Man wächst mit den Aufgaben

Als ich 2005 mit meinem Blog angefangen habe, war ich glücklich über die Ausstattung meines Anbieters. Es war ein typisches LAMP-Angebot, das sich in den Jahren nur in der Quantität steigerte. Aus 50 GB wurden 250 GB verfügbarer Speicher, Traffic Quota wurde auf Flat Rate hochgesetzt, usw., die Fähigkeiten blieben aber begrenzt, was für mich aber lange kein Grund war, mich nach neuen Möglichkeiten umzusehen.
Jetzt wird es aber langsam doch notwendig und günstigerweise hat mich ein Freund da auf eine sehr interessante Alternative gebracht: einen vServer. „Man wächst mit den Aufgaben“ weiterlesen

IMHO: Fedora (Desktop) als rolling-release?

IMHO ist der Kommentar von Fedora-Blog.de.
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

Warum denn nicht?!?

Mit Fedora.next wird Fedora bekanntlich in die 3 „Produkte“ Desktop, Server und Cloud aufgeteilt und jedes dieser Produkte kann eigene Release-Zyklen haben.

Und wenn man ehrlich ist, ist Fedora bereits mehr oder weniger ein Semi-Rolling-Release, da Komponenten wie z.B. der Kernel oder PulseAudio auch innerhalb des Releases auf die jeweils aktuellen Releases aktualisiert werden.

Vor diesem Hintergrund finde ich, das man den Gedanken, zumindest das Desktop-Produkt von Fedora auf ein Rolling-Release umzustellen, ruhig mal völlig unvoreingenommen diskutieren sollte. Zumal zu erwarten ist, das Fedora Server und Cloud über kurz oder lang von Fedora Desktop abweichende Release-Zyklen bekommen werden. Oder welcher Admin ist so wahnsinnig und macht alle 6 Monate ein Upgrade seiner Server auf die aktuelle Fedora Version? 😉

Würde man Fedora Desktop auf ein rolling-release umstellen, würde man damit auch gleichzeitig einiges an Ressourcen in der Qualitätssicherung freimachen und könnte diese freien Ressourcen dann für die QA von Cloud und Server verwenden. Die QA von Fedora Desktop würde sich dann nur noch darauf beschränken, die regelmäßig (alle 6 Monate?) aktualisierten Installationsmedien zu überprüfen, welche dann auf Basis der Stable- und Updates-Repositories erzeugt werden.

Konkret könnte ein Rolling-Release von Fedora Desktop dann so aussehen, das Rawhide als so etwas wie Debian-Unstable fungiert, wo neue Pakete oder größere Upgrades (z.B. Gnome 3.12 -> 3.14) lagern, bis sie stabil genug für Updaes-Testing sind und dann entweder nach einer gewissen Zeit oder aufgrund vorher definierter Kriterien weiter nach Updates-Testing und von dort wie bislang auch in das Updates-Repository wandern.

Das bislang für neue Releases notwendige Branchen und der damit verbundene QA-Aufwand würde somit, wie bereits erwähnt. zumindest für das Desktop-Produkt entfallen, da Fedora Desktop Releases im Grunde nur noch Snapshots des Stable- und Updates-Repositories sind, die dementsprechend weniger QA-Aufwand erfordern.

Abschließend noch eine kleine Umfrage:

Sollte eine Umstellung von Fedora Desktop auf rolling-releases zumindest ergebnisoffen diskutiert werden?

Ergebnis anzeigen

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Sicherlich gäbe es noch einige andere Gründe, die für ein rolling-release von Fedora Desktop sprechen, aber es würde sicher den Umfang diese Beitrages sprengen, wenn hier auf jedes mögliche Argument eingegangen wird. Wenn Ihr jedoch noch einige Argumente für (oder gegen) ein rolling-release von Fedora Desktop habt, schreibt sie doch einfach in die Kommentare.

Fedora schaltet seine smolt-Server ab

Auf der Liste für Ankündigungen wurde heute darauf hingewiesen, dass das Infrastruktur-Team von Fedora die smolt-Server des Projektes am 01.11.2013 abschalten wird. Ab dem 07.11.2012 werden die smolt-Server in einem ersten Schritt durch Dummy-Server ersetzt, die zwar weiterhin Daten von den smolt-Clients annehmen, diese jedoch nicht speichern oder verarbeiten.

Einer der Hauptgründe, neben der Tatsache, dass das Projekt anscheinend seit 10 Monaten nicht mehr aktiv ist, dürfte wohl der Umstand sein, das die smolt-Skripte zum Sammeln der Daten unter RHEL 6 nicht mehr funktionieren.

Sowohl in der Ankündigungsmail als auch in dem entsprechenden Wiki-Artikel wird jedoch auch darauf hingewiesen, das man bereits an einem Ersatz für smolt arbeitet.

Evolution: Mehere Identitäten für Mail-Accounts

Heutzutage ist es nicht unüblich, sich serverseitig für seine Mail-Accounts1 Aliase zu definieren, um nicht für jede Adresse einen neuen Mail-Account anlegen zu müssen. Unglücklicherweise bietet Evolution anscheinend für solche Aliase keine direkte Unterstützung.

Man kann sich jedoch mit einem kleinen Trick behelfen, indem man in Evolution einfach ein neues Konto für den Alias anlegt und als Server-Art für den Abruf der Mails „keine“ auswählt und in den SMTP-Einstellungen einfach die Daten des Haupt-Accounts einträgt. So mit werden zwar keine Mails für das Alias-Konto abgerufen, was ja auch nicht nötig ist, aber man unter der Alias-Adresse Mail verschicken, ohne jedes mal die Konto-Einstellungen ändern zu müssen.

  1. keine Freemail-Accounts []

namebench – den optimalen DNS-Server finden

Christoph hat auf „Linux und ich“ vor einigen Tagen das Programm namebench ausführlich vorgestellt.

Da man das Rad ja nicht zweimal erfinden muss, spare ich mir daher eine Wiederholung und gehe gleich dazu über, wie man namebench unter Fedora nutzen kann 😉

Um namebench mit einer graphischen Oberfläche nutzen zu können, muss zuerst das Paket tkinter1 via yum installiert werden

su -c'yum install tkinter'

anschließend kann man namebench direkt im terminal über

<Pfad zum namebench-Verzeichnis>/namebench.py

starten und herausfinden, ob man bereits den optimalen DNS-Server nutzt.

  1. heißt anscheinend bei Debian und Co python-tk []

Ein paar Worte zu WordPress Stats

Wie der aufmerksame Besucher vielleicht mitbekommen hat, lief auf Fedora-Blog.de bislang neben Piwik testweise auch das Stats-Plugin von Automattic (wordpress.com).

Uns wurde jedoch inzwischen mitgeteilt, das diese Plugin mittlerweile auch Trackings der Webseiten-Besucher durchführt und dazu ungefragt personenbezogene Daten an Server in die USA überträgt. Da dies zu datenschutzrechtlichen Problemen führen kann und da uns das Thema Datenschutz sehr wichtig ist, haben wir das Stats-Plugin von Automattic heute deaktiviert und setzen ab sofort ausschließlich Piwik für die Statistischen Auswertungen unserer Besucher ein.

Am deutlichsten dürfte diese Änderung den Lesern unseres Twitter-Feeds auffallen, da dort ab sofort nicht mehr wp.me sonder j.mp als URL-Verkürzer verwendet wird.

Serverumzug beim Fedora Projekt

Wie die Linux Community schreibt, wird das Fedora Projekt in der Zeit vom 12.12 bis 15.12 zentrale Teile der Infrastruktur um. Ziel dieses Umzugs soll es sein, nach Abschluss des Umzugs eine deutlich schnellere Infrastruktur bereitstellen zu können.

Obwohl sich das Fedora Projekt bemühen will, zentrale Dienste auch während des Umzugs so gut als möglich verfügbar zu halten, wird aller Voraussicht nach, das Buildsystem für mindestens 48 Stunden nicht zur Verfügung stehen. Der Mirror-Service hingegen soll durchgehend erreichbar sein, so dass während dieser Zeit auch Paketinstallation via Yum möglich sein werden.