Fedora 21: PackageKit macht Probleme

In PackageKit und einigen abhängigen Komponenten wurden einige Bugs gefunden, die einerseits ein Update erfordern, andererseits aber auch genau das verhindern können.

Falls es in der letzten Zeit bei den so genannten Offline-Updates zu Probleme kam, sollte man PackageKit und Co mit folgendem Befehl aktualisieren:

su -c 'yum update --advisory=FEDORA-2015-0921'

Beim folgenden Update sollten u.a. PackageKit und libhif aktualisiert werden.

Sollte das Offline-Update nach dem Update noch immer nicht fehlerfrei funktionieren, hilft meistens

pkcon repair

sowie ein anschließender Reboot des Systems.

Quelle: Fedora Magazine

Fedora 21: Bootvorgang beschleunigen (ohne cron)

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wer nicht möchte, das mandb bei jedem Start des Systems ausgeführt wird, aber auch keinen Cron-Job dafür anlegen möchte, der kopiert einfach die Datei /usr/lib/systemd/system/mandb.timer mittels

su -c'cp /usr/lib/systemd/system/mandb.timer /etc/systemd/system/mandb.timer'

nach /etc/systemd/system/mandb.timer, um zu verhindern, das die Änderungen beim nächsten Update wieder überschrieben werden.

Anschließend wird einfach die Zeile

OnBootSec=15min

in den Abschnitt [Timer] der Datei /etc/systemd/system/mandb.timer eingefügt, um dafür zu sorgen, das mandb erst 15 Minuten nach dem Ende des Bootvorgangs ausgeführt wird.

Wer zusätzlich darauf verzichten kann, das dieser Timer täglich ausgeführt wird, kann zusätzlich noch die Zeile

OnCalendar=daily

in

OnCalendar=weekly

ändern und damit eine wöchentliche Ausführung von mandb erzwingen.

Danke an @donkrawallo für den Hinweis.

Fedora 21: Bootvorgang beschleunigen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Seit Fedora 21 wird bei jedem Systemstart der Service mandb gestartet, welcher die Handbuchseiten neu cached und indiziert, was den Bootvorgang entsprechend verlängert.

Wer keine Notwendigkeit darin sieht, das mandb bei jedem Systemstart ausgeführt wird, kann den Aufruf von mandb einfach wie folgt in einen Cronjob auslagern.

Zuerst wird der mandb Service mittels

su -c'systemctl disable mandb'

deaktiviert.

Anschließend wird unter /etc/cron.daily ein Cronjob für mandb angelegt

su -
nano /etc/cron.daily/mandb
chmod a+x /etc/cron.daily/mandb

Das Cronjob-Script sieht dabei wie folgt aus:

#!/bin/sh

/usr/bin/mandb —quiet
EXITVALUE=$?
if [ $EXITVALUE != 0 ]; then
  /usr/bin/logger -t mandb “ALERT exited abnormally with [$EXITVALUE]”
fi
exit 0

Ab dem nächsten (Neu)Start sollte das System spürbar schneller booten.

Danke an Jon Kent, welcher diesen Tip ursprünglich in seinem Blog gepostet hat.

Diskussionen um die Firewall-Defaults von Fedora Workstation

Kurz vor dem Release von Fedora 21 ist auf der Entwickler-Liste eine Diskussion darüber entbrannt, was die richtigen Standard-Einstellungen für die in Fedora Workstation verwendete Firewall sind.

Konkret drehte sich die Diskussion darum, ob alles Ports ab einschließlich 1025 standardmäßig geöffnet oder geschlossen sein sollen. Im Laufe der Diskussion kristallisierte sicher heraus, dass das eigentliche Problem eher ist, das der Anwender momentan keinerlei Rückmeldung darüber bekommt, wenn ein Programm auf einem Port > 1024 kommunizieren will. Falls der Port geschlossen ist, bekommt der Anwender im besten Fall von der Anwendung eine Fehlermeldung, bei einem offenen Port hingegen merkt der Anwender gar nicht, auf welchen Ports ein Programm kommuniziert.

Vor dem Hintergrund dieser sprichwörtlichen Wahl zwischen Pest und Cholera haben sich die Fedora-Entwickler dazu entschlossen, standardmäßig alle Ports > 1024 zu öffnen. Wer mit dieser Standard-Einstellung nicht einverstanden ist, kann in den Firewall-Einstellungen einfach eine andere Zone als „Fedora Workstation“ verwenden.

Playground Repository für Fedora 21

Im Ramen der allmählich Fahrt aufnehmenden Entwicklung von Fedora 21 werden nach und nach auch erste Vorschläge für neue Features auf der Entwicklerliste gepostet.

Einer der Vorschläge ist ein so genanntes Playground Repository, welches es leichter machen soll, Pakete zu Fedora bei zu steuern. Das Playground Repository soll solche Pakete enthalten, die zwar noch nicht in den offiziellen Repositories enthalten, aber dennoch für Fedora-Nutzer nützlich sind.

Dazu wird das Playground Repository mit dem COPR-System verzahnt, so das man sein COPR-Projekt mit nur einem Mausklick für die Aufnahme in das Repository vorschlagen kann.

PackageKit mit hawkey als Backend nutzen

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

In Fedora 21 wird PackageKit anstatt yum das auch von dnf verwendete hawkey als Backend nutzen und somit den für Fedora 22 geplanten Umstieg von yum zu dnf quasi einleiten.

Wer bereits heute schon das wesentlich schnellere hawkey als Backend verwenden möchte, kann das über folgende Schritte bewerkstelligen:

su -c'yum swap PackageKit-yum PackageKit-hawkey'
su -c'systemctl restart packagekit'

Anschließend kann man zur Sicherheit mittels

pkcon backend-details

kontrollieren, ob alles geklappt hat und PackageKit hawkey als Backend verwendet.

Da sich sowohl dnf als auch hawkey noch in der Entwicklung befinden, bitten die Entwickler um das Melden von gefundenen Problemen.

Fedora 21 erscheint frühestens am 14.10

Während des gestrigen FESCo Treffens wurde unter anderem beschlossen, einen Zeitplan für Fedora 21 auszuarbeiten, der eine Veröffentlichung von Fedora 21 um den 14.10 herum zum Ziel hat. Erfahrungsgemäß dürfte sich dieser Termin jedoch noch ein wenig nach hinten verschieben, so das Ende Oktober, Anfang November ein realitischerer Release-Zeitraum sein dürfte.

Gründe für diesen langen Entwicklungszyklus sind unter anderem die noch nicht endgültig abgeschlossene Feinabstimmungen der einzelnen Fedora.Next Arbeitsgruppen untereinander sowie der Wunsch der Desktop-Arbeitsgruppe, Gnome 3.14 in Fedora 21 zu integrieren.