[Fedora 26] Light-Locker: Entsperren von Sessions funktioniert nicht

Zumindest unter Fedora 26 scheint das entsperren einer automatisch gesperrten Session mit Light-Locker nicht zu funktionieren und in einem schwarzen Bildschirm zu enden (Bugreport).

Um das Problem zu umgehen, reicht es anscheinend, in der Energieverwaltung von Xfce, im Register „Sicherheit“, das automatische Sperren von Session zu deaktivieren und die Session bei Bedarf manuell zu sperren.

light-locker: Ein Session-Locker für LightDM

Wem der X-Screensaver bzw. xflock4 zu hässlich ist, weil sie sich nur bedingt in aktuelle Versionen von Xfce und Co integrieren, dem sei light-locker als mögliche Alternative ans Herz gelegt.

light-locker ist ein Session-Locker, der LightDM als Sperrbildschirm verwendet und so ein konsistenteres Aussehen zwischen Login- und Sperrbildschirm ermöglicht. Momentan steht light-locker jedoch nur über ein COPR als Fedora-Paket zur Verfügung.

Kennt Ihr auch ein interessantes Programm, das wir hier im Blog vorstellen sollten? Dann sagt uns Bescheid oder schreibt einen Gastbeitrag für uns.

Fedora 19: SELinux Fehlermeldung beim Start von LightDM

Wer LightDM unter Fedora 19 nutzt, wird sicher schon mit der Meldung

SELinux is preventing /usr/sbin/lightdm from ‚create‘ accesses on the file .dmrc.T5D7TW

Bekanntschaft gemacht haben. Wobei der Teil T5D7TW ein zufälliger Wert ist, der sich bei jedem Systemstart ändert.

Um die Meldung los zu werden sollte man zuerst sicherstellen, das man die aktuellste SELinux Policy verwendet:

su -c'yum update selinux-policy\*'

Sofern man die aktuellste Version der SELinux Policy verwendet, muss nur noch folgender Befehl ausgeführt werden:

su -c'setsebool -P xdm_write_home 1'

Danach sollte die SELinux Fehlermeldung zukünftig nicht mehr auftauchen.

Power-Menü von Lightdm nutzbar machen

Tim Lauridsen hat einen Bugzilla-Eintrag erstellt, in dem er das Fehler der üblichen Aktionen (Standby, Hibernate, Neustarten, Herunterfahren) bemängelt und gleichzeitig ein Lösung für das Problem anbietet.

Um das Power-Menü nutzbar zu machen, muss zuerst die .rule-Datei aus dem Bugzilla eintrag herunter geladen werden oder eine Datei mit folgendem Inhalt erstellt werden, die als 10-lightdm.rules gespeichert wird:

polkit.addRule(function(action, subject) {
    // check user is light dm
    if (subject.user == "lightdm") {
        // log requests
        polkit.log("action=" + action);
        polkit.log("subject=" + subject);
        // check for shutdown / restart requests
        if (action.id.indexOf("org.freedesktop.consolekit.system.") == 0) {
            return "yes";
        }
        // check for suspend / hibernate requests
        if (action.id.indexOf("org.freedesktop.upower.") == 0) {
            return "yes";
        }
    }
});

Im nächsten Schritt muss die Datei noch an die richtige Stelle im Dateisystem kopiert werden:

su -c'mkdir /etc/polkit-1/rules.d'
su -c'mv <Pfad>/10-lightdm.rules /etc/polkit-1/rules.d/'

Wobei <Pfad> der komplette Pfad zu der .rules-Datei ist.

Wenn man sich nun vom System abmeldet oder das System neu startet, kann man das Power-Menü in der oberen rechten Ecke endlich nutzen.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Fedora 17: Lightdm nutzt „falsches“ Terminal

Die in Fedora 17 enthaltene Version von lightdm nutzt anders als die übrigen Display Manager nicht das erste virtuelle Terminal (VT1) sondern das virtuelle Terminal Nr. 7.

Wer dann aus Gewohnheit z.B. mit STRG+ALT+F2 und STRG+ALT+F1 zwischen den Terminals wechselt, weil die grafische Oberfläche nicht mehr reagiert, sieht beim Wechsel zum virtuellen Terminal Nr. 1 anders als erwartet, nur einen schwarzen Bildschirm und muss mittels STRG+ALT+F7 auf das „richtige“ Terminal wechseln, um weiter arbeiten zu können.

Das Problem wird jedoch glücklicherweise demnächst mit lightdm-1.2.2-18 behoben werden. Wer nicht so lange warten möchte, kann auch die lightdm.conf bearbeiten.

su -c'nano /etc/lightdm/lightdm.conf'

Dort muss lediglich die Zeile

#minimum-vt=7

einkommentiert und in

minimum-vt=1

geändert werden.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Automatischer Login mit LightDM

Ebenso wie LXDM und GDM verfügt auch LightDM über die Möglichkeit zum automatischen Login.

Um den automatischen Login einrichten zu können, muss zuerst sichergestellt sein, das LightDM in der Version 1.2.2-17 oder neuer installiert ist. Dazu führen wir folgendes Kommando aus:

rpm -q lightdm

Falls die installierte Version passt, können wir dazu übergehen, den automatischen Login zu konfigurieren. Dazu müssen wir die LightDM Konfigurationsdatei lightdm.conf, die sich unter /etc/lightdm/ befindet, bearbeiten:

su -c'nano /etc/lightdm/lightdm.conf'

Dort müssen lediglich vor den beiden Zeilen

#autologin-user=
#autologin-user-timeout=0

das Rautenzeichen entfernt und hinter autologin-user= unser Benutzername eingetragen werden.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

SELinux Update für LightDM im Anmarsch

Für die SELinux Probleme mit LightDM wird es demnächst ein Update der SELinux-Policy geben.

Falls man die hier beschriebenen SELinux-Anpassungen bereits vorgenommen hat, sollte man vor der Installation des SELinux-Policy Updates folgendes Kommando ausführen, um Probleme bei der Update Installation zu vermeiden:

su -c'semanage fcontext -d -t xdm_var_run_t "/var/run/lightdm(/.*)?"'

Falls man dieses Kommando nicht ausführt, kann das Update der Policy höchstwahrscheinlich nicht erfolgreich installiert werden und wird mit einer Fehlermeldung abgebrochen.