Chatzilla wieder zum Leben erwecken

Anscheinend wurde bei den letzten Firefox Updates vergessen, Chatzilla entsprechend zu patchen. Wer versucht, Chatzilla zu starten, wird feststellen müssen, das nichts passiert. Versucht man, Chatzilla im Terminal zu starten, erhält man zumindest folgende Fehlermeldung:

Error: Platform version '6.0' is not compatible with
minVersion >= 1.8
maxVersion <= 2.0.*

Da es zwar einen entsprechenden Bug gibt, der zuständige Entwickler bislang jedoch nicht reagiert hat, behelfen wir uns, indem wir Chatzilla selber patchen. Dazu führen wir folgenden Befehl im Terminal aus:

su -c'sed -i 's/2.0.*/6.0.*/g' /usr/share/chatzilla-0.9.86/application.ini'

Mit diesem Kommando ersetzen wir mit Hilfe von sed die Zeichenfolge „2.0.*“ in der application.ini von Chatzilla durch „6.0.*“ und reanimieren somit Chatzilla wieder zum Leben.

Update: Inzwischen befindet sich ein aktuelles chatzilla Paket in updates-testing, welches das Problem behebt.

IMHO: Fehlende Update-Benachrichtigung durch PackageKit ist Pfusch

Dank der genialen Idee der Gnome Entwickler, mit Gnome 3 auch die Applets abzuschaffen und dem Umstand, das Tray-Icons von laufenden Programmen unter Gnome 3 nicht mehr permanent zu sehen sind, wird der Anwender de-facto nicht mehr über Updates informiert.

PackageKit sendet zwar nach wie vor eine Info über die Notify-Schnittstelle, aber da die Meldung nur wenige Sekunden zu sehen ist, wird sie wohl sehr häufig übersehen und später nur per Zufall entdeckt. Zumal unter Gnome 3 verwirrender weise ein Icon des Gnome-Settings-Daemon in Tray-Bereich erscheint, bei dem wohl kaum jemand eine Benachrichtigung über neue Updates erwarten würde.

Sorry, aber für mich ist das ein Krasser Design-Fehler von Gnome 3 bzw. von PackageKit. Zumal es unter alternativen Desktops wie z.B. Xfce sehr wohl noch Applets gibt. Von daher war die Entscheidung, das Gnome-Applet komplett aus PackageKit zu entfernen in meinen Augen ein krasser Schnellschuss, der schnellstmöglich korrigiert werden sollte.

Wenn ein Desktop einer wichtigen Anwendung wie PackageKit keine Möglichkeit bietet, Anwender vernünftig über Updates zu informieren, dann hat da eindeutig jemand bei der Konzeption gepfuscht.

IMHO: Es braucht keinen Gnome 2.x Fork

Linus Torvalds hat kürzlich die Gnome Entwickler für die Version 3 des Desktops scharf kritisiert und einen Fork von Gnome 2 gefordert.

Diesen Fork braucht es aber nicht unbedingt. Es würde sicherlich schon reichen, wenn sich mehr Entwickler am XFCE Desktop beteiligen und diesen mit den im Vergleich zu Gnome fehlenden Features ergänzen würden. Momentan setzt XFCE noch auf GTK2 und ähnelt somit zumindest optisch dem Gnome 2.x Desktop sehr stark. Es wäre in meinen Augen Ressourcen-Verschwendung, zusätzlich noch einen Gnome 2.x Fork ins Leben zu rufen und zu pflegen. Abgesehen davon sprechen die Flexibilität und Modularität eindeutig für XFCE. Warum also das Rad doppelt erfinden?

Sollte Gnome 2.x geforkt werden?

  • Nein (64%, 60 Stimen)
  • Ja (30%, 28 Stimen)
  • Weiss nicht (6%, 6 Stimen)

Stimmen gesamt: 94

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Mono auf dem Abstellgleis?

Laut Golem.de hat sich der neue Suse-Chef Nils Brauckmann in einem Interview zu seinen Plänen für Suse und Mono geäußert. Laut Brauckmann war die Entlassung der bislang bei Suse beschäftigten Mono-Entwickler die einzige Änderung. Brauchmann begründet diese damit, das Mono für Kunden von Suse uninteressant sei. Bestehende Support-Verträge würden jedoch auch weiterhin erfüllt.

Um die Zukunft von Mono muss man sich jedoch wohl kaum Sorgen machen, da die entlassenen Entwickler zwischen zeitig mit xamarin ein eigenes Unternehmen gegründet haben.