RPM Fusion für Fedora 15

Momentan hat das Zusatz-Repository RPM Fusion noch keine stabile Version für Fedora 15 veröffentlicht. Wer das Repository installiert, wird von einer Fehlermeldung begrüßt.

Um jedoch nicht auf die Pakete von RPM Fusion verzichten zu müssen, gibt es einen Workaround.
1. Installation wie immer:

su -c 'yum localinstall --nogpgcheck \
http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-stable.noarch.rpm \
http://download1.rpmfusion.org/nonfree/fedora/rpmfusion-nonfree-release-stable.noarch.rpm'

2. Nun deaktivieren wir die Überprüfung der GPG-Signatur. Hierzu öffnen wir als root die Repo-Datei mit einem Texteditor:

# vim /etc/yum/repos.d/rpmfusion-nonfree.repo

und setzen den Wert „gpgcheck“ auf „0“.
Also:

gpgcheck=0

Speichern – fertig!

Alternativ kann man die GPG-Schlüssel auch manuell installieren:

su -c'rpm --import http://commondatastorage.googleapis.com/xenodecdn/
RPM-GPG-KEY-rpmfusion-free-fedora-15'
su -c'rpm --import http://commondatastorage.googleapis.com/xenodecdn/
RPM-GPG-KEY-rpmfusion-nonfree-fedora-15'

Der Vorteil hierbei ist, das man nicht daran denken braucht, die GPG-Prüfung wieder einzuschalten, sobald das Release-Rpm von rpmfusion aktualisiert wird.

Lautstärkenanpassung von MP3-Dateien

Wer seine MP3-Sammlung auf ein einheitliches Lautstärke-Niveau bringen möchte, der muss dafür zuerst das Paket mp3gain via

su -c'yum install mp3gain'

aus dem rpmfusion Repository installieren. Mp3gain ist ein sehr mächtiges Werkzeug, um die Lautstärke von MP3-Dateien anzupassen.

Anschließend kann mit dem folgenden Shell-Skript bequem die Lautstärke aller MP3-Dateien auf ein einheitliches Niveau gebracht werden:

#!/bin/bash

OLDIFS=$IFS
IFS=$'\n'
MP3DIR="/home/heiko/Musik/Charts"
GAIN=$(which mp3gain)

# check if mp3gain is installed
if [ "$GAIN" == "" ]
then
  echo "mp3gain not installed";
  exit -1;
fi

rm -f "$MP3DIR"/gain.log
touch "$MP3DIR"/gain.log

for mp3 in $(find "$MP3DIR" -name *mp3);
  do "$GAIN" -c -r -k -d 2 "$mp3"|grep Applying >> "$MP3DIR"/gain.log;
done;

cat "$MP3DIR"/gain.log;

IFS=$OLDIFS

Damit das Skript einwandfrei ausgeführt werden kann, muss vor dem ersten Start der Wert der  Variable MP3DIR angepasst werden.

Der Vorteil dieses Skriptes ist, das man nicht mit unzählen „nix zu tun“ Meldungen bombadiert wird, sondern nur die Dateien aufgelistet bekommt, bei denen tatsächlich die Lautstärke angepasst wurde und das diese Information bis zum nächsten Ausführen des Skriptes vorhanden ist.

Fedora 15: Kein Mozilla-Plugin für VLC

Nutzer von Mozilla Firefox und VLC werden unter Fedroa 15 wohl auf das Mozilla-Plugin für VLC verzichten müssen. Laut einem entsprechenden Bugzilla-Eintrag ist das Plugin nicht mit Xulrunner 2.0/Firefox 4.0 kompatibel. Und da sich zur Zeit kaum jemand um das Plugin kümmert, wird sich daran wohl so bald auch nichts ändern.

xvidcore macht auch unter Fedora 15 Ärger

Kurze Info für alle, die die Beta von Fedora 15 testen: Das xvidcore Paket von rpmfusion aus dessen rawhide Repository hat nach wie vor den Execstack-Bug, welcher zu diversen SELinux-Meldungen führt.

Eine Anleitung, wie das Problem bis zum nächsten Update des Paketes behoben werden kann, haben wir in dem Artikel xvidcore sorgt für Ärger unter Fedora 14 veröffentlicht.

xvidcore sorgt für Ärger unter Fedora 14

Fedora 14 Benutzer, die das xvidcore Paket aus den rpmFusion Repositories installiert haben, werden schon seit längerem mit SELinux Warnungen bombardiert, das verschiedenste Programme Zugriff auf den Execstack verlangen.

Ursache für diese Meldungen ist anscheinend ein Bug im Makefile des xvidcore Paketes. Um das Problem bis zum Update des Paketes selber zu beheben, sollte man folgende Kommandos als root in der bash ausführen:

find /lib -exec execstack -q {} \; -print 2> /dev/null | grep ^X
find /usr/lib -exec execstack -q {} \; -print 2> /dev/null | grep ^X

Auf 64bit Systemen müssen die Kommandos wie folgt aussehen:

find /lib64 -exec execstack -q {} \; -print 2> /dev/null | grep ^X
find /usr/lib64 -exec execstack -q {} \; -print 2> /dev/null | grep ^X

Anschließend kann für die aufgelisteten Shared-Objects das execstack-Flag über das Kommando

/usr/bin/execstack -c <dateiname>

entfernt werden. Für die xvidcore Shared-Objects kann mal folgendes Kommando verwenden:

execstack -c /usr/lib/libxvidcore.so*

Nun sollten, die SELinux Meldungen, das ein Programm Zugriff auf den Execstack haben will, für das erste der Vergangenheit angehören.

Fedora 11 ist da!

Der Leiter des Fedora Projektes, Paul W. Frields hat in einer Mail an die Fedora-Announce Liste die Veröffentlichung von Fedora 11 – Codename Leonidas – angekündigt. Der Veröffentlichung gingen zuletzt zwei Terminverschiebungen voraus, da jeweils in letzter Minute noch Probleme gefunden wurden bzw. vorhanden waren, die eine Verschiebung erforderten. Eine ausführliche Auflistung der Neuerungen von Fedora 11 gibt es unter anderem bei heise.

Kurz vor der Ankündigung von Paul Frields hat Thorsten Leemhuis die Verfügbarkeit des rpmfusion Repositories für Fedora 11 angekündigt.

rpmfusion bietet Enigmail an

Wie Thorsten Leemhuis in seinem Blog schreibt, wird das thunderbird-enigmail Paket von Remi Collet ab sofort über rpmfusion angeboten. Leemhuis weißt jedoch darauf hin, das es bis zu 32 Stunden dauern kann, bis das Paket für alle verfügbar ist.