Generalschlüssel für X.Org 1.11

Wie heise security berichtet, existiert in der X.Org Version 1.11 ein Generalschlüssel, womit sich z.B ein gesperrter Bildschirm mühelos entsperren lässt.

Ein aktuelles Fedora enthält bereits einen Fix, daher sollte man unbedingt darauf achten, dass die Pakete auf dem aktuellen Stand sind – oder die im Artikel beschriebenen Workarounds durchführen.

Fedora Packages im öffentlichen Beta-Test

Wie das Linux-Magazin berichtet, wurde zeitgleich mit dem Beginn der FUDCON in Blacksburg auch der öffentliche Beta-Test von Fedora-Packages gestartet.

Fedora-Packages soll den interessierten Anwendern umfangreiche Informationen zu den Paketen aus dem Fedora Repository liefern. Dazu zählen unter anderem die Beschreibung, die enthaltenen Dateien, Bugs, das Changelog, Abhängigkeiten sowie der Quelltext. Um die Suche von Fedora-Packages weiter zu verbessern wurde ein Tagging-Projekt gestartet, in dessen Rahmen Anwender Pakete mit Schlagwörtern versehen können.

Gnome Shell Extensions – eine handverlesene Auswahl

Gnome 3 existiert nun gut ein halbes Jahr als stabiles Release und hat bereits einen Evolutionsschritt gemacht. Am Anfang noch wegen seiner Unflexibilität in der Luft zerrissen, konnte das Dev Team schnell klarstellen: Gnome 3 ist sehr wohl erweiterbar, mit sogenannten Shell Extensions. Die Shell ist daher gar nicht so starr, wie zuerst angenommen.

Leider haben die Leute von Gnome den Extensions viel zu wenig Beachtung geschenkt. So wurde anfänglich kein Wort über die Extensions verloren und die Installation dieser Erweiterungen ist auch nicht ganz so einfach, wie man das von Gnome 2 kennt. Wenn man dann allerdings das Gnome Tweak Tool installiert hat, listet es alle installierten Extensions auf und man kann die an einem Ort bequem verwalten.

Achtung: Bei Fedora 16 hat lange ein Bug existiert, dass die Shell crasht, wenn kein Profilbild gesetzt ist. Der Bug ist mittlerweile gefixt, aber ein Profilbild setzen könnte nie schaden.

Leider haben die Extensions bisher noch nicht wirklich in die offiziellen Fedora Repos Einzug gehalten, jedoch haben die Leute von Gnome weiter gearbeitet und die Website extensions.gnome.org gestartet, die alle Extensions sammeln soll. Ein Blick auf die Website lohnt sich auf jeden Fall, denn die Auswahl der Fedora-Repos ist noch mehr als dürftig (“Remove <xxx> Icon from bar”). Auf der Website finden sich einige wirklich sinnvolle Extensions, die sich durch einen simplen Switch auf der Website links oben installieren lassen. Einige davon will ich jetzt hier zeigen.

Area screenshot:

Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, die Extension gestaltet sich sehr simpel. Vor der Nutzung muss allerdings noch ein Shortcut festgelegt werden. Dazu sollte man unbedingt die Readme auf der Github-Website lesen, sind aber nur 2 Befehle.

gTile:

gTile is simple, but powerful: Nach der Installation ist ein weiteres Icon im Systray oben rechts. Beim Klick darauf bekommt man einen Dialog für die Fensterplatzierung angezeigt. So kann man für die Fenster mehrere erweiterte Platzierungsmöglichkeiten. Für große Bildschirme ideal.

GTG tasks in calendar overview:

Es gibt einige Aufgabenverwaltungsprogramme, aber GTG spielt in der Oberliga mit, nicht nur wegen der RTM-Integration ist es ein sehr interessantes Programm. Die kleine Extension bindet die Aufgaben, die in GTG eingestellt wurden, in die Kalenderansicht ein.

Jump list:

über Zeitgeist wurde ja viel geredet – zuletzt war es noch das Killerfeature von Gnome 3, ist aber seit einiger Zeit nur noch in stiefmütterlicher Behandlung. Mit den Extensions Journal und Jump lists wird Zeitgeist wieder sinnvoll. Ähnlich Windows 7 werden hier Jumplists auf den Programmicons angezeigt, die auch die Datei direkt öffnen. Beide Extensions benötigen logischerweise Zeitgeist.

Unit Converter:

Wenn man das Paket units installiert hat, bekommt man einen neuen Ergebnistyp, wenn man das Search field verwendet: Tippt man beispielsweise “55 kg to g” ein, erhält man als Ergebnis “55000″.

Touchpad Indicator:

Notebook-User werden es lieben: Nach der Installation gibt es rechts oben ein Icon, das den Status den Touchpads anzeigt – und für die Deaktivierung des selben verwendet werden kann.

Was Bleibt:

Die Extensions zeigen sehr schön, dass die Gnome Shell zu mehr fähig ist – wenn man sie lässt. Nach einigen Anfangshürden lassen sich über die Website mit einem Klick kinderleicht Extensions installieren, die das tägliche Arbeiten einfacher macht. Die Liste wird ständig länger und länger – und Gnome 3 wird mit jeder Extension wieder ein Stück benutzbarer – wenn man sich mit dem fundamentalen Prinzip von Gnome 3 anfreunden kann.

Flickr Photoset: Gnome Shell extensions screenshots.

Kein AWN in Fedora 17

Tim Lauridsen hat heute auf der Fedora Entwickler-Liste bekanntgegeben, das er die Pakete des Avant Window Navigator (AWN) aus Rawhide und somit auch aus Fedora 17 entfernen wird.

Lauridsen begründet seine Entscheidung unter anderem damit, das AWN aufgrund von Änderungen in der aktuelle Version von vala nicht mehr compiliert werden kann und das AWN nach wie vor Abhängigkeiten zu Gnome 2.x Komponenten besitzt, welche es aber in Fedora nicht mehr gibt.

Für Fedora 15 und 16 wird er die Pakete jedoch so lange weiter betreuen, wie diese Versionen noch nicht EOL sind.

Tomahawk für Fedora

Wie Rex Dieter in seinem Blog schreibt, ist der social media player tomahawk seit kurzem Bestandteil der Fedora Repositories.

Momentan existieren zwar nur Pakete für Rawhide, Dieter geht aber davon aus, das die Pakete für Fedora 16 in Kürze folgen werden.

Fedora 16 bekommt Kernel 3.2

Ausgelöst durch die Ankündigung von Linus Torvalds auf Google+, das der Support für den Kernel 3.1 mit dem 3.1.9 Release endet, wurde auf der Entwickler-Liste von Fedora die Frage gestellt, ob Fedora 16 auf den Kernel 3.2 “rebased” wird.

Josh Boyer hat diese Frage in einer Mail an die Entwickler-Liste mit einem eindeutigen “Ja” beantwortet. Sobald der Kernel 3.2.1 freigegeben wird, wird auch das Update für Fedora 16 auf den Kernel 3.2 vorbereitet.

Xine ab Fedora 17 (wieder) bei rpmFusion?

Kevin Kofler hat heute auf der Entwickler-Liste von Fedora vorgeschlagen, xine ab Fedora 17 aus dem Fedora Repository zu entfernen und wieder nach rpmFusion zu verschieben. Er begründet seinen Vorschlag damit, das xine seit der kürzlich veröffentlichten Version 1.2 zwingend FFmpeg erfordert, welches nicht Bestandteil von Fedora ist.

Neben xine würden auch die folgenden Pakete aus dem Fedora Repository entfernt und nach rpmFusion wandern:

  • gxine
  • kaffeine
  • oxine
  • xine-plugin
  • xine-ui

Bei kaffeine merkt Kofler nebenbei an, das dieses Paket früher oder später eh nach rpmFusion “umziehen” müsse, da deren Entwickler zukünftig MPlayer als Backend nutzen werden

Mendeley und Fedora 16

Wer die Anleitung für Mendeley unter Fedora 15 mit Fedora 16 und der aktuellen Mendeley-Version ausprobiert, wird enttäuscht sein: Mendeley schießt sich selbst sang- und klanglos ab.

Sobald das Paket wie in der Anleitung beschrieben entpackt ist, muss man von der Fedora-15-Anleitung abweichen.

Die Bibliotheken dürfen nicht gelöscht werden. Um Mendeley nutzen zu können, muss die Parameter –force-bundled-qt beim Start von Mendeley verwendet werden, so meint zumindest der offizielle Support.

/opt/mendeleydesktop-1.3-linux-i486/bin/mendeleydesktop --force-bundled-qt

Der Desktop-Link sieht dann so aus:

[Desktop Entry]
Name=Mendeley Desktop
GenericName=Research Paper Manager
Comment=free reference manager and academic social network
Exec=/opt/mendeleydesktop-1.3-linux-i486/bin/mendeleydesktop --force-bundled-qt
Terminal=false
Type=Application
Icon=/opt/mendeleydesktop-1.3-linux-i486/share/icons/hicolor/128x128/apps/mendeleydesktop.png
Categories=Education;Literature;Qt;

Fedora und Facebook

Ich bin vermutlich nicht der einzige, der sich täglich in sozialen Netzwerken tummelt. Gerade als heavy-user schätzt man einen dedizierten Client, der optimalerweise mehrere Netzwerke unterstützt und sich in den Desktop einpasst. Nachdem ich auch Facebook so verwenden will, bleiben mir für Linux nicht gerade viele Alternativen.

Gwibber war früher die erste Wahl und gerade in Ubuntu 9.04 und 10.04 hat es auch ausgezeichnet funktioniert. Dort haben dann aber die Probleme mit Facebook angefangen. Nach einiger Zeit Absenz habe ich es wieder probiert und musste feststellen, dass der Facebook-Support jetzt komplett kaputt ist. Die Authentifizierung funktioniert wunderbar, allerdings werden weder Nachrichten empfangen, noch gesendet. So wie es aussieht, ist den Gwibber-Entwicklern der Bug bereits vor Monaten gesendet worden. Ein Grund für die Fehlfunktion wird wohl sein, dass Gwibber in Fedora die Facebook-App fedora-gwibber und nicht die “offizielle” Gwibber-App von Facebook benötigt – wieso auch immer. Fedora-Gwibber erteilt nicht die Rechte, um auf die Wall schreiben und die Wall lesen zu können, da kanns wohl nicht funktionieren.

Bisher hat Tweetdeck als Chromium-Extension immer gut funktioniert. Jetzt ist der Facebook-Support kaputt. Der News-Feed wird zwar angezeigt und neue Postings können erstellt werden, allerdings sind alle anderen Funktionen gestrichen worden. Absicht oder keine? Der zeitliche Zusammenhang mit dem Kauf durch Twitter lässt einen eindeutigen Schluss erahnen.

Yoono als Standalone-App/Plugin für Firefox kommt bei mir unter Windows zum Einsatz, dort funktioniert die Desktop-Integration der Standalone-App sehr gut – unter Linux/Gnome 3 scheint die Integration überhaupt nicht zu funktionieren. Das Mozilla-Plugin funktioniert zwar, aber ich war noch nie ein Freund von Browserlösungen, da viel zu unflexibel.

Was ist los mit den Gwibber-Leuten? Vor allem, was ist mit den Mainteinern bei Redhat? Gwibber war mal wirklich ein vernünftiger Client. Ich kann mir bei Gott nicht vorstellen, dass niemand Fedora in Gwibber verwendet. Von außen sieht es so aus, als ob man immer noch mit dem Versionssprung auf 3.x beschäftigt ist. Es wäre sehr schade, wenn der einzige wirklich vernünftige Client vor die Hunde geht.

Übrigens: Wenn irgendjemand eine wirklich gute Alternative  für einen Twitter/Facebook/Statusnet-Client hat, ich bin immer für Vorschläge offen.

Dropbox Consolen Client installieren

Wie man die Dropbox-Software unter Xfce installiert haben wir bereits hier beschrieben. Jedoch scheint man inzwischen einen zusätzliches Python-Script zu benötigen, wenn man die Software über die Konsole steuern will oder einfach einen anderen Dateimanager als Nautilus nutzt.

Um dieses Python-Script nutzen zu können, muss es zuerst heruntergeladen werden

wget -O ~/.dropbox/dropbox.py "http://www.dropbox.com/download?dl=packages/dropbox.py"

Anschließend setzen wir noch die Berechtigungen, damit nur unser Benutzer das Script ausführen kann

chmod 755 ~/.dropbox/dropbox.py

Eine genaue Übersicht über die Möglichkeiten des Python-Scripts erhält man über folgendes Kommando

~/.dropbox/dropbox.py help

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!