Fedora-Blog unterstützt IGEL

Wie der Leserschaft vielleicht bekannt ist, fordern deutsche Verleger seit längerer Zeit ein so genanntes Leistungsschutzrecht, welches letztendlich lediglich das veraltete Geschäftsmodell der Verlage auch in Zeiten des Internets sichern und künstlich am Leben erhalten soll.

Da ein solches Leistungsschutzrecht dem Open Source Gedanken diadiametral entgegen steht, haben wir uns dazu entschlossen, IGEL (Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht) zu unterstützen, in der Hoffnung, das Leistungsschutzrecht letztendlich verhindern zu können.

Wir würden uns freuen, wenn unsere Leserschaft unserem Vorbild folgt und IGEL ebenfalls zahlreich unterstützt.

Fragwürdiges Urteil

Wie heise online berichtet (>>klick) sind mehrere Open Source-Anbieter vor dem Schweizer Bundesgericht in letzter Instanz mit ihrer Klage gegen die Vergabe von Aufträgen an Microsoft ohne öffentliche Ausschreibung gescheitert, da das Gericht der Ansicht ist, das nicht ausreichend nach gewiesen wurde, das es tatsächlich Konkurrenzprodukte gibt.

Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht hatte die Klage in erster Instanz bereits letztes Jahr abgewiesen (>>klick), da angeblich nur Anbieter von Microsoft Software gegen die Auftragsvergabe hätten klagen können.

Microsoft will keine OpenSource Software im Marketplace

Wie die Kollegen von Winfuture berichten (>>klick), hat Microsoft in seinen Richtlinien für den Marketplace unter anderem Software, die GPL v3 lizensiert ist von der Aufnahme in den Marketplace ausgeschlossen.

Jan Wildeboer, der als Open Source-Evangelist bei Red Hat arbeitet, äußert sich in seinem Blog (>>klick) befremdet über diese Klausel. Laut Wildeboer trifft diese Klausel wohl auch Software, die lediglich GPL v3 lizensierte Bibliotheken nutz und Software, die unter Microsofts eigenen Open Souce Lizenzen1 lizensiert ist. Letzteres entbehrt zumindest nicht einer gewissen Ironie.

  1. „Microsoft Reciprocal License“ und „Microsoft Public License“ []

Skype wird (teilweise) Open Source

Wie heite open berichtet, hat Skype Gerüchte bestätigt, wonach man an einer Open Source Version des VoIP Clients arbeite. Skype verspricht sich von der Open Source Version eine bessere Anpassung und Integration in die verschiedenen Linux Distributionen. Was jedoch erst auf den zweiten Blick erkennbar ist: Lediglich die grafische Oberfläche soll Open Source werden. Das properitäre Skype Protokoll soll auch weiterhin nur als vorcompilierte Library veröffentlicht werden.