Fedora 19: Änderungen am grub2 Paket

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Mit dem Update des grub2 Paketes auf die Version 2.00-18.fc19 wurden die bislang im grub2 Paket enthaltenen Themes in das grub2-starfield-theme Paket ausgelagert, um Platz auf den Live-CDs einzusparen.

Wer nach dem Update von grub2 wieder die klassische, schwarz-weiße Optik hat, muss nur die beiden folgenden Schritte ausführen, um grub2 wieder mit dem Fedora-Theme zu nutzen:

su -c'yum install grub2-starfield-theme'
su -c'grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg'

Nachdem diese Schritte ausgeführt wurden, erstrahlt grub2 beim nächsten (Neu)Start des Systems wieder in der gewohnten Optik.

Kommt grubby auf das Abstellgleis?

Ben Roser hat auf der Entwickler-Mailingliste vorgeschlagen, bei der Installation von Kernel-Paketen grubby durch grub2-mkconfig zu ersetzen.

Er begründet seinen Vorschlag damit, das grub2-mkconfig nur einen Eintrag für Fedora erstellt und sämtliche installierten Kernel in einem Untermenü verbirgt, was seiner Ansicht nach deutlich übersichtlicher ist. Grubby hingegen fügt alle installierten Kernel direkt ins Hauptmenü ein, was auf Dauer und vor allem bei Multiboot-Systemen zu Lasten der Übersichtlichkeit geht.

Dem momentanen Verlauf der Diskussion nach zu urteilen, stehen die Chancen für eine Umsetzung des Vorschlags nicht schlecht, da die übrigen Teilnehmer der Diskussion mit der momentanen Situation ebenfalls nicht zufrieden sind. So merkt Andre Robatino in seinem Beitrag zu der Diskussion beispielsweise an, das er momentan dazu tendiert, grub2-mkconfig nach jedem Kernel-Update manuell auszuführen, um das Grub-Menü übersichtlich zu halten.

Microsoft hilft Fedora bei UEFI Secure Boot

Die Fedora-Entwickler überlegen momentan anscheinend, den Signierdienst von Microsoft zu nutzen, um Fedora 18 auch auf Geräten mit aktiviertem Secure Boot installieren zu können.

Dies geht zumindest aus einem Blogpost von Matthew Garett hervor. Laut dem Blogpost wurden auch andere Optionen, wie beispielsweise das Versenden des Fedora Schlüssels an alle in Frage kommenden Hardwarehersteller, überlegt, aber letztendlich als unpraktikabel wieder verworfen.

Grub2 unter Fedora 15 installieren

Obwohl es eine gewisse Überschneidung mit der Anleitung für Fedora 16 gibt, wollen wir Fedora 15 Anwendern nicht vorenthalten, wie sie grub2 auf ihrem System installieren können.

Zuerst muss grub2 sowie os-prober via

su -c'yum install grub2 os-prober'

installiert werden.

Als nächstes installieren wir grub2 als Bootloader und ersetzen somit grub. Dies geschieht mittels folgendem Kommando1 :

su -c'grub2-install /dev/sda'

Im Anschluss daran muss die Datei /etc/default/grub angepasst werden, damit uns der Bug 678453 nicht die Tour vermasselt. Dies geschieht mittels

su -c'nano /etc/default/grub'

hier fügen wir nun folgende Zeile als Workaround ein

GRUB_DISTRIBUTOR=$(sed "s/.*(\(.*\))/\1/" /etc/system-release)

Im letzten Schritt erzeugen2 wir nun noch eine neue grub2.conf mittels

su -c'grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg'

Ab dem nächsten (Neu)Start des Systems wird jetzt grub2 anstelle von grub verwendet.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

  1. Falls die erste Festplatte eine andere Bezeichnung hat, muss der Befehl entsprechend angepasst werden! []
  2. Dieser Schritt muss nach jeder Änderung von /etc/default/grub wiederholt werden, damit die Änderungen wirksam werden. []

Fedora 16: grub2 aktivieren

Für Fedora 16 wird seit heute ein Update für grub2 ausgerollt, welches grub als Bootloader ersetzt. Um grub2 auch nutzen zu können, sind jedoch noch ein paar manuelle Handgriffe notwendig.

Zuerst muss grub2 als Bootloader installiert werden. Dies geschieht mittels folgendem Kommando1 :

su -c'grub2-install /dev/sda'

Im nächsten Schritt muss die Datei /etc/default/grub angepasst werden, damit uns der Bug 678453 nicht die Tour vermasselt. Dies geschieht mittels

su -c'nano /etc/default/grub'

hier fügen wir nun folgende Zeile als Workaround ein

GRUB_DISTRIBUTOR=$(sed "s/.*(\(.*\))/\1/" /etc/system-release)

Im letzten Schritt erzeugen2 wir nun noch eine neue grub2.conf mittels

su -c'grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg'

Ab dem nächsten (Neu)Start des Systems wird jetzt grub2 anstelle von grub verwendet.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

  1. Falls die erste Festplatte eine andere Bezeichnung hat, muss der Befehl entsprechend angepasst werden! []
  2. Dieser Schritt muss nach jeder Änderung von /etc/default/grub wiederholt werden, damit die Änderungen wirksam werden. []