Fliegt java-1.5.0-gcj aus Fedora?

Der Paketmaintainer Deepak Bhole hat heute auf der Entwicklerliste angekündigt, das java-1.5.0-gcj Paket nicht weiter zu betreuen und am 08. April in der Paketdatenbank von Fedora als verwaist zu markieren, damit es aus der Distribution entfernt werden kann.

In Richtung möglicher Interessenten für die Betreuung des Paketes merkt er noch kurz an, das es allmählich an der Zeit sei, java-1.5.0-gcj ungeachtet der Folgen für pdftk aus Fedora zu entfernen.

Sollte sich niemand melden, der bereit ist, die Betreuung des java-1.5.0-gcj Paketes zu übernehmen, würde das Paket in der Tat in Fedora 21 nicht mehr enthalten sein.

Java SmartCard Anwendungen reaktivieren

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wer eine SmartCard Anwendung wie die OpenECardApp oder die AusweisApp, die Java benötigt, verwenden möchte, wird wahrscheinlich feststellen, das sein Kartenleser von der Anwendung nicht gefunden wird. Wahrscheinliche Ursache dafür ist ein Bug im OpenJDK, der dafür sorgt, das die libpcsclite von Java nicht geladen kann.

Um das Problem zu umgehen, bis es im OpenJDK gefixt ist, sollte man zuerst mit pcsc_scan prüfen, ob der Kartenleser überhaupt korrekt erkannt wird. Da sich das pcsc-tools Paket im Fedora Repository befindet, kann es einfach über

su -c'yum install pcsc-tools'

installiert werden. Anschließend sollte es reichen, pcsc_scan über das Terminal zu starten, um zu erfahren, ob der Kartenleser erkannt wird.

Falls er erkannt wird, reicht es aus, die Java Anwendung mit dem zusätzlichen Parameter

-Dsun.security.smartcardio.library=

gefolgt vom Pfad zu libpcsclite.so.1 zu starten.

Den Pfad zur libpcsclite.so.1 kann man einfach mittels

whereis libpcsclite.so.1

herausfinden.

Netbeans mit 32bit Java auf 64bit Fedora Linux (GNOME)

Ich verdiene meine Brötchen ja damit, dass ich Java-Code eintippe. Damit das möglichst schnell geht brauche ich viel viel Speicher und eine schnelle CPU. Aktuelle Rechner sind prädestiniert für 64bit Betriebssysteme und Anwendungen. Allerdings hat die Java-Laufzeitumgebung ein Problem, nämlich dass die 64bit-Variante ziemlich deutlich mehr Speicher verbraucht als die 32bit-Version. Die Ursache liegt in den doppelt so großen Pointern (8 Byte statt 4 Byte) die für jedes Objekt (und das sind viele) erzeugt werden. In meiner Erfahrung fressen Netbeans zusammen mit Tomcat, Spring, Hibernate, etc. bei einer 64-bittigen VM schnell mal 2 GB wo die 32-Bit-Variante nur 1GB braucht. Zu dem Thema gibt es auch einen recht informativen Post.

Also habe ich auf meinem Rechner die x86_64-Variante von Java deinstalliert und eine 32bit-JVM installiert. Damit ist es leider noch nicht getan, da Netbeans nach dem Neustart ziemlich altbacken aussieht. Grund sind fehlende Bibliotheken von GNOME in der 32bit-Variante. Fehlen diese, so verwendet Java ein Standard-Swing-Layout statt der GTK-Themes.

Das Problem löst man das Paket gtk-engines installiert:

yum install gtk2-engines.i686

Jetzt ist Netbeans hübsch wie eh und je.
(Artikel von Christian ’softmetz‘ Kalkhoff, unter CC-BY-SA)

Nevernote: inoffizieller Evernote-Client für Linux

Wer unter Linux Evernote nutzen möchte, hat leider ein mittelschweres Problem: Es gibt keinen offiziellen Linux-Client und die Weboberfläche ist auch nicht wirklich geeignet, um damit effizient zu arbeiten.

Angeblich soll zwar die Version 3.1 des Windows-Clients auch unter Wine funktionieren, so wirklich optimal ist diese Lösung aber auch nicht. Nach einer kleinen Rücksprache mit Tante Google bin ich auf Nevernote gestoßen: einen inoffiziellen Java-Client für Evernote, der auf diversen Webseiten durchaus positiv erwähnt wird.

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