Wichtige Updates für EDS und GOA

Debarshi Rey in seinem Blog verkündet hat, gibt es mit evolution-data-server-3.22.3-1.fc25 und gnome-online-accounts-3.22.3-1.fc25 bzw evolution-data-server-3.20.6-1.fc24 und gnome-online-accounts-3.20.5-1.fc24 Updates für den Evolution-Data-Server (EDS) und die GNOME-Online-Accounts (GOA). Das Update für den EDS behebt einige Probleme, welche dazu führten, dass das tägliche Limit für Aufrufe von Googles CallDAV- und Tasks-API überschritten wird

Da es einige Zeit dauern kann, bis alle Anwender das EDS-Update installiert haben, wird mit den GOA-Update zusätzlich der Google-API-Key ausgetauscht, damit Anwender der bereinigten EDSVersion nicht weiterhin mit dem überschrittenen API-Limit belästigt werden.

Support für AMP

Seit gestern Abend unterstützt das Blog die von Google initiierten Accelerated Mobile Pages.

Wer unsere mobile Seite über die Google-Suche aufruft, bekommt automatisch die AMP-Version der jeweiligen Seite(n) ausgeliefert. Alle anderen können die AMP-Version durch ein Anhängen von /amp/ an die URL aufrufen.

Momentan befindet sich der Support noch im Testbetrieb. Sollten keine größeren Schwierigkeiten auftreten, wird der AMP-Support ab dem 01. Mai in den Regelbetrieb über gehen. Sollte es Probleme geben, schreibt sie bitte in die Kommentare unter diesen Beitrag.

Fedora 22: Abonnieren von Google Kalendern funktioniert nicht mehr

In der Evolution Version 3.16 scheint es nicht mehr möglich zu sein, Google Kalender zu abonnieren, da man lediglich eine leere Liste der Kalender angezeigt bekommt (Bugreport).

Das Problem scheint jedoch bereits im Code-Zweig für Evolution 3.18 korrigiert worden zu sein. Da dafür jedoch Änderungen an der API notwendig waren, können die Änderungen nicht nach Evolution 3.16 zurück portiert werden.

Ein möglicher Workaround (der zumindest bei mir nicht funktionierte) ist, wie folgt vorzugehen:

Einrichtung eines CalDAV-Kalenders in Evolution
  • Einen neuen CalDAV-Kalender anlegen
  • Als URL für den Kalender https://www.google.com/calendar/dav/ verwenden
  • Als Benutzer-Namen den Google-Benutzernamen ohne das @gmail.com Suffix angeben
  • Auf „Kalender suchen“ klicken

Wenn alles geklappt hat, sollte man jetzt eine Liste seiner Kalender angezeigt bekommen.

Fedora 18: Gnome Online Accounts mit Google 2-Schritt-Anmeldung nutzen

Wer bei Google die Bestätigung in 2 Schritten aktiviert hat, wird feststellen müssen, das die Gnome Online Accounts (GOA) anscheinend nicht mehr funktionieren.

Das Problem ist bekannt und wird mit Gnome 3.8 behoben sein. Bis dahin kann man sich mit folgendem Workaround behelfen:

Zuerst muss man bei Google ein anwendungsspezifisches Kennwort für Gnome erzeugen. Wenn man noch keinen Google-Account in den GOA angelegt hat, kann man dies ganz normal erledigen. Die Frage nach einem Kennwort nach dem Anlegen des Google Accounts wird geflissentlich ignoriert.

Im nächsten Schritt wird Seahorse (Passwörter und Verschlüsselung) geöffnet und nach einem Eintrag vom Typ „Gnome Online Accounts password“ gesucht. Der Eintrag muss eine Namen haben, der mit „GOA google credentials for identity“ beginnt. Wenn wir den Eintrag gefunden haben, öffnen wir seine Eigenschaften und lassen und das gespeicherte Passwort anzeigen. In dem gespeicherten Passwort suchen wir nun unser Google Passwort und ersetzen es durch das zuvor erstellte anwendungsspezifische Kennwort und speichern unsere Änderung.

Nach einem kurzen Ab- und neu Anmelden sollten die GOA auch wieder wie gewohnt mit Google zusammenarbeiten.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Fedora 18: Installation von Dritthersteller-RPMs schlägt fehl

Wer unter Fedora 18 versucht, das VirtualBox RPM von Oracle oder den MusicManager von Google zu installieren, wird feststellen, das die Installation mit einer Fehlermeldung abbricht.

Dies ist jedoch kein Fehler von Fedora sondern der Paketersteller. Die in Fedora 18 verwendete RPM-Version ist  4.10 bricht die Installation ab, da die genannten RPMs mit dem filesystem Paket kollidieren. Ältere RPM Versionen waren in diesem Punkt anscheinend ein wenig toleranter. Wer von diesem Problem betroffen ist und VirtualBox (gibt es übrigens auch bei rpmFusion) oder den MusicManager unbedingt benötigt, sollte sich daher an Oracle oder Google wenden, damit diese ihre RPM Pakete korrigieren und funktionierende Pakete bereitstellen.

PS: Falls es noch weitere Pakete gibt, die sich nicht unter Fedora 18 installieren lassen, bitte in den Kommentaren posten. Wir werden den Artikel dann entsprechend ergänzen.

Der Anfang vom Ende: Flash-Plugin 11.2 erschienen

Adobe hat heute die finale Version 11.2 des Flash-Plugins freigegeben und damit de-facto den Anfang vom Ende des Flash-Plugins unter Linux eingeläutet. Adobe verspricht zwar, die Version 11.2 des Plugins unter Linux für die nächsten 5 Jahre zu pflegen, jedoch bezieht sich dieses Versprechen nur auf Sicherheitsupdates und Bugfixes.

Wer neuere Funktionen möchte oder benötigt, wird gezwungen sein, Google Chrome zu verwenden.

IMHO: Spot’s Chromium Pakete sind nicht produktiv brauchbar

Tom „Spot“ Callaway stellt bekanntlicher weise seit einiger Zeit selbst erstellte rpm Pakete von Chromium für Fedora bereit, was auch ein schöne Sache ist.

Nur sind diese Pakete leider nicht produktiv nutzbar, da sie nur sporadisch aktualisiert werden. Updates auf neue Versionen oder für Sicherheitslücken werden beispielsweise nicht zeitnah durch aktualisierte Pakete behoben. Was Nutzer einem teilweise nicht unerheblichem Risiko aussetzt. Aktuell existiert beispielsweise eine Sicherheitslücke, die es erlaubt, die Sandbox von Chromium zu umgehen. Upstream, das heißt beim Chromium Projekt ist dieser Fehler inzwischen gefixt worden und Google hat aktualisierte Chrome-Versionen veröffentlicht. Nutzer von Spot’s Chromium Paketen warten jedoch noch immer auf ein entsprechendes Update. Mir ist dabei durchaus bewusst, das die Chromium-Pakete von Spot eine One-Man-Show sind und das Spot auch noch andere Verpflichtungen hat, weshalb er sich nicht 24/7 um die Chromium Pakete kümmern kann. Das will ich auch nicht verlangen, aber es wäre trotzdem schön, wenn Updates zeitnah weitergereicht werden.

Und solange das nicht der Fall ist, sind die Chromium Pakete von Spot IMHO nicht für den produktiven Einsatz geeignet.