Thunar: „Senden an“ um Einträge für Dropbox erweitern

Bitte beachtet auch die Anmerkungen zu den HowTos!

Wer Dropbox nutzt und häufig Dateien in seine Dropbox kopiert, kennt sicher das Dilemma, welches damit verbunden ist. Einfacher geht es, wenn man die „Senden an“ Funktion von Thunar für die Dropbox erweitert. Wie das geht, zeigt das folgende HowTo

Zuerst einmal müssen wir das Verzeichnis für unsere Erweiterungen der „Senden an“ Funktion anlegen

mkdir -p ~/.local/share/Thunar/sendto

Als nächstes legen wir mittels nano ~/.local/share/Thunar/sendto/dropbox_folder.desktop den Eintrag, um Dateien ins Root-Verzeichnis unserer Dropbox zu kopieren, an und füllen die erzeugte Datei mit folgendem Inhalt

[Desktop Entry]
Type=Application
Version=1.0
Exec=cp -dr %F /home//Dropbox/%F
Icon=/home//.dropbox-dist/images/hicolor/16x16/status/dropboxstatus-logo.png
Name=Dropbox

Zu Schluss legen wir mittels nano ~/.local/share/Thunar/sendto/dropbox_public_folder.desktop noch einen weiteren Eintrag an, um Dateien in das „Public“ Verzeichnis unserer Dropbox zu kopieren

Diese Datei hat folgenden Inhalt

[Desktop Entry]
Type=Application
Version=1.0
Exec=cp -dr %F /home/your_username_here/Dropbox/Public/%F
Icon=/home//.dropbox-dist/images/hicolor/16x16/status/dropboxstatus-logo.png
Name=Dropbox Public

In beiden Dateien muss <Benutzername> natürlich durch unseren eigenen Benutzernamen ersetzt werden.

Ab sofort können wir in Thunar Dateien ganz bequem über das Kontextmenü in unsere Dropbox kopieren.

DropBox Client unter Fedora 17 „reanimieren“

Wer sein System auf die Beta von Fedora 17 aktualisiert hat, wird feststellen, das sich der DropBox Client nicht mehr startet und eine SELinux Fehlermeldung erscheint.

Um den Client zu „reanimieren“, muss lediglich die allow_execstack Option von SELinux (re)aktiviert werden. Dies geschieht am einfachsten über folgendes Kommando

su -c'setsebool -P allow_execstack 1'

Nachdem man das root Kennwort eingegeben hat, wird die Option (re)aktiviert, was jedoch einen kurzen Moment dauern kann. Anschließend lässt sich der DropBox Client wie gewohnt starten.

Dropbox Consolen Client installieren

Wie man die Dropbox-Software unter Xfce installiert haben wir bereits hier beschrieben. Jedoch scheint man inzwischen einen zusätzliches Python-Script zu benötigen, wenn man die Software über die Konsole steuern will oder einfach einen anderen Dateimanager als Nautilus nutzt.

Um dieses Python-Script nutzen zu können, muss es zuerst heruntergeladen werden

wget -O ~/.dropbox/dropbox.py "http://www.dropbox.com/download?dl=packages/dropbox.py"

Anschließend setzen wir noch die Berechtigungen, damit nur unser Benutzer das Script ausführen kann

chmod 755 ~/.dropbox/dropbox.py

Eine genaue Übersicht über die Möglichkeiten des Python-Scripts erhält man über folgendes Kommando

~/.dropbox/dropbox.py help

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!

Lokale Dropbox für BoxCryptor konfigurieren

BoxCryptor ist eine Tool, das es erlaubt, vom Android-Handy auf ein mit EncFS verschlüsseltes Verzeichnis zuzugreifen. Um ein solches Verzeichnis in der lokalen Dropbox anzulegen, muss man zuerst ein EncFS-Verzeichnis sowie den notwendigen Mountpunkt erstellen:

encfs ~/Dropbox/.android ~/Android

Im Assistenten für die Einrichtung des EncFS-Verzeichnisses muss man nun „x“ für die Experten-Einstellung wählen, da BoxCryptor nicht alle EncFS-Features unterstützt. Nachdem man die Einstellungen für die Verschlüsselung nach den eigenen Wünschen vorgenommen hat, muss als filename encoding algorythm die Option „Stream“ gewählt und die nachfolgenden 4 Fragen mit „no“ beantwortet werden.

Nach der Einrichtung des EncFS-Verzeichnisses sollte man den EncFS Key von der Synchronisation ausschließen

~/.dropbox-dist/dropbox exclude add ~/Dropbox/.android/.encfs6.xml

Im nächsten muss nun noch die BoxCryptor App auf dem Smartphone installiert und gestartet werden. Nach dem Start der App muss nur noch das Verzeichnis „.android“ ausgewählt und der EncFS Key eingegeben werden. Fortan kann man über das lokale  Verzeichnis ~/Android Dateien verschlüsselt mit dem Android Smartphone austauschen.

Dropbox unter Xfce nutzen

Wer den beliebten Cloud-Speicher Dropbox unter Xfce mit Thunar nutzen möchte, muss zuerst einmal folgenden Befehl ausführen

cd ~ && wget -O - http://www.dropbox.com/download?plat=lnx.x86 | tar xzf -

Für 64bit Systeme muss der Befehl wie folgt lauten:

cd ~ && wget -O - http://www.dropbox.com/download?plat=lnx.x86_64 | tar xzf -

Durch diese Befehlskette wird der Dropbox Daemon heruntergeladen und im eigenen Homeverzeichnis entpackt. Anschließend muss der Daemon durch folgenden Befehl gestartet werden

~/.dropbox-dist/dropboxd

Beim ersten Start erscheint ein Konfigurationsassistent, der Einrichtung des Daemons übernimmt. Anschließend werden alle Dateien, die man in den Dropbox-Ordner kopiert, automatisch im Hintergrund in die eigene Dropbox hochgeladen.

Wer mag, kann auch ein EncFS-Verzeichnis anlegen, um sicherzustellen, das niemand sonst auf bestimmte Daten zugreifen kann. Zuerst müssen dafür sowohl das EncFS-Verzeichnis als auch der Mountpunkt angelegt werden:

mkdir ~/Dropbox/.encrypted&&mkdir ~/Privat

Im nächsten Schritt wird das EncFS-Verzeichnis initialisiert

enc-fs ~/Dropbox/.encrypted ~/Privat

Nachdem die Initialisierung des EncFS-Verzeichnisses abgeschlossen ist, sollte man noch den EncFS Key von der Synchronisation ausschließen. Sonst wäre die Verschlüsselung ja nutzlos, wenn wir den Key zu Entschlüsseln mitliefern.

~/.dropbox-dist/dropbox exclude add ~/Dropbox/.encrypted/.encfs6.xml

Somit haben wir jetzt ein verschlüsseltes Verzeichnis in der Dropbox, auf das nur wir  zugreifen können.

Nichts desto trotz übernehmen wir keine Verantwortung, falls das eigene System durch diese Anleitung unbrauchbar gemacht werden sollte. Das Befolgen dieser Anleitung geschieht somit auf eigene Gefahr!