Mendeley unter Fedora 15

Wer so wie ich momentan an einer Diplomarbeit oder an einer anderen wissenschaftlichen Arbeit schreibt, wird sich früher oder später mit dem Thema Literatuverwaltung auseinandersetzen müssen.

Bisher habe ich dafür mangels besserer Alternative Jabref eingesetzt, das sich aber mit seiner etwas undurchdachten GUI nicht gerade intuitiv bedienen lässt. Auf der Suche nach einer anderen Literaturverwaltung, die sich dazu noch anständig in den Desktop einpassen lässt, bin ich auf Mendeley gestoßen. Mendeley ist zwar unfreie Software, hat aber einige interessante Features:

  • Synchronisation mit dem eigenen Mendeley-Konto
  • OpenOffice/LibreOffice Writer Plugin
  • Automatischer Import von mehr als 50 Internetquellen (Amazon, PubMed, Springerlink, usw)
  • Export in verschiedene Formate (BibTex, Zotero, PDF, Text, RIS, …)
  • Verknüpfen mit PDF-Dokumenten

Für Ubuntu gibt es ein Repository, damit sich Mendeley Desktop bequem installieren lässt, leider braucht es für Fedora 14/15 einiges an Handarbeit. „Mendeley unter Fedora 15“ weiterlesen

Veränderter Fokus

Bislang wurde Fedora-Blog.de überwiegend als Relay für News rund um Fedora und Linux wahrgenommen. Anhand unserer Besucherstatistiken haben wir jedoch festgestellt, das wir mit unseren HowTo, Paket-Reviews und Berichten über aktuelle Probleme deutlich mehr Zuspruch und Aufmerksamkeit erlangen.

Von daher würden wir gerne unseren Fokus zukünftig verstärkt auf eben diese Themen richten und das News-Relay zur „Beilage“ degradieren. Heise, Golem und das Linux-Magazin haben auch ohne uns schon genug Besucher 😎

Falls Ihr, unsere Leser, also Vorschläge für Paket-Reviews, HowTos oder sonstige aktuelle Themen habt, freuen wir uns über Eure Vorschläge. Gerne veröffentlichen wir auch von Euch verfasste Beiträge als Gast-Beitrag, falls Interesse besteht.

Mini-HowTo: Upgrade auf Fedora 14 (Beta)

Wer wie ich entweder nicht auf die Veröffentlichung der Final von Fedora 14 warten möchte oder schon einmal die Beta ausprobieren möchte, der wird wahrscheinlich um den Einsatz von Preupgrade nicht herum kommen.

Um schon jetzt auf Fedora 14 upgraden zu können, muss man zuerst die Checkbox, das auch Beta-Versionen in der Auswahl angezeigt werden sollen, aktivieren. Anschließend heißt es – je nach Speed der DSL-Leitung – ein Weile lang Kaffee trinken und Preupgrade bei der Arbeit zuschauen. Nachdem Preupgrade die Images für den Installer und die benötigten Pakete heruntergeladen hat, wird ein Neustart des Rechners fällig, um das eigentliche Upgrade zu starten.

Nachdem Anaconda die Fedora Installation auf Fedora 14 aktualisiert hat, wird der Rechner neu gestartet und mit Fedora 14 gebootet.

Bevor man jetzt nach weiteren Updates schaut, sollte man, um unnötige Probleme zu vermeiden, zuerst mittels

package-cleanup –orphans

schauen, ob es noch Pakete aus der alten Fedora Version gibt, die nicht aktualisiert wurden. Falls dem so ist, empfiehlt es sich, diese mittels

yum downgrade <paketname>

auf den Stand von Fedora 14 zu bringen. Um das Downgrade-Kommando nutzen zu können, wird jedoch das Allow-Downgrade Plugin für yum benötigt.

Nachdem die Liste der veralteten Pakete möglichst gegen 0 reduziert ist, kann man beruhigt nach neuen Updates für Fedora 14 suchen lassen.