numlockx – den numerischen Tastenblock per Shell (de)aktivieren

Jeder Gnome-Nutzer mit Notebook kennt wohl das Problem, das nach jedem Neustart der nummerische Tastenblock zuerst einmal deaktiviert ist und manuell reaktiviert werden muss, damit er benutzt werden kann. Eine bequeme Möglichkeit, hier Abhilfe zu schaffen, ist das Paket numlockx aus dem Fedora Repository.

Bei numlockx handelt es sich um ein kleines Kommandozeilen Programm, das den nummerischen Tastenblock aktivieren, deaktivieren und umschalten kann. Der Aufruf lautet dabei schlicht und einfach

numlockx {on|off|toogle}

Will man jetzt bei jedem Login den nummerischen Tastenblock mit Hilfe von numlockx aktivieren, reicht es, dazu folgenden Befehl in einer Bash auszuführen:

echo "numlockx on" >> ~/.bash_profile

Dadurch wird die Datei .bash_profile, die bei jedem Login eines Benutzers abgearbeitet wird, um den Aufruf von numlockx zum Aktivieren des nummerischen Tastenblocks ergänzt.

Will man das Ganze systemweit für alle User machen, muss der Aufruf wie folgt lauten:

su -c'echo "numlocks on" >> /etc/profile'
Kennt Ihr auch ein interessantes Programm, das wir hier im Blog vorstellen sollten? Dann sagt uns Bescheid oder schreibt einen Gastbeitrag für uns.

Datum-/Zeitangaben schnell umrechnen mit Date

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wer viel auf englischsprachigen Websites unterwegs ist oder englischsprachige Mailinglisten mit liest, wird des öfteren mit Zeitstempeln wie z.B.

Fri, 13 Dec 2013 14:27:35 PST

konfrontiert. Diese lassen sich schnell und einfach mittels des date Befehls in die lokale Zeitzone „umrechnen“.

Dazu muss man lediglich folgenden Befehl in der Shell ausführen

date -d "$Zeitstempel"

in unserem Beispiel also

date -d "Fri, 13 Dec 2013 14:27:35 PST"

Der date Befehl rechnet diesen Zeitstempel dann in unserem Fall in

Fr 13. Dez 23:27:35 CET 2013

um.

CET steht in diesem Fall für Central European Time.  In den Monaten mit Sommerzeit würde als Zeitzone CEST für Central European Summer Time angegeben werden.
PST ist die Pacific Standard Time, welche an der Westküste der USA gilt.

Extension: GNOME-Shell Extension List

Ihr kennt das? Erweiterungen in der GNOME-Shell. Kein direkter Zugriff. Alle De-/Installationen von Erweiterungen über die lokale Verwaltungsseite. Nervig!

Dies gehört nun dank der GNOME-Shell Extension List der Vergangenheit an. Wie der Name schon vermuten lässt, zeigt diese Erweiterungen in einem eigenen Reiter (siehe Bild) eine Liste der aktuell installierten GNOME-Shell Erweiterungen an. Viel Spaß!

© Amanda

Cinnamon 1.3 für Fedora

Cinnamon ist eine Alternative zur Gnome-Shell, welche von den Machern von Linux Mint als entwickelt wird, und versucht, die Benutzerfreundlichkeit von Gnom 2.x mit den technischen Fähigkeiten von Gnome 3.x zu kombinieren.

Von Cinnamon gibt es inzwischen auch inoffizielle Pakete für Fedora, die man mittels

su
curl http://repos.fedorapeople.org/repos/leigh123linux/cinnamon/\
fedora-cinnamon.repo -o /etc/yum.repos.d/fedora-cinnamon.repo
yum install cinnamon

installieren kann. Um Cinnamon nutzen zu können muss man sich anschließend zuerst aus der aktuellen Gnome-Session ausloggen und kann dann Cinnamon im Session-Menü des GDM auswählen. (via vinzv)

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Gnome Shell Extensions – eine handverlesene Auswahl

Gnome 3 existiert nun gut ein halbes Jahr als stabiles Release und hat bereits einen Evolutionsschritt gemacht. Am Anfang noch wegen seiner Unflexibilität in der Luft zerrissen, konnte das Dev Team schnell klarstellen: Gnome 3 ist sehr wohl erweiterbar, mit sogenannten Shell Extensions. Die Shell ist daher gar nicht so starr, wie zuerst angenommen.

Leider haben die Leute von Gnome den Extensions viel zu wenig Beachtung geschenkt. So wurde anfänglich kein Wort über die Extensions verloren und die Installation dieser Erweiterungen ist auch nicht ganz so einfach, wie man das von Gnome 2 kennt. Wenn man dann allerdings das Gnome Tweak Tool installiert hat, listet es alle installierten Extensions auf und man kann die an einem Ort bequem verwalten.

Achtung: Bei Fedora 16 hat lange ein Bug existiert, dass die Shell crasht, wenn kein Profilbild gesetzt ist. Der Bug ist mittlerweile gefixt, aber ein Profilbild setzen könnte nie schaden.

Leider haben die Extensions bisher noch nicht wirklich in die offiziellen Fedora Repos Einzug gehalten, jedoch haben die Leute von Gnome weiter gearbeitet und die Website extensions.gnome.org gestartet, die alle Extensions sammeln soll. Ein Blick auf die Website lohnt sich auf jeden Fall, denn die Auswahl der Fedora-Repos ist noch mehr als dürftig („Remove <xxx> Icon from bar“). Auf der Website finden sich einige wirklich sinnvolle Extensions, die sich durch einen simplen Switch auf der Website links oben installieren lassen. Einige davon will ich jetzt hier zeigen.

Area screenshot:

Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, die Extension gestaltet sich sehr simpel. Vor der Nutzung muss allerdings noch ein Shortcut festgelegt werden. Dazu sollte man unbedingt die Readme auf der Github-Website lesen, sind aber nur 2 Befehle.

gTile:

gTile is simple, but powerful: Nach der Installation ist ein weiteres Icon im Systray oben rechts. Beim Klick darauf bekommt man einen Dialog für die Fensterplatzierung angezeigt. So kann man für die Fenster mehrere erweiterte Platzierungsmöglichkeiten. Für große Bildschirme ideal.

GTG tasks in calendar overview:

Es gibt einige Aufgabenverwaltungsprogramme, aber GTG spielt in der Oberliga mit, nicht nur wegen der RTM-Integration ist es ein sehr interessantes Programm. Die kleine Extension bindet die Aufgaben, die in GTG eingestellt wurden, in die Kalenderansicht ein.

Jump list:

über Zeitgeist wurde ja viel geredet – zuletzt war es noch das Killerfeature von Gnome 3, ist aber seit einiger Zeit nur noch in stiefmütterlicher Behandlung. Mit den Extensions Journal und Jump lists wird Zeitgeist wieder sinnvoll. Ähnlich Windows 7 werden hier Jumplists auf den Programmicons angezeigt, die auch die Datei direkt öffnen. Beide Extensions benötigen logischerweise Zeitgeist.

Unit Converter:

Wenn man das Paket units installiert hat, bekommt man einen neuen Ergebnistyp, wenn man das Search field verwendet: Tippt man beispielsweise „55 kg to g“ ein, erhält man als Ergebnis „55000“.

Touchpad Indicator:

Notebook-User werden es lieben: Nach der Installation gibt es rechts oben ein Icon, das den Status den Touchpads anzeigt – und für die Deaktivierung des selben verwendet werden kann.

Was Bleibt:

Die Extensions zeigen sehr schön, dass die Gnome Shell zu mehr fähig ist – wenn man sie lässt. Nach einigen Anfangshürden lassen sich über die Website mit einem Klick kinderleicht Extensions installieren, die das tägliche Arbeiten einfacher macht. Die Liste wird ständig länger und länger – und Gnome 3 wird mit jeder Extension wieder ein Stück benutzbarer – wenn man sich mit dem fundamentalen Prinzip von Gnome 3 anfreunden kann.

Flickr Photoset: Gnome Shell extensions screenshots.

Update-Benachrichtigungen mit Xfce4 Bordmitteln

Wir haben hier ja bereits gezeigt, wie man die Update-Benachrichtigungen unter Xfce nachrüsten kann.

Es gibt jedoch noch eine etwas elegantere Methode, um das ganze mit Xfce Bordmitteln zu realisieren. Dazu benötigen wir zuerst einmal das Xfce Genmon Plugin, welches wir über

su -c'yum install xfce4-genmon-plugin'

installieren und anschließend auf dem Panel platzieren.

Als nächstes legen wir ein Shell-Script mit folgendem Inhalt an

#!/bin/bash

# Reference: 
http://lists.fedoraproject.org/pipermail/xfce/2011-November/000841.html

# From "man yum"
#    check-update
#        Implemented  so  you  could know if your machine had any updates
#        that needed to be  applied  without  running  it  interactively.
#        Returns exit value of 100 if there are packages available for an
#        update. Also returns a list of the packages  to  be  updated  in
#        list  format. Returns 0 if no packages are available for update.
#        Returns 1 if an error occurred.

# Dependencies:  Oxygen icons
#                gpk-update-viewer  (yum install gnome-packagekit)

updates=$( yum check-update -q )
status=$?

if [ $status = 100 ]
    then
       echo -e "<img>/usr/share/icons/gnome/22x22/status/software-update-available.png</img>"
       echo -e "<tool>Updates Available</tool>"
       echo -e "<click>gpk-update-viewer</click>"
elif [ $status = 1 ]
    then
       echo -e "<img>/usr/share/icons/gnome/22x22/status/error.png</img>"
       echo -e "<tool>the script returned an error</tool>"
       echo -e "<click>gpk-update-viewer</click>"
elif [ $status = 0 ]
    then
       echo -e "<img>/usr/share/icons/gnome/22x22/status/dialog-information.png</img>"
       echo -e "<tool>all updates applied</tool>"
       echo -e "<click>gpk-update-viewer</click>"
else
       echo -e "<img>/usr/share/icons/gnome/22x22/status/stock_dialog-warning.png</img>"
       echo -e "<tool>status is unknown</tool>"
       echo -e "<click>gpk-update-viewer</click>"
fi

Im vorletzten Schritt machen wir das Script ausführbar, indem wir folgenden Befehl im Terminal ausführen

chmod +x <Pfad und Dateiname des Scripts>

Zum Schluss öffnen wir die Eigenschaften des Genmon-Plugins und tragen unter „Befehl“ den Pfad inklusive Dateinamen unseres Scriptes sowie unter „Intervall“ das Intervall für die Update-Prüfung ein. Persönlich würde ich ein Intervall von 3600 Sekunden (= 60 Minuten) empfehlen. Sobald Updates verfügbar sind, ändert sich das Icon in das selbe, welches PackageKit für die Anzeige von verfügbaren Icons verwendet.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Fedora 16 mit Gnome 3.2 – erste Eindrücke

Das nächste Fedora-Release wurde vor einer Woche in der Betaversion freigegeben. Anlass für mich, die KDE-Distro von der Platte zu fegen und durch das neue Gnome 3.2 zu ersetzen.

Ich selbst verwende Gnome 3.0 seit der Fedora 15 Beta auf dem Laptop und bin scheinbar die Ausnahme – viele eingesessene Gnome sind ins XFCE-Exil gegangen. Gnome 3.2 als nächstes stabiles Release könnte einige zurücklocken – bevor aber bittere Tränen der Enttäuschung fließen, möchte ich hier versuchen, einen tieferen Eindruck zu vermitteln, was sich in einem halben Jahr bei dem Gnome-Projekt wirklich getan hat.

Natürlich gilt auch für diese Betaversion, dass sie zwar Feature-complete, aber noch nicht bug-free sind. Ich habe während dieses Schnelltests einige gravierende Fehler gefunden.

Wie sieht es für die XFCE-Exilanten und die Gnome-2-Hardliner aus? Kurz: Bleibt dabei. Wer die lange Version unbedingt haben will, darf sich das hier durchlesen.

„Fedora 16 mit Gnome 3.2 – erste Eindrücke“ weiterlesen