Fedora 15 Alpha-Version freigegeben

Die erste und einzige Alpha-Version von Fedora 15 ist am heutigen Tag für die breite Öffentlichkeit freigegeben worden (>>klick).

Standardmäßig mit Gnome 3 und LibreOffice im Gepäck, sieht bzw. spürt man nun auch die meisten der angekündigten Features (SysV-Init, Systemd, RPM 4.9, Tryton…). Als Kernel wird der aktuelle RC 2.6.38 verwendet. Die neuartige Gnome 3-Oberfläche ist aber nach wie vor die gravierendste Änderung, zumindest Optisch. Immerhin wird sich der Workflow der Nutzer komplett ändern müssen. Anstatt die Maximieren- und Minimieren-Buttons zu haben, erledigt man dieses absofort mit Gesten1.

Ich für meinen Teil werde mir die Alpha auf jeden Fall einmal genauer anschauen und über Erlebnisse und erste Erfahrungen berichten! Seit gespannt.

Download der Alpha-Versionen (32Bit/64Bit)

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Netbeans mit 32bit Java auf 64bit Fedora Linux (GNOME)

Ich verdiene meine Brötchen ja damit, dass ich Java-Code eintippe. Damit das möglichst schnell geht brauche ich viel viel Speicher und eine schnelle CPU. Aktuelle Rechner sind prädestiniert für 64bit Betriebssysteme und Anwendungen. Allerdings hat die Java-Laufzeitumgebung ein Problem, nämlich dass die 64bit-Variante ziemlich deutlich mehr Speicher verbraucht als die 32bit-Version. Die Ursache liegt in den doppelt so großen Pointern (8 Byte statt 4 Byte) die für jedes Objekt (und das sind viele) erzeugt werden. In meiner Erfahrung fressen Netbeans zusammen mit Tomcat, Spring, Hibernate, etc. bei einer 64-bittigen VM schnell mal 2 GB wo die 32-Bit-Variante nur 1GB braucht. Zu dem Thema gibt es auch einen recht informativen Post.

Also habe ich auf meinem Rechner die x86_64-Variante von Java deinstalliert und eine 32bit-JVM installiert. Damit ist es leider noch nicht getan, da Netbeans nach dem Neustart ziemlich altbacken aussieht. Grund sind fehlende Bibliotheken von GNOME in der 32bit-Variante. Fehlen diese, so verwendet Java ein Standard-Swing-Layout statt der GTK-Themes.

Das Problem löst man das Paket gtk-engines installiert:

yum install gtk2-engines.i686

Jetzt ist Netbeans hübsch wie eh und je.
(Artikel von Christian ’softmetz‘ Kalkhoff, unter CC-BY-SA)

Kurztipp: Standardbrowser unter Linux

Wie so oft gibt es unter Linux mehrere Wege für die selbe Aufgabe. Die folgenden Methoden legen den Standardbrowser für dein System fest:

  • Mit root/sudo-Rechten
    update-alternatives --verbose --config x-www-browser

    ausführen

  • In die Datei .bashrc die Zeile
    export BROWSER=/usr/bin/x-www-browser

    einfügen

  • Mit dem grafischen Tool deines Desktops, unter GNOME bspw. “Bevorzugte Anwendungen”
  • Mit GNOMEs CLI-Tool gconftool-2 und folgenden Zeilen:
    gconftool-2 -t string -s /desktop/gnome/url-handlers/http/command 'x-www-browser %s'
    gconftool-2 -t string -s /desktop/gnome/url-handlers/https/command 'x-www-browser %s'
    gconftool-2 -t string -s /desktop/gnome/applications/browser/exec "x-www-browser %s"

Bye bye Metacity

Wie Pro-Linux berichtet, plant das Gnome Projekt mit der Version 2.28 den Window Manager "Mutter" als Alternative zum aktuellen Standard-Window-Manager Metacity anzubieten. Ferner soll Mutter ab Gnome 3.0 als neuer Standard-Window-Manager eingesetzt werden. Bei Mutter handelt es sich um einen Metacity Fork, der die Clutter-Bibliothek unterstützt und deshalb auch als Version 3 von Metacity angesehen werden kann.

Mit dem Erscheinen von Gnome 2.28 soll Metacity 2 in den Wartungsmodus gehen und nur noch Fehlerkorrekturen erhalten, sofern sich niemand findet, der Metacity 2 weiterentwickeln will.