Firefox 57 für Fedora 26 und 27

Wie das Fedora-Magazine in einem Artikel zu Firefox 57 schreibt, wird Fedora 27 kurz nach dem Release das Update auf Firefox 57 erhalten. Nutzer von Fedora 26 werden hingegen noch etwas länger auf das Update warten müssen, da es aufgrund der massiven Änderungen in der Version länger als gewöhnlich im Update-Testing Repository bleibt, damit Nutzer die Möglichkeit haben, zu prüfen, ob ihre Erweiterungen auch mit Firefox 57 funktionieren. Fedora 25 hingegen wird kein Update mehr auf Firefox 57 erhalten.

Grund für diese unterschiedliche Update-Praxis bei Fedora 26 und 27 ist, das Fedora 27 bereits seit einiger Zeit die Beta-Versionen von Firefox 57 in seinen Repositories enthält und Nutzer von Fedora 27 somit quasi einen gewissen Vorsprung haben, was das Testen ihrer Extensions angeht.

Ciscos OpenH264 Codec per dnf installieren

Der von Cisco lizenzfrei zur Verfügung gestellte H.264 Codec, der unter dem Namen „OpenH264“ bekannt ist, wird von Fedora aus rechtlichen Gründen standardmäßig nicht ausgeliefert.

Die Workstation Working Group von Fedora, welche die Workstation Version von Fedora betreut, hat jedoch ein Repository eingerichtet, welches den OpenH264 Codec, sowie die Integration in Firefox, bereitstellt.

Das Repository wird standardmäßig deaktiviert ausgeliefert, lässt sich jedoch einfach mittels

su -c'dnf config-manager --set-enabled fedora-cisco-openh264'

aktivieren.

Anschließend lassen sich die Firefox-Integration, das gstreamer-Plugin sowie der Codecs mittels

su -c'dnf install mozilla-openh264 gstreamer1-plugin-openh264'

installieren und fortan nutzen. Für die Nutzung im Firefox muss dieser jedoch anschließend neu gestartet werden.

Das Repository steht momentan ausschließlich für Fedora 24 zur Verfügung, Fedora 23 und Rawhide sollten jedoch in Kürze folgen.

Tester für Firefox und GTK3 gesucht

Momentan scheint es einige Probleme mit Firefox und GTK3 zu geben. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, bittet Martin Stransky alle testwilligen User um ihre Mithilfe.

Um sich an der Fehlersuche zu beteiligen, muss zuerst das aktuelle Update für Firefox (Fedora 22 / Fedora 23) installiert sein. In dieser Version werden Abstürze von Firefox nicht mehr an Mozilla, sondern mittels ABRT an Fedora gemeldet.

Damit die Fehlermeldung mittels ABRT funktioniert, muss anschließend noch Firefox aus der ABRT-Blacklist entfernt werden. Dazu muss die Datei /etc/abrt/abrt-action-save-package-data.conf mittels

su -c'nano /etc/abrt/abrt-action-save-package-data.conf'

bearbeitet und die Zeile

BlackList = nspluginwrapper, valgrind, strace, mono-core, firefox, bash

in

BlackList = nspluginwrapper, valgrind, strace, mono-core, bash

geändert werden.

Die veröffentlichten News werden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Eine Garantie für die Vollständigkeit und/oder Richtigkeit wird nicht übernommen.

firejail: eine minimalistische Sandbox für Firefox und Co

Firejail ist eine minimalistische Sandbox, die – wie der Name andeutet – ursprünglich entwickelt wurde, um den Firefox abzusichern. Inzwischen werden aber auch diverse weitere Programme wie VLC, Transmission oder Chromium unterstützt.

Um ein Programm mittels firejail in eine Sandbox zu sperren, reicht es aus, den Aufruf des Programmes mit „firejail“ zu prefixen. Im Falle von Firefox wäre der Aufruf f0lglich

firejail firefox

Einen noch bequemeren Weg, Programme mit firejail abzusichern bietet die so genannten „Symlink invocation“, die ab Version 0.9.38 verfügbar ist.

Bei dieser Technik reicht es, einen Symlink zu Firejail, welcher den Namen des abzusichernden Programmes trägt, zu erstellen. Dieser Symlink muss sich jedoch an einem Ort befinden, der sich in der PATH-Variable vor /usr/bin befindet – üblicherweise wäre das z.B. /usr/local/bin.

Um auf diesem Weg Firefox mittels firejail abzusichern müsste man den Symlink wie folgt erstellen:

su -c'ln -s /usr/bin/firejail /usr/local/bin/firefox'

Fortan wird bei jedem Aufruf von Firefox dieser automatisch mittels firejail in eine Sandbox gesperrt.

Firejail ist noch nicht in den Fedora Repositories vorhanden, kann aber mittels eines COPRs installiert werden.

Kennt Ihr auch ein interessantes Programm, das wir hier im Blog vorstellen sollten? Dann sagt uns Bescheid oder schreibt einen Gastbeitrag für uns.

Fedora 22: Firefox crasht bei HTML5-Videos [Update]

Wenn Firefox neuerdings bei der Wiedergabe von HTML5-Videos (z.B. auf YouTube) abstürzt, dann sollte man nachschauen, ob die Pakete gstreamer1-vaapi oder gstreamer1-libav installiert sind und diese ggf. deinstallieren, bis das Problem behoben ist.

Update: Die Ursache des Problems scheint das Paket gstreamer1-plugins-bad-freeworld zu sein, welches man anstelle von gstreamer1-vaapi und gstreamer1-libav deinstallieren kann, um das Problem bis zu seiner Lösung zu umgehen.

Fedora reagiert auf kritische 0day-Lücke im Flash-Plugin

Im Flash-Plugin von Adobe existiert zur Zeit eine kritische 0day-Lücke, die auch das jüngste Update des Flash-Plugins nicht geschlossen wurde.

Das Fedora Projekt reagiert darauf, indem es in Kürze ein Update für Fedoras Firefox-Paket auf Version 35.0-6 geben wird. Die einzige Änderung in dieser Version ist, dass das Flash-Plugin ab sofort standardmäßig deaktiviert ist.

Firefox ohne OpenH264-Codec-Download

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wer sich bislang gefragt hat, warum der Firefox von Fedora den von Cisco gespendeten OpenH264-Codec nicht automatisch herunterlädt, dem sei gesagt, das der Download aus (lizenz)rechtlichen Gründen standardmäßig in den Fedora-Paketen von Firefox ab 33.1-2 deaktiviert ist.

Wer den automatischen Codec-Download wieder reaktivieren möchte, der muss dafür zuerst about:config öffnen und dort folgende Boolean-Werte anlegen und auf true setzen:

media.gmp-gmpopenh264.autoupdate
media.gmp-gmpopenh264.enabled

Zum Schluss muss noch der Wert media.gmp-gmpopenh264.provider.enabled ebenfalls auf true geändert werden. Nach einem Neustart von Firefox sollte dieser den Codec wieder automatisch herunterladen und nutzen.