Fedora 23: kein MP3-Support im Moment

Nutzer der momentan in der Entwicklung befindlichen Version 23 von Fedora müssen zur Zeit ohne MP3-Support auskommen, da sich das Paket gstreamer1-plugins-bad-freeworld, welches das MP3-Plugin für gstreamer 1.x enthält, nicht installieren lässt.

VLC auf Version 2.2 updaten

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Momentan wird von rpmFusion das Update für VLC auf die Version 2.2 verteilt. Dieses Update lässt sich momentan jedoch aufgrund einer fehlenden Abhängigkeit nicht installieren.

Seit Version 2.2 benötigt das Paket vlc-core das Paket libgpg-error, welches zur Zeit jedoch noch im updates-testing Repository verweilt. Um das Update dennoch zu installieren, muss folgender Befehl für das Update verwendet werden:

su -c'yum update vlc\* --enablerepo=updates-testing'

Xine ab Fedora 17 (wieder) bei rpmFusion?

Kevin Kofler hat heute auf der Entwickler-Liste von Fedora vorgeschlagen, xine ab Fedora 17 aus dem Fedora Repository zu entfernen und wieder nach rpmFusion zu verschieben. Er begründet seinen Vorschlag damit, das xine seit der kürzlich veröffentlichten Version 1.2 zwingend FFmpeg erfordert, welches nicht Bestandteil von Fedora ist.

Neben xine würden auch die folgenden Pakete aus dem Fedora Repository entfernt und nach rpmFusion wandern:

  • gxine
  • kaffeine
  • oxine
  • xine-plugin
  • xine-ui

Bei kaffeine merkt Kofler nebenbei an, das dieses Paket früher oder später eh nach rpmFusion „umziehen“ müsse, da deren Entwickler zukünftig MPlayer als Backend nutzen werden

npapi-vlc ersetzt mozilla-vlc

Wer sich die VLC Version 1.13 aus dem rpmfusion-free-updates-testing Repository installiert, wird feststellen, dass das Paket vlc das Mozilla-Plugin, welches sich in dem Paket mozilla-vlc befindet, während des Updates ersetzt. Sobald man seinen Browser das nächste mal startet, wird man jedoch feststellen, dass das VLC-Plugin fehlt.

Wer sich jetzt aber wohl möglich Sorgen macht, dass das Mozilla-Plugin ersatzlos gestrichen wurde, darf beruhigt sein. Das Plugin „versteckt“ sich ab sofort in dem Paket npapi-vlc, welches mit folgendem Kommando nachinstalliert werden kann

su -c'yum install npapi-vlc --enablerepo=rpmfusion-free-updates-testing'

Nach erfolgreicher Installation und einem obligatorischen Neustart des Browsers steht das VLC Plugin auch dort wieder wie gewohnt zur Verfügung.

mpd für den lokalen Einsatz konfigurieren

Der Music Player Daemon (mpd) ist eine interessante Alternative zu Musikplayern, wie z.B. exaile oder rhythmbox. Da der Einsatz von mpd als Service einigen Aufwand mit der Anpassung von Berechtigungen erfordern würde, möchte ich kurz aufzeigen, wie man mpd so einrichtet, das er lokal innerhalb einer Sitzung ausgeführt wird.

Zuerst einmal müssen wir mpd sowie einen passenden Client, wie z.B. sonata installieren. Da mpd Bestandteil der rpmFusion Repositories ist, müssen diese eingerichtet sein, um fortfahren zu können.

su -c'yum install mpd sonata'

Nachdem mpd installiert wurde, legen wir zuerst den Service still, um nicht später mit irgendwelchen Konflikten zu kämpfen zu haben:

su -c'systemctl stop mpd.service&&systemctl disable mpd.service'

Als nächstes erstellen wir die von mpd benötigten Verzeichnisse sowie die Konfigurationsdatei

mkdir -p ~/.mpd/playlists
nano ~/.mpdconf

Die Konfigurationsdatei sollte wie folgt aussehen:

port                    "6600"
music_directory         "~/Musik/"
playlist_directory      "~/.mpd/playlists"
db_file                 "~/.mpd/mpd.db"
log_file                "~/.mpd/mpd.log"
bind_to_address         "127.0.0.1"
mixer_type              "software"
#user                    ""
pid_file                "~/.mpd/pid"
state_file              "~/.mpd/state"
sticker_file            "~/.mpd/sticker"

audio_output {
        type    "pulse"
        name    "PulseAudio"
        #server  "localhost"   # optional
        #sink    "alsa_output" # optional
}

Als Wert für die Option „user“ sollte der eigene Benutzername eingetragen werden, damit sichergestellt ist, das mpd auf den in der Option „music_directory“ hinterlegten Pfad zugreifen kann.

Um sicherzugehen, das es keine Probleme beim Start von mpd gibt, führen wir folgenden Befehl in einem Terminal aus

mpd -v --stdout

Sofern keine Fehlermeldungen erscheinen, können wir unseren mpd-Client starten, uns mit dem lokalen mpd verbinden und wie gewohnt Musik hören. Sollten irgendwelche Fehlermeldungen im Terminal erscheinen, können wir mpd mittels

mpd --kill

beenden und sobald die Ursache des Problems behoben ist, können wir mpd neu starten. Falls keine neuen Fehlermeldungen mehr erscheinen, kann das Terminal geschlossen werden, da mpd als lokaler Daemon im Hintergrund weiter ausgeführt wird.

Zu guter Letzt müssen wir nur noch dafür sorgen, das mpd automatisch zu Beginn jeder Sitzung gestartet wird, indem wir den entsprechenden Befehl in den Sitzungeinstellungen hinterlegen.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

VirtualBox unter Fedora installieren

Um VirtualBox installieren zu können, muss man sich zuerst einmal entscheiden, ob man die OpenSource Edition („OSE“) oder die proprietäre Variante nutzen möchte.

Propietäre VirtualBox Version

Falls man sich gegen die OSE entscheidet, muss man zuerst einmal ein paar Pakete installieren, damit das Kernel-Modul nach jedem Kernel-Update automatisch für den neuen Kernel compiliert wird:

su -c 'yum install kernel-headers kernel-devel gcc gcc-c++ dkms'

Anschließend kann man sich einfach das Repo-File von VirtualBox herunterladen, unter /etc/yum.repos.d speichern und anschließend VirtualBox einfach via

su -c 'yum install virtualbox-4.1'

installieren.

OpenSource Edition von VirtualBox

Für die OSE benötigt man lediglich die Repos von rpmFusion um VirtualBox via

su -c'yum install VirtualBox-OSE --enablerepo=rpmfusion-updates-free-testing'

zu installieren. Die temporäre Aktivierung des testing-Repositories für die freien Komponenten ist notwendig, da sich das zwingend benötigte Paket mit dem Kernel-Modul für den Kernel 3.1.4 noch dort befindet und ansonsten nicht installiert werden würde.

Zuletzt müssen die Kernel-Module noch mittels

su -c '/etc/sysconfig/modules/VirtualBox-OSE.modules'

aktiviert und geladen werden.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

rpmfusion jetzt auch offiziell für Fedora 15

Wie Marcos Felipe Rasia de Mello heute auf der Users-Liste von rpmfusion kurz und bündig bekanntgegeben hat, ist das Repository für Fedora 15 online.

Wer rpmfusion anhand unserer Anleitung für Fedora 15 eingerichtet und die GPG-Prüfung deaktiviert hat, kann diese nun wieder aktivieren.