Fedora 21 erscheint frühestens am 14.10

Während des gestrigen FESCo Treffens wurde unter anderem beschlossen, einen Zeitplan für Fedora 21 auszuarbeiten, der eine Veröffentlichung von Fedora 21 um den 14.10 herum zum Ziel hat. Erfahrungsgemäß dürfte sich dieser Termin jedoch noch ein wenig nach hinten verschieben, so das Ende Oktober, Anfang November ein realitischerer Release-Zeitraum sein dürfte.

Gründe für diesen langen Entwicklungszyklus sind unter anderem die noch nicht endgültig abgeschlossene Feinabstimmungen der einzelnen Fedora.Next Arbeitsgruppen untereinander sowie der Wunsch der Desktop-Arbeitsgruppe, Gnome 3.14 in Fedora 21 zu integrieren.

IMHO: Gnome 3 ist unbrauchbar

Bis zum Release von Gnome 3.0 habe ich Gnome gerne verwendet. Er war verhältnismäßig schnell und, was die mitgelieferten Programme anging, sehr gut ausgestattet.

Seit dem Release von Gnome 3 ist dieser Desktop für mich persönlich völlig unbrauchbar, da es einige Dinge gibt, die meinen Workflow massiv stören und die für mich Usability-Totsünden sind. Dazu gehört zum einen, das die Gnome-Entwickler den Shortcut zum Löschen von Dateien und Ordnern auf STRG+ENTF geändert haben, obwohl die ENTF-Taste der de-facto Standard hierfür ist. Dazu kommt noch, das man beim Öffnen des Systemmenüs die ALT-Taste gedrückt halten muss, wenn man seinen Rechner herunterfahren will. Richtig nervig finde ich auch, das die Tray-Icons von Programmen jetzt am unteren rechten Rand des Bildschirm sind und auch nur dann angezeigt werden, wenn man den Mauszeiger dorthin bewegt. What the fuck?!?

Was mich jedoch tierisch nervt, ist die Tatsache, das man unter Gnome 3 keine Fenster mehr minimieren kann und das der Desktop de-facto abgeschafft wurde. Ich habe es mir angewöhnt, Fenster, die ich im Moment nicht benötige, zu minimieren und Datei benötige, auf dem Desktop abzulegen. Auf mein Benutzerverzeichnis oder gemountete USB-Sticks greife ich ebenfalls bevorzugt über eine Verknüpfung auf dem Desktop zu.

Das man den einen oder anderen dieser Mängel durch Extensions für die Gnome-Shell oder den dconf-Editor bzw. das Gnome-Tweak-Tool beseitigen kann, macht die Sache in meinen Augen nicht wirklich besser.

Ich habe mir der Fairness halber auch Gnome 3.2 angesehen, aber meine Meinung zu Gnome 3 hat sich nicht geändert: Für mich ist Gnome 3 defective by design!

Disclaimer: Dieser Beitrag kann Spuren eines Rants enthalten!

Wir sind nicht tot :-)

Auch wenn es hier zur Zeit relativ ruhig ist, liegt dies nicht daran, das wir das Projekt heimlich still und leise beerdigt haben. Vielmehr ist das „Problem“, das es momentan relativ wenig bis gar nichts zu bloggen gibt. Unsere System laufen stabil, es gibt keine Probleme zu umschiffen, deren Lösung es wert wäre, verbloggt zu werden.

Aber mit dem Release von Fedora 16 wird es sicherlich wieder mehr zu lesen geben. Frei nach dem Motto:

Neue Versionen, neue Probleme, neue Lösungen :mrgreen:

Fedora 16 Alpha verspätet sich

Wie heute auf der Announce-Liste bekannt gegeben wurde, wird sich die Freigabe der Fedora 16 Alpha um eine Woche verzögern. Grund für die Verzögerung ist die große Anzahl der noch offenen Blocker-Bugs. Alle weiteren Termine verschieben sich somit ebenfalls um eine Woche nach hinten.

Adobe AIR für Fedora [Update]

Wer es benötigt, kann Adobe AIR inzwischen auch aus dem Adobe Repository installieren. Einfach

su -c'yum install adobeair'

eingeben und fertig.

Falls das Adobe Repository noch nicht installiert ist, kann man dies mit

su -c 'rpm -ivh http://linuxdownload.adobe.com/adobe-release/\
adobe-release-i386-1.0-1.noarch.rpm'

nachholen.

Update: Um Adobe AIR nutzen zu können, müssen nun noch einige SELinux Einstellungen aktualisiert werden. Dies geschieht über folgende Kommandos

su -
semanage fcontext -a -t textrel_shlib_t '/opt/Adobe.AIR/Versions
/1.0/Resources/libadobecertstore.so'
restorecon -v '/opt/Adobe AIR/Versions/1.0/Resources/
libadobecertstore.so'

Nun sollte auch SELinux bei der Verwendung von Adobe AIR die Füße stillhalten 😉

RPM Fusion für Fedora 15

Momentan hat das Zusatz-Repository RPM Fusion noch keine stabile Version für Fedora 15 veröffentlicht. Wer das Repository installiert, wird von einer Fehlermeldung begrüßt.

Um jedoch nicht auf die Pakete von RPM Fusion verzichten zu müssen, gibt es einen Workaround.
1. Installation wie immer:

su -c 'yum localinstall --nogpgcheck \
http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-stable.noarch.rpm \
http://download1.rpmfusion.org/nonfree/fedora/rpmfusion-nonfree-release-stable.noarch.rpm'

2. Nun deaktivieren wir die Überprüfung der GPG-Signatur. Hierzu öffnen wir als root die Repo-Datei mit einem Texteditor:

# vim /etc/yum/repos.d/rpmfusion-nonfree.repo

und setzen den Wert „gpgcheck“ auf „0“.
Also:

gpgcheck=0

Speichern – fertig!

Alternativ kann man die GPG-Schlüssel auch manuell installieren:

su -c'rpm --import http://commondatastorage.googleapis.com/xenodecdn/
RPM-GPG-KEY-rpmfusion-free-fedora-15'
su -c'rpm --import http://commondatastorage.googleapis.com/xenodecdn/
RPM-GPG-KEY-rpmfusion-nonfree-fedora-15'

Der Vorteil hierbei ist, das man nicht daran denken braucht, die GPG-Prüfung wieder einzuschalten, sobald das Release-Rpm von rpmfusion aktualisiert wird.

Fedora 15 Beta ist da!

In aller Kürze: Die Beta-Version von Fedora 15 „Lovelock“ ist da und die Images stehen auf https://fedoraproject.org/de/get-prerelease zum Download bereit. Wie immer gibt es verschiedene Varianten mit Gnome, KDE, XFCE oder LXDE als mitgelieferter Desktopumgebung sowie ein (umfangreicheres) DVD-Abbild.

Eine regelmäßig aktualisierte Feature-Liste gibt es im Wiki.

(Banner von Alexander Smirnov)