Bluetooth unter Fedora 15 (re)aktivieren

Wie es scheint, ist der Bluetooth-Dienst bei einem frisch installiertem Fedora 15 nicht mehr standardmäßig aktiviert. Zu diesem Thema hat Christoph in seinem „Linux und Ich“ Blog eine ausführliche Anleitung geschrieben, die ich nachfolgend etwas verkürzt zitiere.

Um den Bluetooth-Service wieder zu aktivieren, sind im Grunde lediglich die beiden folgenden Kommandos nötig, die als root ausgeführt werden müssen:

su -
systemctl enable bluetooth.service
systemctl start bluetooth.service

Anschließend kann die Bluetooth-Schnittstelle wieder wie gewohnt genutzt werden. Um Dateien empfangen zu können, muss jedoch zusätzlich noch das gnome-user-share Paket installiert sein.

NTFS-Partitionen einbinden

Wer über ein Dual-Boot-System verfügt und auch von Linux aus auf seine Windows-Partition (NTFS) zugreifen möchte, kann dies relativ einfach erledigen.

Zuerst einmal muss das Paket ntfs-3g installiert werden

su -c'yum install ntfs-3g'

Um die Windows-Partition mounten zu können, benötigen wir jedoch noch einen Mount-Punkt, den wir mittels

su -c'mkdir /mnt/windows'

anlegen. Im nächsten Schritt schauen wir mittels

su -c'/sbin/fdisk -l'

nach, wo sich unsere NTFS-Partition befindet. Für den Rest dieses How-Tos gehen wird davon aus, das sie sich unter /dev/sda1 befindet. Nun können wir als nächstes überprüfen, ob alles so funktioniert, wie wir es möchten, indem wir die Windows-Partition testweise mounten. Dazu führen wir folgendes Kommando aus

su -c'mount -t ntfs-3g /dev/sda1 /mnt/windows'

Wenn alles geklappt hat, können wir jetzt über /mnt/windows auf die Daten der Windows-Partition zugreifen.

Falls die Windows-Partition automatisch bei jedem Start gemountet werden soll, müssen wir die fstab Datei bearbeiten

su -c'nano /etc/fstab'

und folgenden Eintrag einfügen:

/dev/sda1 /mnt/windows ntfs-3g umask=0 0 0

Jetzt nur noch speichern und ab sofort wird die Windows-Partition bei jedem Boot automatisch gemountet.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte oder Daten verloren gehen. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Twitter in Chrome/Chromium öffnen

Seit einiger Zeit kann es vorkommen, das sich das Webinterface von Twitter nicht mehr mit Chrome bzw. Chromium 11 und 12 öffnen lässt. Ursache des Problems scheint SELinux zu sein. Um das Problem zu lösen kann man entweder SELinux komplett deaktivieren1 oder man stellt die SELinux-Contexte der Dateien im eigenen Home-Verzeichnis wieder her.

Dazu müssen lediglich die folgenden Kommandos ausgeführt werden:

su - 
restorecon -R -v /home

Dieser Artikel wurde aus dem Blog von Xenode Systems übernommen und ins Deutsche übersetzt.

  1. nicht empfehlenswert []

Überflüssige Anwendungen entfernen (2)

Im zweiten Teil unserer losen Serie zum entfernen überflüssiger Pakete und Entschlackung unseres Systems werden wir heute scim, imsettings und pcsc-lite entfernen.

scim ist ein User-Interface zur Auswahl der bevorzugten Eingabemethode, welches man normalerweise kaum benötigt. Scim entfernen über das folgende Kommando:

su -c'yum erase scim*'

imsettings ist ein Framework zum Verwalten und Anwenden von Einstellungen verschiedener Eingabemethoden und quasi eine Ergänzung zu scim. Um imsettings zu entfernen, führen wir einfach das folgende Kommando aus:

su -c'yum erase imsettings*'

Bei pcsc-lite handelt es sich um eine Schnittstelle zum Lesen von Windows-Smartcards und Lesegeräten. Da wahrscheinlich die wenigsten „normalen“ Anwender Smartcards nutzen, können wir auch diese Pakete bedenkenlos entfernen:

su -c'yum erase pcsc-lite*'

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

bash-History automatisch löschen

Standardmäßig speichert die Bash alle eingegebenen Kommandos in der Datei .bash_history so das man alle eingegebenen Kommandos einfach mit den Pfeil-Auf- und -Ab-Tasten durchblättern und erneut ausführen kann. Wer jedoch möchte, das die Kommandos, die er in der bash ausgeführt hat, nicht gespeichert werden, muss lediglich folgende Kommandos ausführen:

rm -f ~/.bash-history
ln -sf /dev/null ~/.bash_history

Diese beiden Kommandos sorgen dafür, das die vorhandene History gelöscht und anschließend ein Soft-Link mit dem Namen .bash_history erstellt wird, der auf das Null-Device von Linux verweist. Somit landet ab sofort alles, was in die .bash-history geschrieben werden soll, stattdessen in /dev/null. Einfach und effektiv 😎