche Bilderlisten erstellt oder aktualisiert, ist die manuelle Erstellung der Listen auf Dauer relativ aufwendig.

Schneller geht es mit folgendem, einfachen, Shell-Skript

#! /bin/bash

if [ -n "$1" ]
then
    echo "# xfce backdrop list" > "$1/$2"
    find "$3" -name "$4"|sort >> "$1/$2"
else
    echo -e "\nUsage:\nlistcreate.sh SavePath FileName SearchPath Pattern\n"
    echo -e "Parameters:"
    echo -e "SavePath: Path where the filelist is saved"    
    echo -e "FileName: Filename of imagelist"
    echo -e "SearchPath: Path where to look for files"
    echo -e "Pattern: The search-pattern\n"
fi

Das Skript erstellt eine Bilderliste gemäß dem übergebenen Parametern und speichert sie an dem angegebenen Ort. Falls dort bereits eine Liste mit dem gleichen Namen existiert, wird die vorhandene Liste überschrieben und somit aktualisiert.

Trash-cli: Shell-Tool für den Mülleimer

Trash-cli ist ein Python Tool, mit dem man von der Shell aus auf den Mülleimer zugreifen kann. Unterstützt werden Gnome, KDE und alle anderen Desktops, die sich an die Freedesktop Spezifikation halten.

Trash-cli kann unter anderem Dateien in den Mülleimer befördern, Dateien wiederherstellen, den Inhalt des Mülleimers anzeigen und den Mülleimer leeren. Letzteres sogar auf Wunsch sogar nur für Dateien, die sich länger als x Tage im Mülleimer befinden.

Da sich Crontab in den Fedora Repositories befindet, kann es einfach über

yum install trash-cli

installiert werden.

Die Funktion zum Leeren des Mülleimers lässt sich auch bequem mit einem Crontab kombinieren, um z.B. jeden Tag um 0 Uhr den Mülleimer zu leeren. Ein entsprechender Crontab würde beispielsweise wie folgt aussehen:

0 0 * * * trash-empty

Orage mit dem Google Kalender synchronisieren

Die Xfce Kalender-Anwendung Orage bietet zwar keine direkte Funktion zur Synchronisation mit dem Google Kalender, jedoch kann man die Fremddateien-Funktion für diese Zwecke relativ einfach zweckentfremden und zumindest eine rudimentäre Synchronisation verwirklichen. Dafür machen wir uns den Umstand zu Nutze, das Google für jeden Kalender, den man selber angelegt hat, eine private URL zur Verfügung stellt.

Um die Synchronisation zu realisieren, erstellen wir zuerst ein Shell-Script nach folgendem Muster

#! /bin/bash
/usr/bin/wget -q <private URL>

um den Kalender im nächsten Schritt per Crontab herunter zu laden.

Um den Kalender stets aktuell zu halten, legen wir über

crontab -e

einen zusätzlichen Crontab nach folgendem Muster an:

*/30 * * * * <pfad zum shellscript>

In diesem Fall wird die Kalender-Datei alle 30 Minuten heruntergeladen, was normalerweise ausreichend sein sollte. Im letzten Schritt öffnen wir nun Orage und fügen unter Datei > Tauschdaten > Fremddateien unsere Google-Kalenderdatei zu Orage hinzu.

 

Thunderbird-Profil per Shell-Script sichern

Für alle, die ihr Thunderbird-Profil per Shell-Script sichern möchten, habe ich da schon mal etwas vorbereitet: :mrgreen:

#!/bin/bash

FILENAME="backup_thunderbird_"$(date +"%Y%m%d").tar.gz
LOGFILE="backup_thunderbird_"$(date +"%Y%m%d").log
BACKUPDIR="/home/"$(whoami)"/Dokumente/Privat"
TBDIR="/home/"$(whoami)"/.thunderbird"

# prüfen, ob das angegebene Profil-Verzeichnis existiert
if [ ! -d $TBDIR ]
then
  echo "Das Thunderbird-Profil-Verzeichnis ist ungültig!";
  exit -1;
else
  # prüfen, ob Thunderbird noch ausgeführt wird
  RUNNING=$(find "$TBDIR" -name lock)
fi

if [ -n "$RUNNING" ]
then
  echo "Thunderbird wird noch ausgeführt!";
  echo "Bitte beenden Sie Thunderbird, bevor Sie das Backup starten!";
  exit -1;
fi

# Backup erstellen
echo "erstelle Backup"
tar zcvf $BACKUPDIR/$FILENAME $TBDIR > $BACKUPDIR/$LOGFILE

echo "Backup erstellt"

Das Script ist eigentlich selbsterklärend. Falls es dennoch fragen gibt, einfach in den Kommentaren posten 😉

Die Status-Symbole der Gnome-Shell mit Pidgin nutzen

Die Status-Symbole der Gnome-Shell funktionieren bekanntlich nur mit Empathy. Bis jetzt. Seit kurzem gibt es im Updates-Testing Repository das Paket gnome-shell-extension-pidgin, welches u.a. ein Plugin für Pidgin installiert und die Funktionalität der Status-Symbole auch für Pidgin-Nutzer nutzbar macht.

Um das Paket zu installieren, ist folgendes Kommando notwendig

su -c'yum install gnome-shell-extension-pidgin \
--enablerepo=updates-testing'

Anschließend müssen sowohl Pidgin als auch die Gnome-Shell neu gestartet und in Pidgin das Plugin „Gnome Shell Connector“ aktiviert werden.

Gnome-Shell startet nicht

Wer dieser Tage ein System-Update durchgeführt hat (also auch die Gnome-Shell aktualisiert hat), der hatte vielleicht ein ähnliches Erlebnis wie ich: Beim Neustarten der Benutzeroberfläche bleibt die Anzeige nach dem Anmeldebildschirm unverändert.

Das Problem ist ein Fehler im Gnome-Shell-Update, welcher auftritt, wenn der proprietäre Treiber für nVidia-Karten verwendet wird.

Der Fehler wurde bereits korrigiert und das Paket lässt sich über die offiziellen Quellen aktualisieren. Danach sollte alles wieder problemlos laufen.

Das IM-Logo der Gnome-Shell

In der Gnome-Shell befindet sich ein Icon mit dem Benutzernamen, mit dessen Hilfe man u.a. auf die Systemeinstellungen zugreifen oder den Rechner neu-starten kann. Direkt unterhalb das Namens befinden sich jedoch noch die Menü-Punkte „Verfügbar“ und „Beschäftigt“, die subjektiv jedoch keine Funktion zu haben scheinen.

Mit diesen beiden Menü-Punkten kann man den Online-Status von Empathy schnell und einfach ändern. Das ganze funktioniert jedoch nur, wenn wenn man entweder Empathy in den Autostart der Gnome-Shell hinzufügt oder die Gnome-Shell jedes mal neu-startet, sobald man Empathy gestartet hat.

Um Empathy zum Autostart der Gnome-Shell hinzu zu fügen, starten wir zuerst das entsprechende Konfigurations-Werkzeug indem wir die F2-Taste betätigen und anschließend

gnome-session-properties

eingeben. Nun legen wir über „Hinzufügen“ einen neuen Autostart-Eintrag für Empathy an. Als Name geben wir beispielsweise „Empathy“ ein, als Befehl geben wir

empathy -h

ein. Der Parameter „-h“ veranlasst Empathy, weder die Kontaktliste noch irgendwelche Dialog-Boxen beim Start anzuzeigen.

Anschließend funktionieren auch die beiden Status-Einträge wie gewünscht.