Tomahawk für Fedora

Wie Rex Dieter in seinem Blog schreibt, ist der social media player tomahawk seit kurzem Bestandteil der Fedora Repositories.

Momentan existieren zwar nur Pakete für Rawhide, Dieter geht aber davon aus, das die Pakete für Fedora 16 in Kürze folgen werden.

Googles kleiner Gemischwarenladen: Google-Talk-Plugin für x86_64

Wer sich die 64bit Version des Google-Talk-Plugins, das u.a. für die Hangouts von Google+ benötigt wird, installieren will, wird feststellen, dass das Plugin-Paket einen Haufen an 32bit Paketen installieren will.

Nach kurzer Google-Recherche bin ich auf einen Post in den Google Groups gestoßen, der dieses Phänomen wie folgt erklärt (Hervorhebung von mir):

The x86_64 google-talkplugin package currently contains one file which has not yet been fully ported to 64-bit. That file is 32-bit even in the x86_64 package, and as a result the package has some i686 dependencies. We are working toward a fully 64-bit version of google-talkplugin but in the meantime we recommend users to simply allow the package to install all of its dependencies.

Soll heißen, dass das Plugin nach wie vor ein Datei verwendet, die noch immer nicht nach 64bit portiert wurde und deshalb die 32bit Pakete installiert werden müssen.

Gut zu wissen 😉

Mate Desktop für Fedora 17 oder 18?

Angestoßen durch einen Review-Request für zwei Pakete des Gnome 2 Forks Mate wird momentan diskutiert, ob man diesen Desktop in Fedora 17 oder 18 integrieren soll oder nicht.

Neben einigen Befürwortern stellen jedoch einige Entwickler die Sinnhaftigkeit von Mate in Frage und verweisen darauf, das es ihrer Meinung nach sinnvoller wäre, entweder die für Mate aufgewendete Energie in Xfce oder Lxde zu investieren oder Themes und Extensions für Gnome 3 zu schreiben, um so die fehlenden Funktionen dort zu implementieren. In ihren Augen macht keinen Sinn, Probleme dadurch zu lösen, eine weitere Baustelle aufzureißen. Darüber hinaus hinterfragen sie Ernsthaftigkeit von Mate da Momentan nicht klar ist, wie viele Entwickler sich an dem Projekt beteiligen oder ob sich lediglich um eine One-man-show handelt.

VirtualBox unter Fedora installieren

Um VirtualBox installieren zu können, muss man sich zuerst einmal entscheiden, ob man die OpenSource Edition („OSE“) oder die proprietäre Variante nutzen möchte.

Propietäre VirtualBox Version

Falls man sich gegen die OSE entscheidet, muss man zuerst einmal ein paar Pakete installieren, damit das Kernel-Modul nach jedem Kernel-Update automatisch für den neuen Kernel compiliert wird:

su -c 'yum install kernel-headers kernel-devel gcc gcc-c++ dkms'

Anschließend kann man sich einfach das Repo-File von VirtualBox herunterladen, unter /etc/yum.repos.d speichern und anschließend VirtualBox einfach via

su -c 'yum install virtualbox-4.1'

installieren.

OpenSource Edition von VirtualBox

Für die OSE benötigt man lediglich die Repos von rpmFusion um VirtualBox via

su -c'yum install VirtualBox-OSE --enablerepo=rpmfusion-updates-free-testing'

zu installieren. Die temporäre Aktivierung des testing-Repositories für die freien Komponenten ist notwendig, da sich das zwingend benötigte Paket mit dem Kernel-Modul für den Kernel 3.1.4 noch dort befindet und ansonsten nicht installiert werden würde.

Zuletzt müssen die Kernel-Module noch mittels

su -c '/etc/sysconfig/modules/VirtualBox-OSE.modules'

aktiviert und geladen werden.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Umstellung auf systemd wird weiter vorangetrieben

Auf der Entwickler-Liste hat Thomas Mraz heute darauf hingewiesen, das Pakete, die ausschließlich Init-Scripte für System-V und keine systemd-Pendants enthalten, gegen die Regeln für das Erstellen von Paketen verstoßen.

Auch wenn es nicht explizit beschlossen wurde, so werden die Paket-Verwalter gewarnt, das es durchaus passieren könne, das solche Pakete noch vor dem Release der Alpha von Fedora 17 geblockt werden. Mit „geblockt“ sei in diesem Fall die Entfernung aus den Fedora Repositories gemeint. Ein geblocktes Paket könne danach nur durch ein neues Review wieder in die Distribution aufgenommen werden.

Das System mit pkcon aktualisieren

Seit einigen Versionen nutzt Fedora PackageKit als grafische Oberfläche für das Paketmanagement. Vielen dürfte wahrscheinlich jedoch nicht bekannt sein, das PackageKit mit pkcon auch in der Konsole nutzbar ist.

Um sein System mittels pkcon zu aktualisieren, stehen folgende Kommandos zur Verfügung:

pkcon get-updates
pkcon update

pkcon get-updates prüft, ob neue Updates bereitstehen und gibt gegebenenfalls eine Liste der verfügbaren Updates aus.

Um die Updates zu installieren, wird pkcon mit dem Parameter update aufgerufen, um alle Updates zu installieren. Um nur ein bestimmtes Update zu installieren, wird pkcon als zusätzlichem Parameter der Name des Paketes übergeben. Beispielsweise

pkcon update kernel

Um einen neuen Kernel zu installieren.

IMHO: Die AusweisApp und Linux: Ein Trauerspiel!

Mitte des Jahres war es endlich so weit: Die Linux-Version der AusweisApp für Linux wurde nach langem Warten veröffentlicht. Seit dem sind knapp 6 Monate vergangen und zu den damals veröffentlichen Paketen für Debian und Ubuntu hat sich zwischenzeitlich nur ein Paket für OpenSuse gesellt. Pakete für andere Distributionen aus den Top-10 von Distrowatch sucht man hingegen nach wie vor vergebens.

Ebenfalls wenig Vertrauenerweckend sind auch folgende Sätze, die man auf der Download-Seite lesen „darf“:

Hinweis für Nutzer von Ubuntu 11.04 und 11.10
Der Fenstermanager unity wird nicht unterstützt (siehe FAQ-Eintrag).

Oder etwa

Die aktuelle Version 1.5 der AusweisApp für Windows unterstützt den Internetbrowser Firefox 7. Eine Lösung für die Linux Distributionen wird derzeit erarbeitet.

Auch wenn man über Unity geteilter Meinung sein darf, so gibt es doch kein sehr gutes Bild ab, wenn eine Anwendung (aus welchen Gründen auch immer) eine oder mehrere Benutzeroberflächen nicht unterstützt.

Aber auch der Umstand, das es bei der Linux-Version einer anderen „Lösung“ bedarf, als bei der Windows-Version, um die Anwendung zum Firefox 7 kompatibel zu machen, wirkt nicht wirklich professionell. Zumindest, wenn es darum geht, Software für mehrere Plattformen parallel zu entwickeln. Das die Linux-Version zumindest bei den Versionsnummern hinterherhinkt, fällt da schon nicht mehr arg ins Gewicht.

Liebes BIS, so wird das nix mit der gewünschten Akzeptanz des ePerso. Warum sollte ich mir diesen ach so tollen Personalausweis früher als nötig zulegen, wenn ich ihn nicht mit dem Betriebssystem meiner Wahl nutzen kann? Für die fälligen 29 Euro findet sich garantiert eine bessere Verwendung :mrgreen:

Vielleicht sollte Fedora-Blog.de eine Presseanfrage1 an das verantwortliche BSI richten, ob und wann weitere Distributionen unterstützt werden oder wie man sich als Nutzer einer (noch) nicht unterstützten Distribution verhalten soll, wenn man den ePerso im Internet nutzen möchte 😉

  1. oder zumindest eine Anfrage im Namen von Fedora-Blog.de []