Linux is doch kein copy cat! – ein GTK-Theme Rant

Eigentlich bin ich ein Mensch, der nur ungern die standardmäßig verwendeten Themes von Gnome (adwaita) oder Xfce (greybird) nutzt, da ich meinen Desktop gerne etwas individueller haben möchte.

Allerdings ist mir im Moment ehrlich gesagt nur noch nach Heulen zumute, wenn ich so durch die Liste der Themes bei (gnome|xfce)-look.org oder DeviantArt blättere: Im Grunde gibt es dort momentan nur noch 3 Arten von Themes: Flat-Design, Windows-like und OSX-like.

Aus dem Grund möchte ich den Designern am liebsten nur noch so laut es geht ins Gesicht brüllen:

THIS IS LINUX AND NO F***ING WINDOWS, ANDROID OR OSX!!!111

Wenn ich möchte, das mein Desktop wie ein Windows oder OSX aussieht, dann installiere ich mir das Original und vergewaltige meinen Linux-Desktop nicht mit dem Versuch, das Look&Feel einer anderen Plattform zu imitieren! Und wenn ich Android-Optik haben möchte, dann greife ich zum Android-Smartphone oder -Tablet!

Ganz allgemein muss man aber feststellen, das subjektiv betrachtet die Kreativität der GTK-Theme-Designer seit GTK 3.0 beträchtlich nachgelassen hat und irgendwie sämtliche Themes gleich aussehen und sich – überspitzt formuliert – nur der Name des Autors ändert. Wo sind die farbenfrohen Themes aus den Zeiten von GTK 2 geblieben? GTK 3 Themes sind, wenn sie nicht gerade das Look&Feel anderer Plattformen imitieren, fast nur in schwarz oder dunklem Grau gehalten und sehen sich alle irgendwie sehr ähnlich. Fast so, als würde Designer B das Design von Designer A kopieren und nur noch ein wenig modifizieren, damit nicht sofort auffällt, das er kopiert hat.

Nicht minder frustrierend ist auch der Umstand, das wenn man mal ein ansehnliches GTK-Theme gefunden hat, dies meist nicht mehr gepflegt wird und mit aktuellen Versionen von GTK nicht mehr vernünftig – oder manchmal sogar gar nicht mehr – funktioniert.

Vielleicht ist es an der Zeit, Plattformen wie gnome-look.org und xfce-look.org (vorübergehend) abzuschalten, um diesem Trauerspiel endlich ein Ende zu bereiten …

IMHO ist der Kommentar von Fedora-Blog.de.
IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

Pragha: schlanker gtk Audioplayer

Pragha ist ein schlanker GTK Audioplayer, der aber trotz seiner geringen Größe über alle wichtigen Funktionen, wie z.B. eine Bibliothek oder die Unterstützung für Wiedergabelisten und Radio-Streams verfügt.

Bei Fedora 17 wird Pragha übrigens Quod Libet im Xfce Spin als standardmäßig installierter Audioplayer ersetzen.

Pragha lässt sich einfach mittels

su -c'yum install pragha'

aus dem Fedora Repository installieren.

ALT-Tastenkombinationen funktionieren nicht mehr

Durch einen Patch für gkt+ 2.24.8 funktionieren auf einer „normalen“ PC-Tastatur Tastenkombinationen mit ALT sowie STRG nicht mehr.

Das besonders ärgerliche daran ist, das so ein Patch eigentlich weder in eine stabile Version von gtk+ noch für Fedora 16 hätte übernommen werden dürfen, da er Anpassungen für diverse Programme erfordert und somit auch eine Fedora-Regel1 für Updates der stabilen Fedora-Versionen verletzt.

Glücklicherweise gibt es zumindest für Fedora bereits einen Patch, der das Problem behebt, jedoch wurde das gtk+ 2.24.8 Paket noch nicht erstellt, was aber wahrscheinlich demnächst passieren sollte.

  1. Avoid changing the user experience if at all possible []

Fedora 16 mit Gnome 3.2 – erste Eindrücke

Das nächste Fedora-Release wurde vor einer Woche in der Betaversion freigegeben. Anlass für mich, die KDE-Distro von der Platte zu fegen und durch das neue Gnome 3.2 zu ersetzen.

Ich selbst verwende Gnome 3.0 seit der Fedora 15 Beta auf dem Laptop und bin scheinbar die Ausnahme – viele eingesessene Gnome sind ins XFCE-Exil gegangen. Gnome 3.2 als nächstes stabiles Release könnte einige zurücklocken – bevor aber bittere Tränen der Enttäuschung fließen, möchte ich hier versuchen, einen tieferen Eindruck zu vermitteln, was sich in einem halben Jahr bei dem Gnome-Projekt wirklich getan hat.

Natürlich gilt auch für diese Betaversion, dass sie zwar Feature-complete, aber noch nicht bug-free sind. Ich habe während dieses Schnelltests einige gravierende Fehler gefunden.

Wie sieht es für die XFCE-Exilanten und die Gnome-2-Hardliner aus? Kurz: Bleibt dabei. Wer die lange Version unbedingt haben will, darf sich das hier durchlesen.

„Fedora 16 mit Gnome 3.2 – erste Eindrücke“ weiterlesen

Blueman: schlanker Bluetooth-Manager

Bei Blueman handelt es sich um eine schlanke Alternative zum Bluetooth Manager des Gnome Desktops1. Blueman setzt zwar auf GTK+ 2.x, hat jedoch nicht so viele Abhängigkeiten zum Gome-Desktop, was ihn insbesondere für Xfce- oder OpenBox-Nutzer interessant machen dürfte.

Da sich Blueman in den Fedora Repositories befindet, kann es einfach über

su -c'yum install blueman'

installiert werden. Anschließend muss gegebenenfalls noch ein Autostart-Eintrag für blueman-applet angelegt werden.

  1. gnome-bluetooth []

wicd anstatt NetworkManager verwenden

Wer z.B. unter Xfce anstatt des NetworkManager lieber den schlanken wicd nutzen möchte, muss im Grunde nur folgende Schritte beachten:

Zuerst wird wicd aus dem Fedora Repository mittels

su -c'yum install wicd wicd-gtk'

installiert. Anschließend muss der Dienst noch aktiviert werden, was nur als root erledigt werden kann. Dazu sind folgende Kommandos nötig

su -
systemctl enable wicd.service
systemctl start wicd.service

Nun kann wicd über das grafische Frontend konfiguriert werden. Um schlussendlich den NetworkManager zu deaktivieren, sind folgende Kommandos notwendig

su -
systemctl stop NetworkManager.service
systemctl disable NetworkManager.service

Fortan werden die Netzwerkverbindungen von wicd anstatt NetworkManager verwaltet.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

IMHO: Es braucht keinen Gnome 2.x Fork

Linus Torvalds hat kürzlich die Gnome Entwickler für die Version 3 des Desktops scharf kritisiert und einen Fork von Gnome 2 gefordert.

Diesen Fork braucht es aber nicht unbedingt. Es würde sicherlich schon reichen, wenn sich mehr Entwickler am XFCE Desktop beteiligen und diesen mit den im Vergleich zu Gnome fehlenden Features ergänzen würden. Momentan setzt XFCE noch auf GTK2 und ähnelt somit zumindest optisch dem Gnome 2.x Desktop sehr stark. Es wäre in meinen Augen Ressourcen-Verschwendung, zusätzlich noch einen Gnome 2.x Fork ins Leben zu rufen und zu pflegen. Abgesehen davon sprechen die Flexibilität und Modularität eindeutig für XFCE. Warum also das Rad doppelt erfinden?

Sollte Gnome 2.x geforkt werden?

  • Nein (64%, 60 Stimen)
  • Ja (30%, 28 Stimen)
  • Weiss nicht (6%, 6 Stimen)

Stimmen gesamt: 94

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