Poettering will /bin, /sbin und /usr/sbin abschaffen

Auf der Fedora-Entwicklerliste hat Lennart Poettering heute vorgeschlagen, die Verzeichnisse /bin, /sbin und /usr/sbin zugunsten von /usr/bin aufzulösen.

Poettering begründet seinen Vorschlag unter anderem damit, das die ursprünglichen Intentionen für die Trennung spätestens seit der Einführung von initrd mehr existent und die Trennung mittlerweile eher Fluch als Segen ist. So verstehen laut Poettering viele Entwickler nicht, wann welche Dateien in welches der bin-Verzeichnisse gehören. Auch Distributionsspezifische Hacks würden überflüssig werden, wenn es nur noch ein einziges bin-Verzeichnis geben würde.

Laut Poettering wäre die Verschmelzung insgesamt für alle relevanten Parteien1 eine Win-Win-Situation. Des weiteren hätten erste Versuche gezeigt, das bei der Verschmelzung von /bin, /sbin und /usr/sbin mit /usr/bin keine schweren Probleme zu erwarten seien.

Nachtrag

Der Vorschlag kam ursprünglich von Harald Hoyer, welche auch die Umsetzung vornehmen soll. Danke an mrunge für den Hinweis.

  1. Entwickler, Paketierer und Administratoren []

Liste der zuletzt verwendeten Dateien deaktivieren

Um die Liste der zuletzt geöffneten Dateien diverser Programme zu deaktivieren, sind folgende Kommandos notwendig:

rm -f ~/.local/share/recently-used.xbel
touch ~/.local/share/recently-used.xbel
su -c'chattr +i /home/<Username>/.local/share/recently-used.xbel'

Während das erste Kommando die vorhandene Liste entfernt, legt Kommando Nr.2 eine leere Datei mit gleichem Namen an, welche durch das letzte Kommando vor sämtlichen Veränderungen geschützt wird.

Zukünftig bleiben die Listen der zuletzt geöffneten Dateien leer 😉

Bilderlisten für den Xfce Desktop per Shell-Skript erstellen/aktualisieren

Der Xfce Desktop bietet die Möglichkeit, anstatt einzelner Bilder auch Bilderlisten als Hintergrundbild zu verwenden. Wenn man jedoch des öfteren solche Bilderlisten erstellt oder aktualisiert, ist die manuelle Erstellung der Listen auf Dauer relativ aufwendig.

Schneller geht es mit folgendem, einfachen, Shell-Skript

#! /bin/bash

if [ -n "$1" ]
then
    echo "# xfce backdrop list" > "$1/$2"
    find "$3" -name "$4"|sort >> "$1/$2"
else
    echo -e "\nUsage:\nlistcreate.sh SavePath FileName SearchPath Pattern\n"
    echo -e "Parameters:"
    echo -e "SavePath: Path where the filelist is saved"    
    echo -e "FileName: Filename of imagelist"
    echo -e "SearchPath: Path where to look for files"
    echo -e "Pattern: The search-pattern\n"
fi

Das Skript erstellt eine Bilderliste gemäß dem übergebenen Parametern und speichert sie an dem angegebenen Ort. Falls dort bereits eine Liste mit dem gleichen Namen existiert, wird die vorhandene Liste überschrieben und somit aktualisiert.

Fedora 16 Alpha verspätet sich

Wie heute auf der Announce-Liste bekannt gegeben wurde, wird sich die Freigabe der Fedora 16 Alpha um eine Woche verzögern. Grund für die Verzögerung ist die große Anzahl der noch offenen Blocker-Bugs. Alle weiteren Termine verschieben sich somit ebenfalls um eine Woche nach hinten.

EoL für Fedora 13 am 24.06.2011

Wie Kevin Fenzi auf der Announce Liste bekanntgegeben hat, endet der Lebenszyklus von Fedora 13 am 24.06.2011. Ab diesem Datum wird es folglich keine Updates mehr für Fedora 13 geben. Nutzer, die noch Fedora 13 einsetzen, sollten nach Möglichkeit auf eine neuere Version von Fedora upgraden, um auch weiterhin mit Updates versorgt zu werden.

Das System mit package-cleanup aufräumen

Wer des öfteren Pakete installiert und deinstalliert, häuft mit der Zeit eine Menge an Paketen an, die von keiner Anwendung mehr benötigt werden. Um diese „Müllhalde“ ein wenig abzubauen, biete sich das Programm package-cleanup an, welches normalerweise für yum die Aufräumarbeiten verrichtet.

Package-cleanup ist Teil des yum-utils Paketes, das ggf. zuerst nachinstalliert werden muss.

su -c'yum install yum-utils'

Anschließend kann das Aufräumen beginnen, indem wir uns zuerst um die Pakete kümmern, die in den aktivierten yum-Repostitories (nicht mehr) vorhanden sind. Hierzu nutzen wir das Kommando

package-cleanup --orphans

welches uns eben diese Pakete auflistet, die wir anschließend mit yum deinstallieren können.

Im nächsten Schritt kümmern wir uns nun um verwaiste Pakete, die von keinem anderen Paket mehr benötigt werden. Diese lassen wir uns mittels

package-cleanup --leaves

anzeigen, und entfernen sie anschließend wie gewohnt mit yum. Es empfiehlt sich, diesen Schritt so oft zu wiederholen, bis alle „Paket-Leichen“ entfernt sind.

Jedoch sollte man nicht blind links alle von den oben genannten Kommandos aufgelisteten Pakete entfernen, da es durchaus vorkommen kann, das Pakete als „Leaves“ aufgelistet werden, die man aber noch benötigt. Das Paket libreoffice-calc von Fedora 15 wäre hierfür ein gutes Beispiel.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

blogs.fedoraproject.org wird am 01.07.2011 geschlossen

Wie Keviin Fenzi auf der Fedora Announce-Liste klargestellt hat, wird der Service blogs.fedoraproject.org am 01.07.2011 geschlossen.

Laut Fenzi war ausschlaggebend für die Schließung des Dienstes, das es niemanden im Infrastruktur-Team gibt, der sich um den Dienst kümmert und das die eingesetzte WordPress MU Software regelmäßige Updates oder manuelle Patches erfordere. Hinzu komme die mangelhafte Nutzung des Dienstes.