dnf bekommt protected_packages Plugin

Die kommende Version 0.5.3 von Fedoras zukünftigem Paketmanager dnf wird im dnf-plugnis-core Paket ein protected_packages Plugin mitbringen. Dieses Plugin wird u.a. verhindern, das man den aktuell gebooteten Kernel deinstalliert und seinem System dadurch den Todesstoß verpasst.

Priorities Plugin für yum einrichten und nutzen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wer (mehrere) Fremd-Repositories (Side-Repos) nutzt, kennt sicher das Problem, das diese teilweise versuchen Pakete aus anderen Side-Repos zu aktualisieren oder in ganz seltenen Fällen sogar Pakete aus den Fedora-Repositories aktualisieren wollen.

Wer so einem Treiben von vornherein einen Riegel vorschieben möchte, sollte das Priorities-Plugin für yum installieren. Das Plugin sorgt dafür, das jedes Repository eine Priorität (standardmäßig 99) zugewiesen bekommt und kein Repository Pakete aus Repositories mit höherer Priorität überschreibt.

Dafür muss zunächst das Plugin installiert werden:

su -c'yum install yum-plugin-priorities'

Anschließend sollten die Fedora-Repositories unbedingt die Priorität 1 zugewiesen bekommen, um zu verhindern, das Pakete aus diesen Repositories von Nicht-Fedora-Repositories überschrieben werden:

su -c'yum-config-manager --setopt=fedora.priority=1 --save'
su -c'yum-config-manager --setopt=updates.priority=1 --save'
su -c'yum-config-manager --setopt=updates-testing.priority=1 --save'

Sofern man nur 1 zusätzliches Side-Repo nutzt oder sich die übrigen Side-Repos mit einander vertragen, braucht man nichts mehr weiter zu tun. Ansonsten sollte man den Side-Repos, die sich gegenseitig Pakete überschreiben wollen, unterschiedliche Prioritäten zuweisen, um dem Treiben ein Ende zu bereiten:

su -c'yum-config-manager --setopt=Repo-ID.priority=X --save'

Wobei Repo-ID und X entsprechend ersetzt werden müssen. Wichtig ist, das man den Side-Repos Prioritäten >= 2 zuweist, da die Priorität 1 den Fedora-Repositories vorbehalten sein sollte. Die Repo-ID kann man relativ einfach durch

yum repolist

in Erfahrung bringen.

Einige Repo-IDs enthalten zusätzlich zur eigentlichen ID noch die verwendete Fedora-Version sowie die CPU-Architektur (z.B. „rpmfusion-free/20/x86_64“). Diese zusätzlichen Informationen werden hier nicht benötigt und können weg gelassen werden.

GPG-Paketschlüssel aufräumen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Mit jedem Fedora Upgrade werden neue GPG-Schlüssel mit installiert und auch viele Zusatzrepositories signieren ihre Pakete mit GPG und installieren entsprechende Schlüssel. Da diese Schlüssel nicht immer mit einem Ablaufdatum versehen sind, schadet es nicht, die angesammelten GPG-Paketschlüssel von Zeit zu Zeit zu entrümpeln.

Dazu muss zuerst das yum-keys Plugin installiert werden.

su -c'yum install yum-plugin-keys'

Nach der Installation gibt es 4 zusätzliche Kommandos für yum:

  • keys: listet alle vorhandenen Paketschlüssel auf
  • keys-data: zeigt den Public-Key-Block eines bestimmten Paketschlüssel an
  • keys-info: zeigt die allgemeinen Informationen (ID, Ausstellungsdatum etc) eines bestimmten Paketschlüssels an
  • keys-remove: entfernt einen Paketschlüssel aus dem System

Um die vorhandenen Paketschlüssel zu entrümpeln, sollte man sich zuerst mittels

yum keys

die vorhandenen Schlüssel auflisten lassen und anschließend die nicht mehr benötigten Schlüssel mittels

su -c'yum keys-remove Key-ID'

entfernen. Wobei Key-ID durch die ID des zu entfernenden Schlüssel ersetzt werden muss.

Bitte entfernen Sie nur Paketschlüssel, bei denen Sie sich absolut sicher sind, das sie nicht mehr benötigt werden!

Repository für das Google-Talk Plugin manuell einrichten

Das rpm für das Google-Talk Plugin bringt seit einigen Versionen keine Repository-Datei mehr mit, was zur Folge hat, das man das Plugin entweder manuell aktualisieren oder das Repository von Hand einrichten muss.

Im ersten Schritt erstellen wir die Repository-Datei

su -c'nano /etc/yum.repos.d/google-talk-plugin.repo'

Die Repository-Datei enthält anschließend folgenden Inhalt

[google-talk-plugin]
name=google-talk-plugin
baseurl=http://dl.google.com/linux/talkplugin/rpm/stable/x86_64
enabled=1
gpgcheck=1

Nachdem wir Nano mittels STRG+O und anschließend STRG+X beendet haben, lesen wir das Repository mittels

su -c'yum check-update'

ein und prüfen gleichzeitig, ob es eventuell ein Update für das Google-Talk Plugin gibt.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

PDFs mit Mozplugger direkt im Browser anzeigen

Mozplugger ist ein Plugin für SeaMonkey und Firefox, das es erlaubt, verschiedene Anwendungen direkt in SeaMonkey/Firefox einzubetten und so z.B. PDFs direkt im Browser anzuzeigen.

Da Mozplugger teil des Fedora Repositories ist, lässt es sich schnell und einfach via

su -c'yum install mozplugger'

installieren.

Die Konfigurationsdatei von Mozplugger ist bereits für die Anzeige von PDFs mittels kpdf, xpdf, okular und ePDFView vorbereitet. Wer evince zur Anzeige von PDFs nutzt, muss die /etc/mozpluggerrc mittels

su -c'nano /etc/mozpluggerrc'

bearbeiten und dort in Zeile 282 folgendes einfügen:

repeat noisy swallow(evince) fill: evince "$file"

nach dem Speichern der Änderungen sowie einem obligatorischen Neustart von Firefox/SeaMonkey funktioniert Mozplugger auch mit Evince.

(via)

Der Anfang vom Ende: Flash-Plugin 11.2 erschienen

Adobe hat heute die finale Version 11.2 des Flash-Plugins freigegeben und damit de-facto den Anfang vom Ende des Flash-Plugins unter Linux eingeläutet. Adobe verspricht zwar, die Version 11.2 des Plugins unter Linux für die nächsten 5 Jahre zu pflegen, jedoch bezieht sich dieses Versprechen nur auf Sicherheitsupdates und Bugfixes.

Wer neuere Funktionen möchte oder benötigt, wird gezwungen sein, Google Chrome zu verwenden.

IMHO: gnash ist noch keine Alternative zum Adobe Flash-Plugin

Ich würde ja gerne vom Adobe Flash-Plugin auf gnash umsteigen, nur wird es irgendwann nervig, wenn man ständig auf irgendwelchen Seiten gnash wieder de- und das Adobe Flash-Plugin aktivieren muss, weil die Seite sonst nicht benutzbar ist.

Vimeo, die Video-Sektion von Golem.de oder Al Jazeera wären da ein paar Beispiele, bei denen Gnash versagt und man das Adobe Flash Plugin nutzen muss, um die Videos sehen zu können. Besonders erschwerend kommt hinzu, das man manchmal sogar noch den Browser neu starten muss, damit die Seite nach dem Umstellen des Flash-Plugins endlich funktioniert.

Von daher ist gnash nach wie vor für mich noch keine wirkliche Alternative zum Adobe Flash-Plugin. Aber wie sehen das unsere Leser?

Ist gnash eine Alternative zum Adobe Flash-Plugin

  • Nein (76%, 29 Stimen)
  • Ja (13%, 5 Stimen)
  • mir egal / ich nutze kein Flash (11%, 4 Stimen)

Stimmen gesamt: 38

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