Gnome Wetter: Braucht das noch wer, oder kann das weg?

Gnome Wetter ist im Prinzip eine ganz nützliche App, die einem das Wetter an verschiedenen Orten anzeigen kann. Nur blöderweise ist sie durch die de-facto fest codierten Wetterstationen der glibweather wahrscheinlich für viele Menschen kaum zu gebrauchen, wenn es darum geht, die Wettervorhersage für den eigenen Wohnort abzurufen.

Ich mache das mal an meinem Beispiel etwas deutlicher: Ich wohne in Coburg, einer Stadt mit circa 40.000 Einwohnern. Die einzigen Wetterstationen in der Nähe, die Gnome Wetter kennt, sind Nürnberg, Würzburg und Hof. Alle 3 Städte sind aber mindestens 100 Kilometer entfernt, womit die dortigen Wetterdaten für mich unbrauchbar sind. Und da die Entwickler der glibweather nur Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern in die Liste aufnehmen wollen, schaut man in den ländlichen Regionen oft in die Röhre, da es in diesen Regionen kaum Städte gibt, die diese Anforderung erfüllen.

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Chromium ist (momentan) ein Sicherheitsrisiko!

Die Chromium-Pakete aus den Fedora Repositories sind zur Zeit ein echtes Sicherheitsrisiko, da sie vor über einem Monat zuletzt aktualisiert wurden. In der Zwischenzeit hat Google eine neue Version (55) seines Browsers Chrome (der auf Chromium basiert) veröffentlicht, in der unter anderem auch Sicherheitsprobleme beseitigt wurde.

Da die Chromium-Version 54 aus den Fedora Repositories diese Sicherheitskorrekturen allem Anschein nach nicht enthält, kann man momentan nur davon abraten, Chromium aus den Fedora Repositories zu installieren. Wer jedoch nicht auf Chromium verzichten möchte, kann entweder bei COPR schauen, ob dort jemand eine aktuellere Version anbietet oder gleich zu Chrome wechseln, bis die Chromium Pakete wieder auf einem aktuellen Stand sind.

Sorry, aber wer einen Browser wie Chromium, der eine gewisse Popularität hat, in die Fedora Repositories bringt, von dem darf man dann auch erwarten, das er Upstream-Updates zeitnah in Form von aktualisierten Paketen weiterreicht.

Und es kann auch nicht sein, das man einen Bugzilla-Report aufmachen muss, um dem Paketbetreuer daran zu erinnern, seine Pakete aktuell zu halten. Entweder man kümmert sich als Paketbetreuer gewissenhaft um die Pakete, die man betreut, oder man lässt es bleiben und gibt die Betreuung der Pakete ab.

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Fedora und veraltete Software

Irgendwann vor 8 oder mehr Jahren wollte man mit dem Echo Icon-Theme Fedora ein eigenes Icon-Theme spendieren, damit sich Fedora noch ein wenig mehr von anderen Distributionen abhebt. Immerhin ist das derzeitige Fedora Icon-Theme im grunde nur eine Erweiterung des Mist Icon-Themes. Wie so oft bei solch ambitionierten Projekten schlief die ganze Sache aber irgendwann ein und somit dümpelt Echo seit fast 8 Jahren ohne Update als Zombie in den Repositories herum. Das dieses Theme wohl kaum mit aktuellen Versionen von Gnome, KDE, Xfce und Co vernünftig zu nutzen ist, dürfte wohl jedem einleuchten.

Ich frage mich jedoch, ob es wirklich sein muss, das solche Zombies jahrelang in den Fedora Repositories herumdümpeln, obwohl das Upstream Projekt inzwischen tot ist. Solange sich die Pakete ohne Fehler bauen lassen hat sie vom Fedora Projekt natürlich auch niemand auf dem Radar – wahrscheinlich nicht einmal mehr die eigentlichen Maintainer. Lassen sie sich irgendwann nicht mehr bauen, fliegen sie halt nach einer gewissen Zeit aus Fedora raus und fertig.

Wie wäre es jedoch, wenn man Pakete, die z.B. seit mehr als 2 Jahren nicht mehr aktualisiert wurden und alle Pakete, die von diesen abhängig sind, in ein standardmäßig deaktiviertes Legacy-Repository verschieben würde? Die Pakete, die sich in diesem Repository befinden würden der Einfachheit halber nur noch im Ramen des Massrebuilds vor jedem neuen Fedora-Release neu gebaut werden. Schlägt der Rebuild jedoch fehl, fliegt das Paket mitsamt seinen Abhängigkeiten mangels Paket für die betreffende Fedora-Version quasi automatisch aus der Distribution.

Das würde die Haupt-Repositories von Fedora übersichtlicher halten und man müsste sich nicht mehr mit veralteten Paketen herum ärgern, die sich zwar noch problemlos bauen lassen, aber (wie beispielsweise Themes) mittlerweile einfach nicht mehr vernünftig funktionieren.

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Erste Eindrücke von Fedora 24

Ich bin jetzt seit einigen Tagen mit Fedora 24 unterwegs und von einigen Abstürzen hier und da, die aber wohl eher auf den Alpha-Status zurück zu führen sind, läuft das System bereits jetzt erstaunlich rund.

Das Upgrade auf Fedora 24 habe ich diesmal nicht wie bisher mittels dnf distro-sync, sondern mittels dnf system-upgrade gemacht. Das ganze lief wie zu erwarten extrem geschmeidig und ohne irgendwelche Probleme ab: Zuerst hat dnf die benötigten Pakete heruntergeladen und lokal zwischengespeichert. Anschließend wurde das System in den selben Modus, der auch für Offline-Updates verwendet wird, gebootet und das eigentliche Upgrade wurde durchgeführt. Nachdem alle neuen Pakete installiert waren, wurde das System neu gestartet und das war es dann.

Allerdings scheint es im Kernel 4.5 von Fedora 24 einen Bug zu geben, der dafür sorgt, das die Akku-Anzeige nicht mehr korrekt funktioniert. Würde es nach der Anzeige gehen, wäre der Akku permanent vollständig geladen, was ein absoluter Traum wäre 😉 Somit muss notgedrungen wohl bis dieser Bug gefixt ist, weiter den Kernel 4.4.5 von Fedora 23 nutzen.

Auch das seit gestern verfügbare Gnome 3.20 macht, wie auch schon die letzten 3.19er Releases, einen sehr guten Eindruck. Besonders gefällt mir, das sich Mediaplayer (sofern sie MPRIS2 unterstützen) direkt aus den Benachrichtigungen heraus steuern lassen.

Ein besonderes Schmuckstück ist aber auch das neue Hintergrundbild von Fedora 24. Im Vergleich dazu wirkt das Hintergrundbild von Fedora 23 schon fast langweilig:

Das neue Hintergrundbild von Fedora 24

Nichts desto trotz würde ich momentan noch davon abraten, das Upgrade auf Fedora 24 zu machen, es sei denn, man weiß, was man tut und kann das System zur Not auch mal über die Konsole wieder zum Leben erwecken. Alle anderen sollten noch mindestens bis zur Beta warten. Bis dahin sollte sich der meiste Staub gelegt haben und die gröbsten Ecken und Kanten sollten beseitigt sein.

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Empathy ist so gut wie überflüssig!

Braucht man als GNOME-Nutzer eigentlich noch einen standalone Chat-Client wie Empathy?

Ich behaupte mal, das die einzige Daseinsberechtigung von Empathy eigentlich nur noch die Buddylist der eigenen Chat-Kontakte ist. Für IRC gibt es mit Polari einen reinrassigen Client, der sich deutlich besser in die GNOME-Shell integriert und dank der Chat Status Extension ist der eigene Online-Status nur noch einen Mausklick entfernt und man braucht Empathy eigentlich nur dann zu starten, wenn man selber eine Konversation starten will. Auf Nachrichten anderer kann man schon seit GNOME 3.0 relativ bequem aus der GNOME-Shell heraus antworten.

Wenn es also jemand hinbekommen würde, die Buddylist z.B. als Extension direkt und ohne Abhängigkeiten zu Empathy in die GNOME-Shell zu integrieren, dann könne man sich bei Empathy ernsthaft fragen:

braucht das noch wer – oder kann das weg?

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Hört auf mit den Glaubenskriegen!

Wenn man sich ein wenig in der Linux-Community als Ganzes bewegt, erlebt man immer wieder, das man mit der „falschen“ Entscheidung für die eigene Distribution oder den verwendeten Desktop schnell mal einen kleinen Glaubenskrieg auslösen kann.

Fedora gegen SUSE, Arch gegen Debian und alle zusammen gegen Ubuntu. So könnte man das Verhalten gegenüber Nutzern anderer Distributionen teilweise sehr treffen umschreiben. Nicht viel anders sieht es bei der Wahl des Desktops aus. Auch hier wird schnell der missionarische Eifer einiger Mitmenschen geweckt, wenn man z.B. als Gnome-Nutzer an den „falschen“ KDE-Nutzer gerät.

Hört auf damit! Jeder sollte die Distribution oder den Desktop nutzten, die ihm am meisten zusagt, ohne das andere krampfhaft versuchen, ihn zu „ihrer“ Distribution oder zu „ihrem“ Desktop zu bekehren! Wer um Hilfe bei einem Problem bittet, sollte diese Hilfe auch bekommen, ohne sich vorher einen Vortrag antun zu müssen, warum er den „falschen“ Desktop oder die „falsche“ Distribution verwendet! Mit diesen ganzen unnötigen Kleinkriegen schaden wir Linux und den anderen Open-Source-Projekten wie Gnome oder KDE eher, als das wir sie fördern.

Potentielle Nutzer werden eher abgeschreckt, als ermutigt, wenn sie sehen, das sie sich immer wieder dafür rechtfertigen müssen, das sie Distribution A oder Desktop B nutzen. Es gibt da ein sehr treffendes Sprichwort: Leben und Leben lassen! Oder wie es Friedrich der Große einst so treffend sagte:

Jeder soll nach seiner Façon seelig werden!

Alles andere hilft letztendlich nur den „falschen“, nämlich Microsoft und Apple mit ihren „walled gardens“ OS-X und Windows.

Ich persönlich habe auf diese kindischen „Glaubenskriege“ keine Lust mehr! Es gibt wichtigeres im Leben, als sich immer wieder für die Entscheidung, welche Distribution oder welchen Desktop man verwendet, rechtfertigen zu müssen!

Life’s too short for such bullshit!

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COPRs: Ein zweischneidiges Schwert

Als vor nicht all zu langer Zeit COPRs (Cool Other Peoples Repositores) Einzug in das Fedora Repository hielten, war die Freunde gros, das man endlich ein Pendant zu den PPAs aus dem Untuntu-Universum habe.

Inzwischen hat man jedoch immer öfter den Eindruck, das COPRs als eine Art Zwischenschicht zwischen Rawhide und Stable missbraucht werden. Als jüngstes Beispiel könnte man das mit dem Kernel 4.0 eingeführte Live-Patching nennen. Einerseits wird bekanntgegeben, das Live-Patching standardmäßig im Fedora-Kernel deaktiviert ist, im gleichen Atemzug wird jedoch auf ein use on your own risk COPR verwiesen, wo man Kernel mit aktiviertem Live-Patching bekommen kann.

COPRs sind durchaus nützlich und hilfreich, wenn es darum geht, Dritten Pakete zur Verfügung zu stellen, die (noch) nicht in den offiziellen Fedora Repositories enthalten ist oder um neuere Versionen der in Fedora enthaltenen Software zum Testen bereit zu stellen. Ich halte es jedoch falsch, COPRs für das Entwickeln und Testen neuer Features zu verwenden. Dafür war bislang Rawhide zuständig und so sollte es auch bleiben. Ansonsten war Fedora die längste Zeit die Distribution, die man sich installiert hat, wenn man möglichst nahe am Puls der Linux-Entwicklung sein wollte und wird immer mehr zu einem Debian auf rpm-basis.

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