Firefox: Installation von Addons nur eingeschränkt möglich

Durch einen Bug in Xulrunner kann man momentan mit Firefox 9 nur über Umwege Addons von addons.mozilla.org installieren. Ursache sind anscheinend Teile der OpenWebApps Runtime von Mozilla, die in den Sourcecode-Archiven enthalten und bei allen Firefox-Versionen, die nicht direkt von Mozilla stammen, aktiv sind. Binärpakete, die von Mozilla direkt stammen sind anscheinend nicht betroffen.

Um auch unter Firefox 9 Addons von addons.mozilla.org zu installieren, kann man einen der folgenden Workarounds nutzen:

  • Den Link zur XPI-Datei, der sich hinter dem Installieren-Button verbirgt kopieren und in einem neuen Tab öffnen
  • Das gewünschte Addon über den Addon-Manager von Firefox installieren.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Problem bis zur Freigabe von Firefox 10 gefixt ist oder das jemand bei Fedora sich um den korrespondierenden Bug kümmert und das Problem „downstream“ patcht.

ALT-Tastenkombinationen funktionieren nicht mehr

Durch einen Patch für gkt+ 2.24.8 funktionieren auf einer „normalen“ PC-Tastatur Tastenkombinationen mit ALT sowie STRG nicht mehr.

Das besonders ärgerliche daran ist, das so ein Patch eigentlich weder in eine stabile Version von gtk+ noch für Fedora 16 hätte übernommen werden dürfen, da er Anpassungen für diverse Programme erfordert und somit auch eine Fedora-Regel1 für Updates der stabilen Fedora-Versionen verletzt.

Glücklicherweise gibt es zumindest für Fedora bereits einen Patch, der das Problem behebt, jedoch wurde das gtk+ 2.24.8 Paket noch nicht erstellt, was aber wahrscheinlich demnächst passieren sollte.

  1. Avoid changing the user experience if at all possible []

Mate Desktop für Fedora 17 oder 18?

Angestoßen durch einen Review-Request für zwei Pakete des Gnome 2 Forks Mate wird momentan diskutiert, ob man diesen Desktop in Fedora 17 oder 18 integrieren soll oder nicht.

Neben einigen Befürwortern stellen jedoch einige Entwickler die Sinnhaftigkeit von Mate in Frage und verweisen darauf, das es ihrer Meinung nach sinnvoller wäre, entweder die für Mate aufgewendete Energie in Xfce oder Lxde zu investieren oder Themes und Extensions für Gnome 3 zu schreiben, um so die fehlenden Funktionen dort zu implementieren. In ihren Augen macht keinen Sinn, Probleme dadurch zu lösen, eine weitere Baustelle aufzureißen. Darüber hinaus hinterfragen sie Ernsthaftigkeit von Mate da Momentan nicht klar ist, wie viele Entwickler sich an dem Projekt beteiligen oder ob sich lediglich um eine One-man-show handelt.

IMHO: Wie zur Hölle …

… bringe ich Evolution bei, den Absender einer Mail darauf zu überprüfen, ob er ein einem bestimmten Adressbuch abgelegt ist, um die Mail dann beispielsweise in einen bestimmten Ordner zu verschieben?

Bislang nutze ich diese Möglichkeit, um meine Newsletter schnell und einfach in einen separaten Ordner zu verschieben. Glücklicherweise bietet Thunderbird einem diese Möglichkeit an. Warum Evolution dies noch immer nicht kann, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Und wenn man mal bei Tante Google ein wenig nach

evolution filter address book

sucht, wird man schnell feststellen, das es mehrere Leute gibt, die so eine Funktion bräuchten. Die gängigen Antworten auf entsprechende Fragen lauten jedoch entweder schlicht „geht nicht“ oder man solle sich mit irgendwelchen Scripten behelfen, die jedoch mit modernen Evolution-Versionen nicht mehr zu funktionieren scheinen.

Falls also jemand eine Idee hat, wie ich dieses Problem lösen kann, ohne > 20 Mailadressen in einen Filter packen zu müssen, einfach in den Kommentaren posten 😉

Nachtrag: Ich hab da mal nen Bugreport zu geschrieben: https://bugzilla.gnome.org/show_bug.cgi?id=663765

Poettering will /bin, /sbin und /usr/sbin abschaffen

Auf der Fedora-Entwicklerliste hat Lennart Poettering heute vorgeschlagen, die Verzeichnisse /bin, /sbin und /usr/sbin zugunsten von /usr/bin aufzulösen.

Poettering begründet seinen Vorschlag unter anderem damit, das die ursprünglichen Intentionen für die Trennung spätestens seit der Einführung von initrd mehr existent und die Trennung mittlerweile eher Fluch als Segen ist. So verstehen laut Poettering viele Entwickler nicht, wann welche Dateien in welches der bin-Verzeichnisse gehören. Auch Distributionsspezifische Hacks würden überflüssig werden, wenn es nur noch ein einziges bin-Verzeichnis geben würde.

Laut Poettering wäre die Verschmelzung insgesamt für alle relevanten Parteien1 eine Win-Win-Situation. Des weiteren hätten erste Versuche gezeigt, das bei der Verschmelzung von /bin, /sbin und /usr/sbin mit /usr/bin keine schweren Probleme zu erwarten seien.

Nachtrag

Der Vorschlag kam ursprünglich von Harald Hoyer, welche auch die Umsetzung vornehmen soll. Danke an mrunge für den Hinweis.

  1. Entwickler, Paketierer und Administratoren []

Chromium unter Fedora 16 nutzen

Tom „Spot“ Callaway stellt in seinem persönlichen Repository zwar Chromium Builds für Fedora 16 bereit, jedoch erhält man beim Start im Terminal folgende Fehlermeldung

execv failed: Permission denied

Um das Problem zu lösen, muss der SELinux Kontext für die Chromium Sandbox korrigiert werden. Das geschieht über folgenden Befehl

su -c'chcon -t textrel_shlib_t /usr/lib/chromium-browser/chrome-sandbox'

Anschließend lässt sich Chromium wieder ganz normal starten.

Fedora 16: Darstellungsfehler in ePDFView

Die momentan von Fedora ausgelieferte Version des PDF-Viewers ePDFView hat offensichtlich ein Problem bei der Darstellung von PDFs, welche Grafiken enthalten.

So ist beispielsweise bei Rechnungs-PDFs von o2 das Logo nicht dunkelblau sondern in einem hellen Braun gehalten. In meinem Lebenslauf, den ich als PDF bei Bewerbungen per Mail versende, sieht das Foto auf dem Deckblatt eher aus, wie das Negativ des Fotos.

Das Problem ist als Bug 745483 gemeldet und wird hoffentlich bald behoben.