Fedora erhält vollständigen MP3-Support

Wie das Fedora Magazine berichtet, wird Fedora in Kürze auch über einen MP3-Encoder verfügen. Dies wird möglich, da die Patente auf die MP3-Technologie vor kurzem ausgelaufen sind und die Rechtsabteilung von Red Hat aufgrund dessen die Erlaubnis erteilt hat, MP3-Encode in Fedora aufzunehmen.

Bis es so weit ist, wird es aber noch ein wenig dauern, da zwar die Patente auf MP3, jedoch nicht die auf andere MPEG-Technologien ausgelaufen sind, was die Suche nach geeigneten Encodern erschwert.

Fedoras eigenen MP3-Support aktivieren

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wer anstelle der Pakete von rpmFusion lieber auf den Fedora eigenen Support für MP3 setzen möchte, kann die Umstellung relativ einfach durchführen.

Zuerst muss das rpmFusion Paket gstreamer1-plugins-ugly deinstalliert werden, sofern dies installiert ist:

su -c'dnf remove gstreamer1-plugins-ugly'

Als nächstes müssen nur noch die Pakete gstreamer1-plugin-mpg123 sowie mpg123-libs installiert werden. Sobald die Pakete in den offiziellen Fedora-Repositories gelandet sind, ist dies über folgenden Befehl möglich:

su -c'dnf install gstreamer1-plugin-mpg123 mpg123-libs'

Bis dahin müssen die Pakete direkt aus Koji heruntergeladen und installiert werden, falls man nicht so lange warten möchte.

Fedora erlaubt ab heute MP3-Decoder

Ein kurzer Tweet von Tom „Spot“ Callaway dürfte für viele Fedora-Nutzer eine gute Nachricht sein

Zu deutsch:

Seit heute sind MP3-Decoder in Fedora erlaubt.

Womit in naher Zukunft wohl für viele Nutzer einer der Hauptgründe, externe Repositories wie rpmFusion zu nutzen, entfallen dürfte, sobald Fedora MP3 Decoder in seine Repositories aufgenommen hat.

Fedora 23: kein MP3-Support im Moment

Nutzer der momentan in der Entwicklung befindlichen Version 23 von Fedora müssen zur Zeit ohne MP3-Support auskommen, da sich das Paket gstreamer1-plugins-bad-freeworld, welches das MP3-Plugin für gstreamer 1.x enthält, nicht installieren lässt.