Führungswechsel bei Fedora

Jared K. Smith hat heute auf der Fedora-Liste für Ankündigungen bekanntgegeben, das er die Leitung des Fedora-Projektes an Robyn Bergeron abgeben wird.

Bergeron war bislang vor allem in den Marketing und Cloud SIGs aktiv und dürfte dadurch keine unbekannte innerhalb des Fedora-Projektes sein. Nebenbei ist sie die erste Frau, die ein Linux-Distributions-Projekt leitet.

Evolution: Mehere Identitäten für Mail-Accounts

Heutzutage ist es nicht unüblich, sich serverseitig für seine Mail-Accounts1 Aliase zu definieren, um nicht für jede Adresse einen neuen Mail-Account anlegen zu müssen. Unglücklicherweise bietet Evolution anscheinend für solche Aliase keine direkte Unterstützung.

Man kann sich jedoch mit einem kleinen Trick behelfen, indem man in Evolution einfach ein neues Konto für den Alias anlegt und als Server-Art für den Abruf der Mails „keine“ auswählt und in den SMTP-Einstellungen einfach die Daten des Haupt-Accounts einträgt. So mit werden zwar keine Mails für das Alias-Konto abgerufen, was ja auch nicht nötig ist, aber man unter der Alias-Adresse Mail verschicken, ohne jedes mal die Konto-Einstellungen ändern zu müssen.

  1. keine Freemail-Accounts []

IMHO: Wie zur Hölle …

… bringe ich Evolution bei, den Absender einer Mail darauf zu überprüfen, ob er ein einem bestimmten Adressbuch abgelegt ist, um die Mail dann beispielsweise in einen bestimmten Ordner zu verschieben?

Bislang nutze ich diese Möglichkeit, um meine Newsletter schnell und einfach in einen separaten Ordner zu verschieben. Glücklicherweise bietet Thunderbird einem diese Möglichkeit an. Warum Evolution dies noch immer nicht kann, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Und wenn man mal bei Tante Google ein wenig nach

evolution filter address book

sucht, wird man schnell feststellen, das es mehrere Leute gibt, die so eine Funktion bräuchten. Die gängigen Antworten auf entsprechende Fragen lauten jedoch entweder schlicht „geht nicht“ oder man solle sich mit irgendwelchen Scripten behelfen, die jedoch mit modernen Evolution-Versionen nicht mehr zu funktionieren scheinen.

Falls also jemand eine Idee hat, wie ich dieses Problem lösen kann, ohne > 20 Mailadressen in einen Filter packen zu müssen, einfach in den Kommentaren posten 😉

Nachtrag: Ich hab da mal nen Bugreport zu geschrieben: https://bugzilla.gnome.org/show_bug.cgi?id=663765

Poettering will /bin, /sbin und /usr/sbin abschaffen

Auf der Fedora-Entwicklerliste hat Lennart Poettering heute vorgeschlagen, die Verzeichnisse /bin, /sbin und /usr/sbin zugunsten von /usr/bin aufzulösen.

Poettering begründet seinen Vorschlag unter anderem damit, das die ursprünglichen Intentionen für die Trennung spätestens seit der Einführung von initrd mehr existent und die Trennung mittlerweile eher Fluch als Segen ist. So verstehen laut Poettering viele Entwickler nicht, wann welche Dateien in welches der bin-Verzeichnisse gehören. Auch Distributionsspezifische Hacks würden überflüssig werden, wenn es nur noch ein einziges bin-Verzeichnis geben würde.

Laut Poettering wäre die Verschmelzung insgesamt für alle relevanten Parteien1 eine Win-Win-Situation. Des weiteren hätten erste Versuche gezeigt, das bei der Verschmelzung von /bin, /sbin und /usr/sbin mit /usr/bin keine schweren Probleme zu erwarten seien.

Nachtrag

Der Vorschlag kam ursprünglich von Harald Hoyer, welche auch die Umsetzung vornehmen soll. Danke an mrunge für den Hinweis.

  1. Entwickler, Paketierer und Administratoren []

Kontakte zwischen Android und Thunderbird synchronisieren

Vorbereitung

Zuerst werden auf dem Android-Handy die Apps von Facebook, Twitter oder anderen Social Networks installiert und die Kontakte mit dem Smartphone synchronisiert.

Zusammenfassen der Kontakte

Im nächsten Schritt loggen wir uns in die Weboberflächte von Google Mail ein und öffnen die Kontakte. Dort starten wir unter „Mehr“ die Funktion „Duplikate suchen und zusammenführen“ um gleich lautende Kontakte halbautomatisch zusammen zu führen. Im nächsten Schritt führen wir ggf. übrig geblieben doppelte Kontakte manuell über die Funktion „Kontakte zusammenführen“ zusammen.

Synchronisation mit Thunderbird

Damit die Android Kontakte mit Thunderbird synchronisiert werden können, muss zuerst die Erweiterung gContactSync installiert werden. Nach dem obligatorischen Neustart öffnet sich ein Dialog, in dem man festlegen kann, welches Adressbuch mit welchem Google Konto und welcher Kontakt-Gruppe synchronisiert werden soll.

Sobald man diese Einstellungen seinen Wünschen entsprechend vorgenommen hat, werden die Android-Kontakte über den Umweg Google mit Thunderbird synchronisiert.

Update-Benachrichtigungen unter Xfce4 nachrüsten

Um die fehlenden Update-Benachrichtigungen unter Xfce nach zurüsten, ist ein kleiner Trick nötig.

Zuerst kopieren wir das Script yumnotifier aus Matty’s Blog. Es empfiehlt sich jedoch, die Zeile

if [ -s ${WORK} ]

durch

if [ $? -ne "0" ]

zu ersetzen, damit auch tatsächlich nur dann eine Benachrichtigung erzeugt wird, wenn neue Updates vorhanden sind. Darüber hinaus muss noch in der Zeile

ADMIN="matty"

„matty“ durch den eigenen Benutzernamen ersetzt werden. Als nächstes machen wir das Skript mittels

chmod +x <Skript>

ausführbar und legen für den Benutzer root einen Crontab an, der das Skript stündlich ausführt.

su -
chrontab -e

der Crontab selber sieht wie folgt aus:

0 * * * * <Pfad zum Skript>

Um die Benachrichtigungen lesen zu können, legen wir zum Schluss in unserem Mail-Client ein zusätzliches Mail-Konto für Unix-Movemails an. Fortan werden wir auch unter Xfce4 wieder regelmäßig über neue Updates informiert.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Fedora 16 Alpha verspätet sich

Wie heute auf der Announce-Liste bekannt gegeben wurde, wird sich die Freigabe der Fedora 16 Alpha um eine Woche verzögern. Grund für die Verzögerung ist die große Anzahl der noch offenen Blocker-Bugs. Alle weiteren Termine verschieben sich somit ebenfalls um eine Woche nach hinten.