CryptKeeper: Handling von EncFS-Volumes einfach gemacht

Bei CryptKeeper handelt es sich um kein kleines Tool, das sich nach dem Start im Benachrichtigungsbereich des Desktops einnistet und das schnelle und bequeme Ein- und Aushängen von EncFS-Volumes erlaubt.

CryptKeeper kann mittels

su -c'yum install cryptkeeper'

aus dem Fedora Repository installiert werden.

Nach dem Start verbirgt sich das Programm hinter einem unscheinbaren Schlüssel-Symbol im Benachrichtigungsbereich. Per Klick auf das Icon können

  • EncFS-Volumes ein- oder ausgehängt,
  • bestehende EncFS-Volumes in das Programm importiert oder
  • neue EncFS-Volumes erstellt

werden. Über einen Rechtsklick gelangt man schnell in die Einstellungen, wo man u.a. den bevorzugten Dateimanager sowie ein paar weitere Optionen einstellen kann.

CryptKeeper Optionen
CryptKeeper Optionen

Wer des öfteren mit EncFS-Volumes arbeitet, sollte sich CryptKeeper auf jeden Fall einmal anschauen.

ALT-Tastenkombinationen funktionieren nicht mehr

Durch einen Patch für gkt+ 2.24.8 funktionieren auf einer „normalen“ PC-Tastatur Tastenkombinationen mit ALT sowie STRG nicht mehr.

Das besonders ärgerliche daran ist, das so ein Patch eigentlich weder in eine stabile Version von gtk+ noch für Fedora 16 hätte übernommen werden dürfen, da er Anpassungen für diverse Programme erfordert und somit auch eine Fedora-Regel1 für Updates der stabilen Fedora-Versionen verletzt.

Glücklicherweise gibt es zumindest für Fedora bereits einen Patch, der das Problem behebt, jedoch wurde das gtk+ 2.24.8 Paket noch nicht erstellt, was aber wahrscheinlich demnächst passieren sollte.

  1. Avoid changing the user experience if at all possible []

Liste der zuletzt verwendeten Dateien deaktivieren

Um die Liste der zuletzt geöffneten Dateien diverser Programme zu deaktivieren, sind folgende Kommandos notwendig:

rm -f ~/.local/share/recently-used.xbel
touch ~/.local/share/recently-used.xbel
su -c'chattr +i /home/<Username>/.local/share/recently-used.xbel'

Während das erste Kommando die vorhandene Liste entfernt, legt Kommando Nr.2 eine leere Datei mit gleichem Namen an, welche durch das letzte Kommando vor sämtlichen Veränderungen geschützt wird.

Zukünftig bleiben die Listen der zuletzt geöffneten Dateien leer 😉

IMHO: Gnome 3 ist unbrauchbar

Bis zum Release von Gnome 3.0 habe ich Gnome gerne verwendet. Er war verhältnismäßig schnell und, was die mitgelieferten Programme anging, sehr gut ausgestattet.

Seit dem Release von Gnome 3 ist dieser Desktop für mich persönlich völlig unbrauchbar, da es einige Dinge gibt, die meinen Workflow massiv stören und die für mich Usability-Totsünden sind. Dazu gehört zum einen, das die Gnome-Entwickler den Shortcut zum Löschen von Dateien und Ordnern auf STRG+ENTF geändert haben, obwohl die ENTF-Taste der de-facto Standard hierfür ist. Dazu kommt noch, das man beim Öffnen des Systemmenüs die ALT-Taste gedrückt halten muss, wenn man seinen Rechner herunterfahren will. Richtig nervig finde ich auch, das die Tray-Icons von Programmen jetzt am unteren rechten Rand des Bildschirm sind und auch nur dann angezeigt werden, wenn man den Mauszeiger dorthin bewegt. What the fuck?!?

Was mich jedoch tierisch nervt, ist die Tatsache, das man unter Gnome 3 keine Fenster mehr minimieren kann und das der Desktop de-facto abgeschafft wurde. Ich habe es mir angewöhnt, Fenster, die ich im Moment nicht benötige, zu minimieren und Datei benötige, auf dem Desktop abzulegen. Auf mein Benutzerverzeichnis oder gemountete USB-Sticks greife ich ebenfalls bevorzugt über eine Verknüpfung auf dem Desktop zu.

Das man den einen oder anderen dieser Mängel durch Extensions für die Gnome-Shell oder den dconf-Editor bzw. das Gnome-Tweak-Tool beseitigen kann, macht die Sache in meinen Augen nicht wirklich besser.

Ich habe mir der Fairness halber auch Gnome 3.2 angesehen, aber meine Meinung zu Gnome 3 hat sich nicht geändert: Für mich ist Gnome 3 defective by design!

Disclaimer: Dieser Beitrag kann Spuren eines Rants enthalten!

Xfce: gnome-sound-applet deaktivieren

Wer seinen Desktop von Gnome auf Xfce migriert, der hat zunächst unter Xfce auch das Gnome-Sound-Applet, dessen schwarzes Icon unter Xfce wie ein Fremdkörper wirkt. Sofern das Paket control-center nicht entfernt werden kann, da z.B. gnome-bluetooth noch benötigt wird, hilft folgende Anleitung, das Applet los zu werden.

Um das gnome-sound-applet zu deaktivieren, muss zuerst der entsprechende Eintrag in den gnome-session-properties deaktiviert werden. Anschließend muss noch folgendes Kommando in einer Shell ausgeführt werden, um zukünftig den Start des Applets zu unterbinden:

echo "Hidden=true" >> ~/.config/autostart/gnome-sound-applet.desktop

Ab dem nächsten Neustart des Systems sollte das Applet nicht mehr gestartet werden. Wer nicht so lange warten möchte, kann das Applet mittels

killall gnome-sound-applet

beenden und hat fortan Ruhe.

Firefox und Thunderbird Beine machen

Viele kennen sicher das Problem, das Firefox und Thunderbird mit der Zeit immer länger zum Starten brauchen und auch während des Gebrauchs träger werden. Grund dafür sind die diversen SQLite Datenbanken, die sich mit der Zeit immer weiter aufblähen.

Dem Treiben kann man entweder durch spezielle Addons zu Leibe rücken oder folgendes Script einsetzen:

#!/bin/bash

OLDIFS=$IFS
IFS=$'\n'

# Variablen für die Profil-Verzeichnisse
FFDIR="${HOME}/.mozilla/firefox"
TBDIR="${HOME}/.thunderbird"

# Prüfung, ob Firefox oder Thunderbird noch ausgeführt werden
FFRUNNING=$(find "$FFDIR" -name lock)
TBRUNNING=$(find "$TBDIR" -name lock)

# Funktion, um zu prüfen, ob das Programm noch ausgeführt wird
function check_running {
  if [ -n "$1" ]
  then
    echo -e "\n${2} wird noch ausgeführt!\nBitte beenden Sie ${2}, ";
    echo "bevor Sie die Datenbanken komprimieren!\n";
    exit $3;
  fi
}

# Funktion zum Komprimieren der Datenbanken
function shrink_dbs {
  echo -e "\nKomprimiere ${1}-Datenbanken"
  FILES=$(find "${2}" -name *sqlite);

  for db in $FILES;
  do
    echo "VACUUM;" | sqlite3 $db ;
  done;

  echo -e "${1}-Datenbanken komprimiert\n"
}

# prüfen, ob FF und TB noch laufen
check_running "$FFRUNNING" "Firefox" -110
check_running "$TBRUNNING" "Thunderbird" -210

# Datenbanken komprimieren
shrink_dbs "Firefox" "$FFDIR"
shrink_dbs "Thunderbird" "$TBDIR"

IFS=$OLDIFS

Nachdem das Script durchgelaufen ist, sollten Firefox und Thunderbird ihre Aufgaben wieder etwas zügiger verrichten.

namebench – den optimalen DNS-Server finden

Christoph hat auf „Linux und ich“ vor einigen Tagen das Programm namebench ausführlich vorgestellt.

Da man das Rad ja nicht zweimal erfinden muss, spare ich mir daher eine Wiederholung und gehe gleich dazu über, wie man namebench unter Fedora nutzen kann 😉

Um namebench mit einer graphischen Oberfläche nutzen zu können, muss zuerst das Paket tkinter1 via yum installiert werden

su -c'yum install tkinter'

anschließend kann man namebench direkt im terminal über

<Pfad zum namebench-Verzeichnis>/namebench.py

starten und herausfinden, ob man bereits den optimalen DNS-Server nutzt.

  1. heißt anscheinend bei Debian und Co python-tk []