Offline-Updates über das Terminal starten

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wer z.B. unter Xfce die Offline-Updates nutzen, jedoch nicht Gnome-Software installieren möchte, kann das Offline-Update auch per Terminal anstoßen. Voraussetzung dafür ist, das PackageKit installiert ist.

Das eigentliche Offline-Update ist im Grunde nur eine Abfolge von PackageKit-Kommandos:

pkcon refresh force
pkcon get-updates
pkcon -d update
pkcon offline-get-prepared
pkcon offline-trigger

Das Erste Kommando weißt PackageKit an, die Metadaten zu aktualisieren. Als nächstes werden die Metadaten nach verfügbaren Updates durchsucht. Im Anschluss daran, werden die Updates heruntergeladen und zur Installation bereitgestellt. Die beiden letzten Kommandos initialisieren das Offline-Update und weisen das System an, beim nächsten (Re)Boot in ein spezielles Systemd-Target zu booten und die Updates zu installieren.

Wer keine Lust hat, die Kommandos jedes mal einzeln aufzurufen, kann sich dafür auch einen Bash-Alias anlegen:

alias offlineupd='pkcon refresh force && pkcon get-updates && pkcon -d update && pkcon offline-get-prepared && pkcon offline-trigger'

Fedora 21: PackageKit macht Probleme

In PackageKit und einigen abhängigen Komponenten wurden einige Bugs gefunden, die einerseits ein Update erfordern, andererseits aber auch genau das verhindern können.

Falls es in der letzten Zeit bei den so genannten Offline-Updates zu Probleme kam, sollte man PackageKit und Co mit folgendem Befehl aktualisieren:

su -c 'yum update --advisory=FEDORA-2015-0921'

Beim folgenden Update sollten u.a. PackageKit und libhif aktualisiert werden.

Sollte das Offline-Update nach dem Update noch immer nicht fehlerfrei funktionieren, hilft meistens

pkcon repair

sowie ein anschließender Reboot des Systems.

Quelle: Fedora Magazine

IMHO: Was fehlt: silent updates

IMHO ist der Kommentar von Fedora-Blog.de.
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

Seit einigen Versionen beherrscht PackageKit in Kombination mit Gnome so genannte „Offline-Updates“, was nichts anderes bedeutet, als das Updates während des Bootvorgangs in einer speziellen Umgebung installiert werden.

Wenn man diesen Gedanken jedoch konsequent zu ende denkt, können die Offline-Updates nur der erste Schritt auf dem Weg zu stillen Updates, die man auch etwas vulgär „halt die Klappe und mach einfach Modus“ nennen könnte, gewesen sein. Dieser zweite Schritt ist jedoch eigentlich schon mehr als überfällig.

Oder um es mit den Worten von David Sieg zu sagen:

… Jetzt mal ehrlich: Wen interessiert, dass libcurl, libfoo und libArsch aktualisiert wurden?

Das sind doch wieder Informationen, die nur Arch-, Gentoo- und andere Wirrköpfe brauchen…

Die meisten Benutzer dürfte es in der Tat kaum interessieren, welche Pakete gerade aktualisiert werden sollen. Sie wollen einfach ein stabiles und sicheres System, mit dem sie arbeiten können und nicht mit für sie belanglosen Informationen, wie eben der, welche Updates verfügbar sind, belästigt werden.

Microsoft hat das erkannt und bietet diese stillen Updates, bei dem die Updates im Hintergrund heruntergeladen und beim nächsten Herunterfahren des Systems installiert werden, schon seit einiger Zeit an. Warum tut sich Linux dann bitte so schwer damit seinen Nutzern so etwas anzubieten?

Oder ist Linux im Grunde noch immer ein System von Freaks für Freaks?

Fedora 18 bekommt „offline“ Updates

Ein weiteres, für Fedora 18 akzeptiertes Feature sind die „offline“ Updates. Wobei offline in diesem Fall bedeutet, das die Updates in einer kontrollierten, minimalen Umgebung und nicht wie bislang im laufenden Betrieb installiert werden. Durch diese Maßnahme sollen unter anderem Probleme beim Update von Bibliotheken verhindert werden, wenn Anwendungen oder Dienste, die diese Bibliotheken nutzen, während des Updates ausgeführt werden.

Diese Probleme sollen beim offline Update dadurch vermieden werden, das die Updates im Hintergrund heruntergeladen werden und anschließend der Benutzer informiert wird und das System in einen speziellen Update-Modus booten kann, in dem die Updates installiert werden. Eine Installation von Updates im laufenden Betrieb mit yum oder anderen Kommandozeilentools soll auch weiterhin möglich sein.